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Die EU will Energie-effiziente USVs Unterbrechungsfreie Stromversorgung im Fokus der Ökodesign-Richtlinie

| Autor / Redakteur: Christoph Jehle / Ulrike Ostler

Über die europäische Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG vom 6. Juli 2005, inzwischen abgelöst durch die Richtlinie 2009/125/EG soll der Energieverbrauch von elektrischen Geräten und damit ihr Einfluss auf die Umwelt reduziert werden, ohne dass der Nutzen dieser Geräte dadurch beeinträchtigt wird. Das betrifft auch die Anlagen für unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV).

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Wie hoch ist das Potenzial zur Effizienzsteigerung bei USV-Analgen?
Wie hoch ist das Potenzial zur Effizienzsteigerung bei USV-Analgen?
(Bild: Fernando Madeira/Fotolia.com)

Bisher wurden in Arbeitsplänen Produktgruppen definiert, die möglicherweise über ein relevantes Effizienzsteigerungspotential verfügen. Für diese Produktgruppen werden dann so genannte Vorbereitungsstudien ausgeschrieben, welche die Marktsituation untersuchen, das Effizienzsteigerungspotenzial ermitteln und Vorschläge für Maßnahmen zu Hebung dieser Potentiale formulieren sollen. Auf der Basis dieser Studien erfolgt dann die weitere Diskussion, die letztlich zu einer Verordnung führen kann, die dann als ineffizient erkannte Produkte vom Markt innerhalb der EU ausschließt.

Im Rahmen einer Vorbereitungsstudie werden alle Stakeholder aufgerufen, ihre Sicht der Dinge in die Diskussion einzubringen. Auf Seiten der Stakeholder gibt es meist jedoch nur geringes Interesse an den Studien. Üblich sind die folgenden Verhaltensweisen: die Studie wird ignoriert, es wird kein Feedback auf fachliche Umfragen (Questionaires) gegeben und letztlich gehofft, es würde sich dann auch Nichts ändern.

Aufgrund der festgeschriebenen Prozeduren haben individuelle Stakeholder, das sind Unternehmen und nationale Unternehmensverbände lediglich im Rahmen der Vorbereitungsstudien die Möglichkeit ihre Vorstellungen einzubringen. Danach laufen die weiteren Verhandlungen i.d.R. ohne eine Teilnahme individueller Stakeholder ab.

Arbeit für die unterbrechungsfreie Stromversorgung

Derzeit läuft unter der Bezeichnung „Lot 27: UPS“ eine Vorbereitungsstudie zum Thema „Unterbrechungsfreie Stromversorgung“. Die Studie läuft in acht Schritten (Tasks) ab.

Die Ergebnisse der Tasks 1-6 stehen als Draft auf der Website des Projektes als Download zur Verfügung. Darin wird genau definiert, was unter einer Unterbrechungsfreien Stromversorgung zu verstehen ist und welche Systeme in der Folge Thema der weiteren Betrachtung sind. So sind beispielsweise Anlagen mit rotierenden Elementen wie Notstromdiesel, Schwungräder oder Pumpspeicherkraftwerke nicht Teil der Untersuchungen im Rahmen der Studie.

Im weiteren Verlauf der Untersuchungen wurden vier Base Cases (BC) definiert, die jeweils spezifische Leistungsbereiche des Marktangebots betreffen. BC1 umfasst die in Millionenstückzahlen in Fernost produzierten kleinen Systeme im Bereich bis 1,5 Kilo-Volt-Amper (kVA). Die BC2-BC4 betreffen die größeren Anlagen, die teilweise erst beim Kunden fertig assembliert werden.

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