Open-E DSS bei der Universität Erlangen-Nürnberg

Speicher satt für die fränkische Denkschmiede

10.09.2008 | Autor / Redakteur: DataCenter-Insider.de / Florian Karlstetter

Problemloser Einbau: Das Open–E DSS–Betriebssystem ist auf einem USB–Flash–Modul installiert.
Problemloser Einbau: Das Open–E DSS–Betriebssystem ist auf einem USB–Flash–Modul installiert.

In vielen Virtualisierungsprojekten ist eine der wichtigsten Komponenten der Storage-Bereich. Ohne leistungsfähigen und zuverlässigen Speicher können die Virtualisierungssysteme ihre volle Leistung nicht ausspielen und schlimmstenfalls zu einem kompletten Ausfall der Lösung führen.

Diese Anforderungen gelten auch für den hier vorgestellten Fall, der als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Lehrstühle der Universität Erlangen-Nürnberg hohe Ansprüche an die Server und vor allem an die Speicherlösung stellt.

Die Planung und Realisierung des Projektes werden von Diplom-Informatiker Jens-Henrik Söldner verantwortet, der neben den rein organisatorischen Aufgaben bei der Koordination zwischen den Bereichen auch die Auswahl der optimalen Hard- und Software gewährleisten muss. „Wie so oft in universitären Projekten waren die Anforderungen neben den technischen Faktoren auch ein möglichst attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen“, so Jens-Henrik Söldner. „Zudem sollten sowohl die Serverinfrastruktur als auch das Speichersystem möglichst skalierbar und wachstumsorientiert sein.“

Ausgangssituation

Als Gemeinschaftsprojekt mit anderen Wirtschaftsinformatik-Lehrstühlen der Uni Erlangen-Nürnberg soll ein virtuelles Clustersystem für die kostengünstige Virtualisierung von Laborserversystemen errichtet werden. Als Basis dient dafür der VMware ESX Server 3.5 auf insgesamt drei Serversystemen.

Für diese Serversysteme ist ein zentraler Storage unabdingbar, da die Maschinen nach Bedarf auf unterschiedliche ESX-Server verschoben werden sollen.

Dazu müssen die entsprechenden Lösungen für Load Balancing (Lastverteilung) und High Availability (Hochverfügbarkeit) bereitgestellt und vor allem zuverlässig und leistungsoptimiert eingerichtet werden. Dazu zählen auch die Storage-Systeme. Die Auswahl der Storage-Systeme stellte sich als nicht ganz einfach heraus, da speziell im universitären Bereich viel mit Open Source gearbeitet wird.

Storage-Auswahl

In einem ersten Schritt war zunächst der Betrieb mit dem iSCSI-Target von SUSE Enterprise 10 geplant. Im Rahmen der Evaluierung ergaben sich dann jedoch einige Einschränkungen, die für das Projekt erhebliche Probleme bereitet hätten. „Wir haben uns dann in weiteren Evaluierungsrunden für die Lösung von Open-E entschieden“, führt Söldner aus. „Das DSS-Betriebssystem liefert alle erforderlichen Funktionen und die notwendigen Leistungsparameter, die im Rahmen unseres Projektes definiert wurden.“

Data Storage Server

Der Open-E DSS (Data Storage Server) ist ein vollständiges IP- und FC-Storage-Betriebssystem (FC = Fibre Channel), das NAS-, iSCSI und FC-Funktionalität (Target und Initiator) in einer einzigen Applikation mit einfacher Bedienung und hoher Ausfallsicherheit für Unternehmen jeder Größe bietet. Die Storage-Server-Lösung stellt eine schnelle, zuverlässige und skalierbare Plattform für IP-Storage bereit, die sowohl den gemeinsamen Dateizugriff und die Speicherkonsolidierung als auch Backup und Wiederherstellung ermöglicht.

Ein weiterer in der heutigen Zeit sehr relevanter Bereich ist die Virtualisierung oder Replizierung, die vom DSS abgedeckt wird.

Da das Betriebssystem für Umgebungen mit dedizierten Speicher- und Unternehmensnetzwerken optimiert wurde, eignet sich die Lösung speziell für Netzwerkumgebungen mit vielen Clients oder Anwendungen mit hoher Speicheranforderung. Die Unterstützung von Windows-, NIS- oder LDAP-Domänen ermöglicht eine problemlose Erweiterung der vorhandenen IT-Infrastruktur. Die webgestützte grafische Benutzeroberfläche für Verwaltung und Administration gewährleistet eine zuverlässige Kontrolle der Speichereinheit und Backup-Prozesse für die Sicherung wichtiger Daten.

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