Autonomes Betriebssystem auf Basis von Machine Learning

Autonomous Linux von Oracle

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Mit Autonomous Linux sollen sich Ressourcen, die in der Oracle Cloud bereitgestellt werden, selbst reparieren und optimieren können.
Mit Autonomous Linux sollen sich Ressourcen, die in der Oracle Cloud bereitgestellt werden, selbst reparieren und optimieren können. (Bild gemeinfrei: OpenClipart-Vectors / Pixabay)

Oracle will Teile seiner Cloud-Infrastruktur so bereitstellen, dass sich Dienste selbst optimieren und reparieren, wenn es notwendig ist. Menschliches Eingreifen soll dabei möglichst vermieden werden. Das System kann auch kostenlos genutzt werden.

„Autonomous Linux“ basiert auf Machine Learning und sorgt dafür, dass sich Ressourcen, die in der Oracle Cloud bereitgestellt werden, selbst reparieren und optimieren können. Aktuell gibt es bereits die „Oracle Autonomous Database“, die wiederum auf Oracle-Linux installiert wird. Autonomous Linux kann sich selbst aktualisieren und Sicherheits-Patches automatisiert installieren.

Mit Autonomous Linux wird auch der „Oracle OS Management Service“ zur Verfügung gestellt, der wiederum erweiterte Automatisierungsfunktionen für Autonomous Linux bietet. Im Fokus des autonomen Betriebssystems steht die Verringerung der Komplexität und das Vermeiden menschlicher Fehler bei der Installation und dem Betrieb von Servern und Cloud-Infrastrukturen.

Unternehmen müssen ihre Server in der Cloud also nicht mehr selbst verwalten. Vielmehr verwalten sich die Server selbst auf Basis von Regeln, die ihrerseits Deep Learning und Machine Learning nutzen. Apps anderer Hersteller sollen auch auf dem Linux-System lauffähig sein. Hier muss allerdings zuvor die Kompatibilität geprüft werden.

Durch den Einsatz von Oracle Autonomous Database, Autonomous Linux und den OS Management Service lassen sich Server und Datenbanken laut Hersteller vollständig automatisiert patchen, aktualisieren und optimieren. Fehler könne das System selbst beseitigen. Dadurch würden Ausfallzeiten verringert und das System reduziere zumindest zum Teil die Reibungsverluste zwischen Entwicklern und der IT, so Oracle.

Autonome Linux- und OS-Management-Services sind Bestandteil der „Oracle Cloud Infrastructure-Services“. Sie werden mit „Oracle Premier Support“ ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung gestellt.

Kostenlose Oracle Cloud: Oracle Cloud Free Tier

Parallel zu Java 13 und Autonomous Linux stellt Oracle eine neue, kostenlose Version seines Angebots „Oracle Cloud Free Tier“ vor. Damit steht die volle Funktionalität von Oracle Autonomous Database und Oracle Cloud Infrastructure auch kostenlos zur Verfügung.

„Always Free“ umfasst zwei autonome Datenbanken, zwei Compute VMs, zwei Blockvolumes, 10 Gigabyte Objektspeicher, einen Load Balancer, ein ausgehendes Datentransfervolumen von monatlich 10 Terabyte und einige weitere Funktionen. Zusätzlich bietet Free Tier eine kostenlose Testversion, über die bis zu 30 Tage lang ein Betrag von 300 Dollar für das Testen zusätzlicher Development-Dienste bereitsteht.

Mit der kostenlosen Lizenz können Entwickler Anwendungen mit jeder Sprache und jedem Framework auf Basis der Oracle Cloud Autonomous Database und der Oracle Cloud Infrastructure erstellen.

* Thomas Joos ist freier Autor unds schreibt auf DataCenter-Insider seine eigenen Blog zu Tipps und Tricks für Administratoren: „Toms Admin-Blog

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