HPE Converged Plant Infrastructure

Appliance optimiert die Maschinenwartung und automatisiert Produktionsabläufe

| Redakteur: Ulrike Ostler

HPE Converged Plant Infrastructure“ (CPI) soll sich als Steuerungszentrale für alle an der Produktion beteiligten Maschinen und IT-Systeme eignen und somit die Wartung von Maschinen optimieren, Produktionsprozesse automatisieren und sie an digital integrierte Produktionsketten über mehrere Firmen hinweg anbinden.
HPE Converged Plant Infrastructure“ (CPI) soll sich als Steuerungszentrale für alle an der Produktion beteiligten Maschinen und IT-Systeme eignen und somit die Wartung von Maschinen optimieren, Produktionsprozesse automatisieren und sie an digital integrierte Produktionsketten über mehrere Firmen hinweg anbinden. (Bild: Hewlett Packard Enterprise)

Mit der „HPE Converged Plant Infrastructure“ (CPI) hat Hewlett Packard Enterprise eine Appliance angekündigt, die Fertigungs-Unternehmen helfen soll, die Digitalisierung ihrer Fabriken zu beschleunigen und die Chancen von Industrie 4.0 zu nutzen.

HPE CPI biete eine Steuerungszentrale für alle an der Produktion beteiligten Maschinen und IT-Systeme, so der Hersteller. Damit könnten Fertiger die Wartung ihrer Maschinen optimieren, Produktionsprozesse automatisieren und sie an digital integrierte Produktionsketten über mehrere Firmen hinweg anbinden. HPE CPI ist aktuell für Beta-Anwendungen bei ausgewählten Kunden verfügbar und wird ab Dezember 2016 in den Regionen Europa, Afrika und Naher Osten allgemein verfügbar sein.

Laut der weltweiten Studie von Oliver Wyman „Der Kampf um die Datenhoheit ist noch nicht entschieden“ (siehe: Kasten) erhöht die Digitalisierung der Fertigungsindustrie das jährliche Margenpotenzial um mehr als 1,4 Billionen Dollar bis zum Jahr 2030. Doch die Fähigkeit, dieses Potenzial zu erreichen, unterliegt aktuell noch einer Reihe limitierender Faktoren. Dazu gehört die Heterogenität der Maschinen- und IT-Techniken in der Fabrik.

Volkhard Bregulla, Vice President Manufacturing Industry und IoT EMEA bei HPE, drückt das so aus: „Die vierte industrielle Revolution verspricht Produktivitätssteigerung und Wachstum, aber die Trennung zwischen Maschinen- und IT-Technologie hält uns nach wie vor zurück.“ HPE Converged Plant Infrastructure könne diese Kluft durch die Integration von Maschinen- und IT-Daten in ein gemeinsames Management-System überbrücken. Das sei wiederum die Grundlage, um eine Vielzahl von Effizienz- und Umsatz-Potenzialen innerhalb und außerhalb der Fabrik zu nutzen.

Volkhard Bregulla ist Vice President Manufacturing Industry and IoT EMEA bei Hewlett Packard Enterprise.
Volkhard Bregulla ist Vice President Manufacturing Industry and IoT EMEA bei Hewlett Packard Enterprise. (Bild: Hewlett Packard Enterprise)

HPE CPI als Steuerungszentrale der Produktionsprozesse

HPE CPI integriert Daten aller Ebenen der Automatisierungspyramide (In-/Outputsignale, SPS, SCADA, MES, ERP) sowie anderer Systeme wie Sensoren und Security-Systeme. Dies erlaubt es Administratoren, mithilfe von CPI eine 360-Grad Überwachung und Steuerung der gesamten Produktionsumgebung anzustreben.

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Damit könnten Fertigungsfirmen die Verfügbarkeit ihrer Produktionsanlagen erhöhen und die durch ungeplante Ausfälle verursachten Kosten senken. HPE CPI sagt Fehler voraus, so dass Systeme repariert werden können, bevor sie ausfallen - und ermöglicht es Administratoren, die eigentliche Ursache von Problemen auf allen Ebenen der Maschinen und IT-Systeme zu identifizieren.

So könnte eine Appliance „HPE Converged Plant Infrastructure“ aussehen.
So könnte eine Appliance „HPE Converged Plant Infrastructure“ aussehen. (Bild: Hewlett Packard Enterprise)

HPE CPI enthält außerdem Orchestrierungs- und Automatisierungs-Funktionen, mit denen Produktionsmanager Herstellungsprozesse entwerfen, automatisieren und überwachen können. Dienste aus internen Systemen, etwa einem Manufacturing Execution System, und externen Quellen, etwa einem Online-Fahrzeug-Konfigurator, lassen sich in einer grafischen Benutzerumgebung zu einem integrierten Produktionsprozess zusammenfügen.

Software und Referenzmodell

Eine Workflow Engine steuert und überwacht in der Folge die Prozessausführung. Unternehmen können damit eine dynamische, automatische und selbstkonfigurierende Produktion aufsetzen. Fabriken können außerdem an ein firmenübergreifendes Produktionsnetzwerk angeschlossen werden, das über Internetplattformen oder Community Clouds verwaltet wird.

HPE CPI wurde auf der Grundlage des Referenzarchitekturmodells RAMI 4.0 entwickelt und unterstützt in Zukunft Standards wie die Industrie-4.0-Komponente. Den technischen Kern der Lösung bildet das Private-Cloud-Angebot „HPE Helion Cloud System“. Weitere Komponenten sind die Management-Software „HPE Operations Manager“ und das Netzwerksystem „HPE Aruba Clear Pass“, das alle IoT-Geräte verbinden und schützen kann.

Integration und Konfiguration

Für die Maschinen-Kommunikation kann HPE CPI eine Reihe von Techniken integrieren, darunter „HPE Network Interworking Proxy“ und „IBM Websphere MQ“. Die Architektur von HPE CPI basiert auf offenen Standards wie OpenStack und ermöglicht damit die einfache Integration weiterer Komponenten.

HPE CPI wird nach Kundenanforderungen vorkonfiguriert und im Rack oder Container als schlüsselfertige Lösung geliefert. HPE stellt weltweit 24/7-Support für das gesamte System zur Verfügung und bietet eine Reihe von Beratungs-, Migrations- und Betriebsdienstleistungen für die Fabrik-Digitalisierung mit HPE CPI an.

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