Chips werden teurer TSMC will Halbleiterpreise um bis zu 20 Prozent erhöhen

Redakteur: Ulrike Ostler

Analysten haben es ja schon vermutet: Aufgrund der anhaltenden Chip-Verknappung werden sich die Preise erhöhen. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, plant die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), der weltgrößte Auftragsfertiger von Halbleitern, nun eine Erhöhung um bis zu 20 Prozent.

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Eine der Fabriken von TSMC im Central Taiwan Science Park in Taichung.
Eine der Fabriken von TSMC im Central Taiwan Science Park in Taichung.
(Bild: / CC BY NaN)

TSMC zählt unter anderem Nvidia, AMD und Apple zu ihrem Kundenstamm. Ohnehin hat das Unternehmen geplant, seine Investitionen in neue Fabriken zu erhöhen. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen angekündigt, rund 100 Milliarden Dollar für neue Fabriken ausgeben zu wollen, um alle neuen Aufträge zu bewältigen. Unter anderem führt das Unternehmen derzeit eine Due-Diligence-Prüfung für eine Fabrik in Japan durch. Und eine Dependance in Deutschland gilt als Option.

Um die Kosten zu decken, sollen die Preise steigen. Zwar erzielt TSMC eine enorme Gewinnspanne - im vergangenen Quartal konnte das Unternehmen eine Nettogewinnspanne von 36 Prozent melden -, doch aufgrund der hohen Investitionen in neue Fabriken und Anlagen ist der Cashflow weniger weniger komfortabel.

Mit höheren Preisen profitiert der Marktführer also von der aktuellen Krise. Wie WSJ schreibt, sollen die Preise für „fortschrittlichsten Chips“ um etwa 10 Prozent steigen, während die anderen einen Aufschlag von bis zu 20 Prozent erwarten müssen. Die Preiserhöhung wird voraussichtlich noch in diesem Jahr oder Anfang nächsten Jahres in Kraft treten.

Laut WSJ habe sich das Unternehmen sich nicht zu seiner Preisgestaltung äußern wollen. Doch zuvor hatte es eingeräumt, einige Rabattregelung für seine größten Kunden zu beenden.

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