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Wie verlaufen die Drähte?

Will man die Energiebilanz verbessern, lohnt sich außerdem ein Blick auf die Kabelführungen im Rechenzentrum. So genannte Patchfelder – das sind Verteilerelemente für Netwerkkabel – helfen, eine strukturierte Verkabelung zu erreichen.
Strom- und Datenkabel gilt es grundsätzlich isoliert voneinander zu verlegen, damit es in Verbindung mit Kupferkabeln nicht zu gegenseitigen Störungen kommt. Positiv auf die Energiebilanz wirkt sich zudem der Einsatz etwas breiterer Rack-Schränke aus.
Diese erlauben es, die Kabel auf der Rückwand großzügiger anzuordnen. Das fördert die Belüftung der IT-Geräte. Auch die Stärke der Kabel wirkt sich auf den Stromverbrauch aus. Dünnere Kabel, die zu den Racks führen, sind zwar günstiger in der Anschaffung, sorgen aufgrund der geringeren Querschnittsfläche im laufenden Betrieb permanent für höhere Leitungsverluste.
Modellrechnungen haben ergeben, dass stärkere Stromschienen dank geringerer Abstrahlung tatsächlich die Energieeffizienz verbessern. Größere Schienen haben zwar einen höheren Anschaffungspreis. Dieser amortisiert sich jedoch meist schon innerhalb nur eines Jahres.
Redundanzen? Ja, aber sinnvoll
Optimierungspotenzial gibt es in vielen Rechenzentren auch bei den Redundanzen. Grundsätzlich gilt es, Redundanzen nur dort aufzubauen, wo sie wirklich absolut notwendig sind und auch beim Betrieb genau hinzuschauen.
Kühlsysteme haben beispielsweise einen sehr guten Teillastwirkungsgrad, das heißt, sämtliche Systeme können mit Teillast betrieben werden. Anders verhält es sich mit der unterbrechnungsfreien Stromversorgung (USV):
Aufgrund des schlechten Teillastwirkungsgrads in diesem Bereich ist der Einsatz modularer USV-Systeme wie „Masterguard Trinergy“ von Emerson Network Power für bis zu 9,6 Megawatt (MW) empfehlenswert. Diese Module schalten sich automatisch je nach Leistungsbedarf und Umgebungsbedingungen ein oder aus und stellen sich je nach Zustand auf maximale Leistungskontrolle, maximale Energieeinsparung oder hohen Wirkungsgrad ein.
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