Platform Engineering etabliert sich als gängige Praxis für Software-Entwicklungsteams. Das zeigt eine Studie im Auftrag von Cloudbees. 83 Prozent der Befragten haben Platform Engineering entweder vollständig implementiert oder befinden sich in der Implementierungsphase.
Entwickler verbringen nur zwischen 12,5 und 30 Prozent ihrer Zeit pro Woche mit dem Schreiben von Code.
Dies hat IT- und DevOps-Führungskräfte dazu veranlasst, neue Wege zur Steigerung der Entwicklerproduktivität zu suchen. Platform Engineering hat ihr Interesse geweckt, weil es Best Practices zur Verbesserung der Entwicklererfahrung (DevEx) und der Entwicklerproduktivität etablieren kann. Mit der Einführung von Platform Engineering können Entwickler erheblich entlastet werden.
Gründe für die Einführung von Platform Engineering
Die Studie „Platform Engineering in 2023: Rapid Adoption and Impact“ zeigt, dass Platform Engineering in erheblichem Umfang eingeführt oder geplant ist (83 Prozent). Ein Fünftel der befragten Organisationen hat Platform Engineering bereits vollständig implementiert, ein weiteres Drittel Prozent arbeitet daran. Elf Prozent haben kürzlich damit begonnen und 19 Prozent befinden sich in der Planungsphase. Nur 17 Prozent der Befragten haben keine Pläne zur Einführung von Platform Engineering.
Die fünf wichtigsten Gründe für Platform Engineering kommen in der Befragung jeweils auf rund 20 Prozent. Das bestätigt die vielfältigen Vorteile von Platform Engineering für Entwickler und DevOps-Teams. Die fünf wichtigsten Gründe sind Entwicklerproduktivität (21 Prozent), die Implementierung von Pipelines für kontinuierliche Integration und Bereitstellung (Continuous Integration and Deployment, CI/CD) (20 Prozent), die Standardisierung von Tools und Prozessen sowie Sicherheitsverbesserungen (jeweils 20 Prozent). Infrastructure as Code (IaC) liegt mit 19 Prozent nur knapp dahinter.
Auswirkungen auf das Geschäft
Durch den Aufschwung von DevOps in den letzten zehn Jahren wurden viele Aufgaben in der Prozesskette zeitlich nach vorne verlagert („shift left“). Das überforderte viele Entwickler und lenkte sie ab von der Programmierung und der Schaffung von Innovationen.
Unternehmen investieren in Platform Engineering, um mehrere Anforderungen zu erfüllen. Im Einklang mit dem Fokus auf die Entwicklerproduktivität sind die wichtigsten Anwendungsfälle für Platform Engineering das Management von Entwicklungs-/Test-/Produktionsumgebungen (22 Prozent), das CI/CD-Pipeline-Management und (21 Prozent) und Platform as a Service für Entwickler (18 Prozent).
Ziele der Plattformentwicklung und Erfolgsmessung
Praktisch alle wichtigen Platform-Engineering-Ziele drehen sich um eine bessere Erfahrung für Entwickler (DevEx) und eine erhöhte Produktivität. Die höchstbewerteten Ziele sind Selbstbedienungsfunktionen für Entwickler (29 Prozent), einfache Implementierung (25 Prozent) und die Erfüllung der Entwicklerbedürfnisse (20 Prozent). Bei der Erfolgsmessung für Platform-Engineering-Teams rangiert Entwicklerproduktivität mit 23 Prozent an erster Stelle, gefolgt vom Erreichen interner Kennzahlen (Key Performance Indicators, KPI) mit 19 Prozent, Kostenkontrolle (16 %) und der Eindämmung des Tool-Wildwuchses (13 Prozent).
Schließlich zeigt die Studie, dass Platform Engineering innerhalb eines Unternehmens unterschiedlich angesiedelt ist. Am häufigsten wird es in den Gruppen Cloud Engineering (30 Prozent) oder Infrastruktur (25 Prozent) angesiedelt. Auch die Entwicklungsabteilung (20 Prozent), Shared Services (13 Prozent) und Operations (13 Prozent) sind gängige Optionen.
„Platform Engineering ersetzt DevOps keineswegs, sondern setzt vielmehr eigene Schwerpunkte und beinhaltet eine Reihe von Ingenieursdisziplinen, die DevOps ergänzen“, erläutert Sacha Labourey, Chief Strategy Officer bei Cloudbees. „Die Studie zeigt, dass Platform Engineering weitverbreitet ist und von vielen Unternehmen als Schlüssel maximaler Effizienz in der Softwareentwicklung angesehen wird. Unsere kürzlich angekündigte DevSecOps-Plattform hilft Unternehmen dabei, die Möglichkeiten von Platform Engineering zu nutzen und ihre DevOps-Verfahren auf die nächste Stufe zu heben.“
Stand: 08.12.2025
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