Neue Chiparchitekturen in Rechenzentren ARM, Open Power & Co. gegen Intel

Autor / Redakteur: Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska / Ulrike Ostler

Der Kampf um die dominierende Chip-Plattform im Datencenter ist rechtzeitig zum Anbruch der IoT-Ära voll entbrannt.

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Seit Qualcomms größter Abnehmer, Samsung, die benötigten Chips in Eigenregie anfertigt, erschließt der angeschlagene Chip-Hersteller umso entschlossener neue Märkte.
Seit Qualcomms größter Abnehmer, Samsung, die benötigten Chips in Eigenregie anfertigt, erschließt der angeschlagene Chip-Hersteller umso entschlossener neue Märkte.
(Bild: Qualcomm)

Mit einem Anteil von schätzungsweise 99 Prozent am Markt für Server-Chips hat Intel mit dem x86 in CISC-Architektur eine dominierende Position inne. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Das Bedürfnis nach einer höheren Datacenter-Dichte, massiver Skalierbarkeit, der Flexibilisierung von Workloads, geringerem Energieverbrauch und niedrigeren Kühlungskosten schafft Möglichkeiten für Innovateure mit anderen Ansätzen.

Als die zwei wichtigsten Alternativen zur Intel-Architektur gelten derzeit IBMs Power und ARM (anders als der x86, beide RISC). IBMs Power hat sich insbesondere in Anfertigung durch Drittanbieter im Rahmen der Open-Power-Initiative als tragfähig erwiesen. ARM, vertreten im Markt für Datencenter-Chips durch rund 16 aggressive Chip-Hersteller, von Qualcomm über Cavium Networks bis hin zu Applied Micro, hat ebenfalls erste Erfolge zu verzeichnen.

Oracle als neuer Player

Auch Oracle schmiedet Zukunftspläne für die hauseigene RISC-Architektur. Zur Vorstellung des 32-Kern starken 256-thread-fähigen SPARC M7 am 26. Oktober bewarb der Anbieter verbesserten Speicherschutz, beschleunigte Verschlüsselung und In-Memory-Datenbankverarbeitung. Die Kompatibilität des Mikroprozessors beschränkt sich im Übrigen nicht auf Softwarelösungen von Oracle.

Mit der SSPARC M7-Microprozessorlinie debütiert Oracle In-Chip-Sicherheits-Features.
Mit der SSPARC M7-Microprozessorlinie debütiert Oracle In-Chip-Sicherheits-Features.
(Bild: Oracle)

Führende Linux-Distributionen, darunter Red Hat und SuSE und Hadoop wurden inzwischen sowohl auf SPARC M7 als auch auf ARM portiert; auch Oracles Java läuft auf beiden Plattformen.

Beispiele von Chips in ARM-Architektur für Datencenter beinhalten den X-Gene SoC von Applied Micro, AMD’s Opteron A1100 (Codename „Seattle“) und Cavium ThunderX. HP baut sogar ARM-basierte Server in Zusammenarbeit mit Applied Micro.

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