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GSI Helmholtz bekommt ein neues Rechenzentrum Bruch mit vertrauter Bauweise - ein eCube für 800 Racks

Autor / Redakteur: lic.rer.publ. Ariane Rüdiger / Ulrike Ostler

Das GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt skaliert zum ersten Mal das preisgekrönte „eCube“-Konzept in bisher ungekannte Dimensionen: Ein Rechenzentrum mit 800 Racks entsteht. Der Lohn der Mühen: Der „Enterprise Datacenter Award“ der Datacloud Europe.

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Der Rohbau des neuen, nach eCube-Prinzipien entwickelten Rechenzentrums des GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung wirkt unauffällig – das entstehende Gebäude ist aber in zahlreichen Aspekten innovativ.
Der Rohbau des neuen, nach eCube-Prinzipien entwickelten Rechenzentrums des GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung wirkt unauffällig – das entstehende Gebäude ist aber in zahlreichen Aspekten innovativ.
(Bild: GSI)

Jeder kennt den Teilchenbeschleuniger des CERN – doch dass im hessischen Darmstadt sich ebenfalls ein etwas kleiner Beschleunigerring im Boden verbirgt, dürfte erheblich weniger Menschen bekannt sein.Dennoch ist es so, und so steht auch der Betreiber der Anlage, das GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung vor der Herausforderung, die sich aus den durchgeführten Versuchen ergebenden Datenmassen zu verarbeiten und auszuwerten.

Dabei soll ein neuartiges Rechenzentrum mit einem innovativen Design helfen, ein sogenannter eCube. Bisher betrieb das GSI einen solchen eCube mit 1,8 Megawatt Leistung als Testinstallation. Weil dieser überzeugte, arbeitet die Einrichtung nun an einem erheblich größeren Bau, der mit manchen eingefleischten Bauregeln für Rechenzentren bricht, also wirklich innovativ ist.

Das gesamte Rechenzentrum wird für 12 Megawatt Leistung ausgelegt und steckt in einem Kubus mit der Grundfläche 30*27 Meter, die Höhe wird 21 Meter betragen. „Wir wollten die 21 Meter unbedingt einhalten, weil das Gebäude sonst als Hochhaus betrachtet worden wäre, was wiederum vollkommen andere baurechtliche Anforderungen bedeutet hätte“, erklärt Christian Krauthammel vom Generalplaner ttsp hwp Seidel.

1,35 Euro pro Watt

Sechs RZ-Geschosse auf dieser Höhe unterzubringen, sei nur dank der für Rechenzentren sehr geringen Geschosshöhe von etwas über drei Metern möglich. Das wiederum sei den Eigenheiten des eCube-Designs zu verdanken.

Die Brutto-Geschossfläche liegt bei 5.200 Quadratmeter; der Whitespace pro Geschoss, auf dem die Rechner untergebracht werden, beträgt jeweils 2.790 Quadratmeter. „Wir erreichen ein Verhältnis von Whitespace zu Gesamtfläche von 1,8 – üblich ist 3,5“ sagt Krauthammel. Pro Quadratmeter werden 4,125 Watt verbraucht, der Preis des Gebäudes liegt bei 16,2 Millionen Euro oder 1,35 Euro pro Watt.

Geplant sind 800 Racks mit einer Leistungsdichte von bis zu 15 Kilowatt pro Rack – das Design erlaubt hier Steigerungen bis 35 Kilowatt. Die Fassade besteht aus optisch ansprechendem Streckmetall, hinter dem sich die Wände verbergen.

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lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

Freie Journalistin, Redaktionsbüro Rüdiger