Ab Frühjahr 2020 gibt es Aktien für Vertiv Holdings

Vertiv verschmilzt mit GSAH und geht an die Börse

| Redakteur: Ulrike Ostler

Vertiv Holdings, ein Platinum Equity-Unternehmen, verbindet sich mit GS Acquisition Holdings Corp., um an die Börse zu gehen.
Vertiv Holdings, ein Platinum Equity-Unternehmen, verbindet sich mit GS Acquisition Holdings Corp., um an die Börse zu gehen. (Bild: Philip Neumann auf Pixabay)

Irgendwie scheint das Rum-und-Num beim Datacenter-Infrastruktur-Ausstatter Vertiv kein Ende zu nehmen. Nun fusioniert die Vertiv Holdings LLC., ein Bestandteil des Platinum Equity-Portfolios, mit der GS Acquisition Holdings Corp., eine Zweckgesellschaft, die von einer Tochtergesellschaft der Goldman Sachs Group, Inc. und David M. Cote gemeinsam finanziert wird, und geht an die Börse.

Der Wert von Vertiv wird derzeit auf rund 5,3 Milliarden Dollar geschätzt. Der Transaktion sind in der vergangenen Woche bereits entsprechende Gerüchte vorausgeeilt, doch nun soll sie im ersten Quartal 2020 abgeschlossen werden. Platinum Equity, hatte Vertiv unter der Firmenbezeichnung Emerson Network Power im Jahr 2016 für rund 4 Milliarden Dollar in bar von Emerson übernommen. Nach Abschluss der jetzigen Transaktion wird der Investor rund 38 Prozent des Unternehmens besitzen - vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen.

Rechtlich gesehen handelt es sich um einen „reverse merger“. Die umgekehrte Fusion wird dazu führen, dass Vertiv in der Lage ist, an die Börse zu gehen, ohne einen Börsengang (Initial Public Offering, IPO) zu durchlaufen; denn das ist ein zeitaufwändiges und teures Verfahren und unterwirft Unternehmen einer größeren Kontrolle.

Die Sponsoren des Deals, einschließlich David M. Cote, Ex-CEO von Honeywell und Chef der GS Acquisition Holdings Corp. (GSAH), sowie Tochtergesellschaften der Goldman Sachs Group, werden etwa fünf Prozent der Vertiv Holdings und die rund 705 Millionen Dollar an Bargeld auf dem Treuhandkonto der (GSAH) halten. Weitere Investoren haben sich verpflichtet, sich an der Transaktion durch eine Privatplatzierung in Höhe von 1,239 Milliarden Dollar zu beteiligen.

Schuldentilgung und Auszahlung der Aktionäre

Die durch den Deal gewonnen Mittel werden verwendet, um den Vertiv-Aktionären (vorbehaltlich etwaig notwendiger Anpassungen) eine Barabfindung in Höhe von 415 Millionen Dollar zu zahlen, die Transaktionskosten und die bestehende Verschuldung von Vertiv auf bis zum 3,6fachen des für 2019 geschätzten, bereinigten EBITDA zu reduzieren. Der Rest der an die Aktionäre von Vertiv zu zahlenden Gegenleistung besteht aus Aktien von GSAH-Stammaktien.

Cote wird zudem als Vorstandsvorsitzender von Vertiv fungieren. Der jetzige Vertiv-CEO Rob Johnson, bleibt auf dieser Position. Cote sagt: „Platinum Equity, Rob Johnson und sein Team haben in den letzten Jahren eine hervorragende Arbeit geleistet und Vertiv auf den langfristigen Erfolg ausgerichtet. Das Unternehmen ist genau das, was wir gesucht haben, mit einer starken Position in einer guten Branche, technologisch differenzierten Produkten, einem starken organischen und anorganischen Wachstumspotenzial und Möglichkeiten zur nachhaltigen Verbesserung im Laufe der Zeit. Zusammenfassend freue ich mich über die kurz- und langfristigen Perspektiven von Vertiv und die damit verbundenen Chancen für die Aktionäre.“

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