Saudi-Arabien als KI-Drehscheibe Xai und Humain bauen 500-MW-Rechenzentrum im Königreich

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Saudi-Arabien rückt mit einem 500-Megawatt-Projekt von Xai und Humain noch stärker ins Zentrum der globalen KI-Infrastruktur: Während das Königreich Milliarden in Rechenzentren steckt, genehmigt Washington den Export zehntausender Hochleistungs-Chips.

Beim Treffen in Washington: US-Präsident Donald Trump und Kronprinz Mohammed bin Salman. Der Besuch diente auch dazu, den Weg für die Freigabe von US-KI-Chips und den Ausbau der saudischen KI- und Rechenzentrumspläne zu ebnen.(Bild:   / CC0)
Beim Treffen in Washington: US-Präsident Donald Trump und Kronprinz Mohammed bin Salman. Der Besuch diente auch dazu, den Weg für die Freigabe von US-KI-Chips und den Ausbau der saudischen KI- und Rechenzentrumspläne zu ebnen.
(Bild: / CC0)

Elon Musks KI-Unternehmen Xai schließt mit der staatlich gestützten saudischen KI-Firma Humain eine Vereinbarung über den Bau eines Rechenzentrums mit 500 Megawatt IT-Last in Saudi-Arabien. Das erste Rechenzentrum außerhalb der USA soll zu einem der leistungsfähigsten KI-Compute-Hubs weltweit ausgebaut werden und die „Grok“-Modelle von Xai im Königreich verfügbar machen.

Der Standort für das Rechenzentrum steht öffentlich noch nicht fest, der Rahmen ist aber klar: Die Anlage ist als Kernstück eines landesweiten Netzes von KI-Rechenzentren geplant. Xai betreibt bislang einen großen Standort in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee, ein zweites Gebäude dort befindet sich in Planung; Saudi-Arabien markiert den Einstieg in internationale Deployments von Grok.

Humain plant mehrere Gigawatt Rechenleistung

Humain, eine Beteiligung des saudischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) über rund eine Billionen Dollar, verfolgt eine deutlich größere Roadmap: Das Unternehmen plant, innerhalb der kommenden nächsten zehn Jahre bis zu 6,6 Gigawatt Rechenzentrumskapazität im Königreich aufzubauen und positioniert sich als Betreiber nationaler KI-Infrastruktur.

Parallel zur Xai-Kooperation meldet Humain weitere Ausbaupfade. Zusammen mit AMD und Cisco entsteht eine gemeinsame Gesellschaft, die bis 2030 rund 1 Gigawatt zusätzliche Rechenzentrumskapazität liefern soll. Der erste Cluster mit 100 Megawatt ist in Saudi-Arabien vorgesehen. AMD steuert aktuelle „MI450“-Beschleuniger bei, Cisco liefert das Netzwerk-Backbone und Datacenter-Infrastruktur.

Zusätzlich hat Humain Vereinbarungen mit weiteren US-Chipdesignern wie Qualcomm sowie mit Spezialisten wie Groq geschlossen, um die Versorgung mit KI-Hardware über mehrere Lieferketten abzusichern.

US-Chipfreigaben als Voraussetzung für den Ausbau

Für den Sprung vom Beton zur produktiven KI-Compute-Kapazität sind US-Genehmigungen entscheidend. Laut aktuellen Berichten aus Washington erhält Humain die Freigabe für den Export von bis zu 35.000 Systemen auf Basis von „Nvidia-GB300“-Chips oder gleichwertigen Hochleistungsprozessoren aus den USA. Insgesamt geht es um einen Wert von rund einer Milliarde Dollar moderner KI-Beschleuniger.

Die Genehmigungen fügen sich in einen größeren Rahmen ein: Zeitgleich erlaubt die US-Regierung den Export vergleichbarer Stückzahlen an den KI-Anbieter G42 in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Damit etabliert sich der Golf insgesamt als Schwerpunktregion für KI-Infrastruktur auf Basis amerikanischer Halbleiter.

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