140-MW-Rechenzentrums-Campus geplant 800 Millionen Euro für Nabiax-Rechenzentren in Spanien

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

Nabiax will seine Rechenzentrumskapazität in den kommenden Jahren von 35 auf 140 MW erhöhen. Allein für den Ausbau in Madrid ist ein drittes Gebäude mit mehr als 100 MW IT-Kapazität vorgesehen.

Blick auf das „ADC1“ von Nabiax in Alcalá de Henares bei Madrid. Der bestehende Campus soll mit dem Projekt „ADC3“ um ein drittes Rechenzentrumsgebäude erweitert werden.(Bild:  Nabiax)
Blick auf das „ADC1“ von Nabiax in Alcalá de Henares bei Madrid. Der bestehende Campus soll mit dem Projekt „ADC3“ um ein drittes Rechenzentrumsgebäude erweitert werden.
(Bild: Nabiax)

Es ist einen umfangreicher Ausbau des Campus in Alcalá de Henares bei Madrid geplant: Im Rahmen des Projekts „ADC3“ soll ein drittes Gebäude entstehen. Damit will der spanische Rechenzentrumsbetreiber Nabiax die IT-Kapazität des Standorts auf mehr als 100 Megawatt (MW) erhöhen.

Derzeit verfügt Nabiax nach eigenen Angaben über insgesamt 35 MW IT-Kapazität. In den kommenden Jahren soll diese auf 140 MW steigen. Für die geplanten Investitionen sind rund 800 Millionen Euro vorgesehen.

Die beiden bestehenden Gebäude des Campus sind bereits in Betrieb. „ADC1“ ging 2013 in Betrieb und umfasst 4.800 Quadratmeter Fläche. „ADC2“ folgte 2022 mit 6.000 Quadratmetern. Zusammen kommen die beiden Rechenzentren auf 22 MW.

Ausbaupläne gehen über Madrid hinaus

Nabiax will sich beim Wachstum nicht auf den spanischen Markt beschränken. Das Unternehmen prüft nach Angaben von CEO Pablo Ruiz-Escribano weitere Investitionen in Madrid sowie Expansionsmöglichkeiten in Portugal, Großbritannien, Italien und Deutschland.

Neben dem Campus in Alcalá de Henares betreibt Nabiax zwei weitere Standorte in Spanien. Das Julián Camarillo Data Center bei Madrid verfügt über 10 MW, der Standort im katalanischen Terrassa über 1,3 MW.

Mit dem geplanten Ausbau würde sich die IT-Kapazität von Nabiax innerhalb weniger Jahre vervierfachen. Das Unternehmen sieht darin nach eigenen Angaben den nächsten Wachstumsschritt seit seiner Gründung vor sieben Jahren.

Nabiax baut Rechenzentrumsportfolio aus

Nabiax entstand 2019, als Asterion Industrial Partners elf Rechenzentren von Telefónica in Spanien und Lateinamerika übernahm. Telefónica brachte 2021 weitere drei Standorte ein und erhielt im Gegenzug eine Beteiligung von 20 Prozent an Nabiax.

Die lateinamerikanischen Rechenzentren verkaufte Nabiax 2023 an Actis. 2024 übernahm Aermont, ein mit Keppel verbundenes europäisches Asset-Management-Unternehmen, Nabiax.

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