Mainframe-Modernisierung z/OS-Spezialisten ermöglichen Zehntausenden Zugriff auf Großrechneranwendungen

Redakteur: Ulrike Ostler

Die Partnerschaft von der Insoft Infotel Software GmbH und Syspertec Communication soll Kunden einen sicheren und standortunabhängigen Zugang zu Mainframe-Anwendungen gewähren.

Insoft Infotel Software GmbH schließt mit Syspertec Communication eine Kooperation zwecks Mainframe-Nutzung für Zehntausende.
Insoft Infotel Software GmbH schließt mit Syspertec Communication eine Kooperation zwecks Mainframe-Nutzung für Zehntausende.
(Bild: Insoft Infotel Software GmbH/ Syspertec Communication)

Die Insoft Infotel Software GmbH ist insbesondere in der Optimierung von Daten-Performance auf der Mainframe-Plattform „z/OS“ tätig. Syspertec Communication hat sich auf Kommunikationstechnik spezialisiert, die IBM-Mainframes mit der Web-IT verbindet. Nun gehen sie gemeinsam die Modernisierung von Mainframe-Systemen an und wollen für eine sichere z/OS-zu-HTML-Übertragung im laufenden Betrieb sorgen.

Eine Voraussetzung ist die Nutzung der „Virtel Web Suite“ von Syspertec: Nutzer erhalten damit eine, nach Anbieterangaben, „einfach zu implementierende 3270-Terminalemulation“. Diese wiederum erlaubt:

  • Zugriff auf Mainframe-Anwendungen über einen beliebigen Webbrowser
  • Re-Engineered Legacy-Benutzeroberflächen als Webseiten
  • Vereinfachte Kommunikation zwischen dem Mainframe und mobilen oder Web-Anwendungen

Zugriff für viele, ganz viele

Über die Terminalemulation können Zehntausende von Benutzern gleichzeitig auf ihre Geschäftssysteme zugreifen. Die einzige Komponente, die installiert beziehungsweise konfiguriert werden muss, befindet sich direkt auf dem Mainframe, so dass nur wenig Platz benötigt wird und keine zusätzlichen Server notwendig sind. Auf Kundenseite ist lediglich ein gängiger Webbrowser erforderlich.

Auftrieb für diese Möglichkeiten verleiht die Tatsache, dass durch die Corona-Pandemie die Anzahl der Home Office-Arbeitsplätze drastisch zugenommen hat. Infolgedessen stehen nun die IT-Serviceteams in Großunternehmen, die an SLAs für geschäftskritische Anwendungen gebunden sind, unter enormen Druck. Denn die Mitarbeiter arbeiten auf Laptops, Smartphones und Tablets, um innerhalb und außerhalb von Büros.

Laut Gartner bleibt die Remote-Arbeit auch nach der Pandemie und damit die Nachfrage nach sicherem Zugriff. Virtel-Nutzer erhalten mithilfe einer zweistufigen Web-Enablement-Technik einen solchen; sie können ihre 3270-Applikationen überall nutzen.

Die Virtel Web Suite besteht aus „Virtel Web Access“, „Virtel Web Modernization“ und „Virtel Web Integration“. Kompatibilität mit VDI- und BYOD-Initiativen bietet laut Anbieter eine „hochwertige, risikoarme und kosteneffiziente Alternative“ zu Ansätzen der Legacy-Modernisierung wie Neuentwicklung, Austausch oder Re-Hosting.

Weder Big Bang noch Umschreiben

Jean-François Castella, Geschäftsführer bei der Insoft Infotel Software GmbH, sagt: „Anstatt sich auf unnötig riskante und kostspielige Big-Bang-Innovationen zu stürzen, sollten Unternehmen das Beste aus ihren bestehenden IT-Investitionen herausholen, um Geschäftskontinuität und einen Mehrwert für die Kunden zu erreichen.“

Guillaume Gentil, Geschäftsführer bei Syspertec setzt hinzu: „Die letzten 50 Jahre haben gezeigt, dass es durchaus möglich war, Mainframe-Systeme im Laufe der Jahrzehnte immer wieder zu modernisieren und an aktuelle Gegebenheiten anzupassen.“

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