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Fujitsu offline Strom weg - Rechenzentrum k.o.

| Redakteur: Ulrike Ostler

Großer Mist. Derzeit rührt Fujitsu die Werbetrommel für „Cloud made in Germany“ und gibt per Video Einblicke ins eigene, hochverfügbare Rechenzentrum. Doch gerade diese Eigenschaft zeichnet das Fujitsu-eigene Rechenzentrum in Kalifornien nicht aus. Denn da ging, bedingt durch einen Stromausfall, das Licht aus und Cloud-Services offline.

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Fujitsu wirbt für Outsourcing „Made in Germany“ mit einer virtuellen Entdeckungstour in einem der hauseigenen Rechenzentren.
Fujitsu wirbt für Outsourcing „Made in Germany“ mit einer virtuellen Entdeckungstour in einem der hauseigenen Rechenzentren.
(Bild: Fujitsu )

Wie das US-Medium „Network World“ berichtete, fiel kürzlich im Fujitsu-Datacenter, das im Silicon Valley steht, zunächst der Strom aus, dann streikten eine Reihe von Cloud-Services. Begonnen habe der Stromausfall am 22. August, die Cloud-Kunden von Fujitsu hatten allerdings fünf Tage etwas davon.

Das Rechenzentrum in Sunnyvale ist kein kleines: Die IT steht auf 32.000 Quadratmeter Doppelboden und das Datacenter benötigt bis zu 5,5 Megawatt Strom. Es ist mit Wasserstoff-Brennstoffzellen ausgestattet, die bis zu 14 Prozent des Energiebedarfs abdecken.

Noch ist unklar, warum das Rechenzentrum trotz redundanter Stromversorgung ausfallen konnte, und warum die Ersatz-Komponenten den Betrieb nicht sichern konnten. Denn erst vor Kurzem wurden die Arbeiten an einem „Multi-Millionen-Dollar-Upgrade“ beendet, teilt Fujitsu mit. Darin inkludiert waren der Einbau von fünf Dieselgeneratoren und acht USV-Systemen. Warum diese die diagnostizierte Fehlfunktion der Transformatoren nicht ausgleichen konnten ….?

Betroffen waren der Public-Cloud-Service „TPS5” sowie private hosted Cloud-Dienste und andere Infrastruktur-Services. Das Unternehmen teilt mit, es habe jedoch umgehend die betroffenen Kunden informiert und Support bereitgestellt, um die Auswirkungen bei den Betroffenen zu minimieren.

Fujitsu in Deutschland teilt derweil mit, dass hierzulande weder IT-Services noch deutsche Rechenzentren von dem Ausfall tangiert wurden.

Laut USV-Spezialist Eaton, der mit seinem “Blackout Tracker“ Stromausfälle dokumentiert, litt Kalifornien unter den US-Bundesstaaten im vergangenen Jahr häufiger unter solchen. Der Gesamtschaden, den diese Blackouts in den USA hervorrufen, belaufen sich nach Schätzungen von Eaton auf 150 Milliarden Dollar.

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