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Telekom sowie Cloud & Heat probieren nachhaltinges Gaming Pilotprojekt angesichts der Gamescon mit Wasserkühlung

Redakteur: Ulrike Ostler

Heute beginnt die Spielemesse „Gamescon“ - virtuell versteht sich. Und die Telekom startet zusammen mit Cloud & Heat Technologies einen Piloten, um den Stromverbrauch und damit die Umweltbelastung der Gaming-Server zu reduzieren

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Nicolas Röhrs, Geschäftsführer und Mitgründer von Cloud & Heat Technologies, hebt hervor: „Die Zukunft der Spielebranche liegt im Cloud-Gaming. Wir freuen uns, mit unserer Technologie einen entscheidenden Beitrag zu leisten, um die nötigen IT-Infrastrukturen nachhaltiger zu machen.“
Nicolas Röhrs, Geschäftsführer und Mitgründer von Cloud & Heat Technologies, hebt hervor: „Die Zukunft der Spielebranche liegt im Cloud-Gaming. Wir freuen uns, mit unserer Technologie einen entscheidenden Beitrag zu leisten, um die nötigen IT-Infrastrukturen nachhaltiger zu machen.“
(Bild: Cloud & Heat)

Game Streaming ist der große neue Trend in der Videospiele-Branche. Streaming-Anbieter, wie „Magenta Gaming“ der Telekom, verwandeln dabei nahezu jedes Endgerät wie PC, Smartphone oder Smart-TV in eine High-End-Gaming-Konsole. So sind virtuelle Abenteuer auch ohne teure Hardware immer und überall möglich.

Eine aktuelle Studie von ABI Research vom Juni 2020 geht davon aus, dass 2024 mehr als 42 Millionen aktiven Nutzer weltweit das Angebot wahrnehmen werden und damit einen Umsatz von mehr als 3,8 Milliarden Euro generieren. Da die Berechnungen der Gaming-Streams nicht lokal, sondern in Hochleistungsrechenzentren stattfinden, steigen die Rechenleistung und der Stromverbrauch der Serveranlagen.

Dabei übertrifft der Energiebedarf für diese Anwendungen den des Streaming von Filmen oder Musik um ein Vielfaches. Das massive Wachstum und die damit einhergehenden Probleme führen zu einem Umdenken - bei manchen Anbietern.

Der Plan von Telekom sowie Cloud & Heat

So startet die Telekom zusammen mit Cloud & Heat Technologies einen Piloten, um den Stromverbrauch und damit die Umweltbelastung der Gaming-Server zu reduzieren. Wesentlich dabei ist die direkte Wasserkühlung der Server. Denn ein wassergekühltes Rechenzentrum ist von Haus aus effizienter als rein rein luftgekühlte Rechenzentren, denn der Stromverbrauch für die der Kühlung sinkt signifikant.

Die Telekom setzt für iht Game-Streaming-Angebot auf Serverkühlung von Cloud & Heat.
Die Telekom setzt für iht Game-Streaming-Angebot auf Serverkühlung von Cloud & Heat.
(Bild: Cloud & Heat)

Zudem wird die Abwärme zum Beheizen von Gebäuden genutzt. Beides führt zu einer deutlichen Reduktion des CO2-Ausstoßes. Für diese nachhaltige und zukunftsweisende Implementierung hat die Telekom kürzlich das „Efficient Solutions Label“ der Solar Impulse Foundation erhalten.

Bis zu 70 Prozent Energie-Ersparnis dank Cloud-&-Heat-Technik

Für das Projekt Magenta Gaming hat Cloud & Heat das Hochleistungsrechenzentrum in Bonn mit einer Heißwasser-Direktkühlung ausgestattet und gemeinsam mit der Telekom-Tochter Power and Air Solutions die Kühl- und Gebäudeinfrastruktur entwickelt. Das wassergekühlte Server-Rack wurde auf Basis der leistungsfähigen „Nvidia-RTX“-Grafikkarten konzipiert und hat während der Beta-Phase die Zielsetzung – verglichen mit einer herkömmlichen Luftkühlung –, Energie-Ersparnisse von rund 30 Prozent nachzuweisen.

Gleichzeitig reduziert sich auch die Umweltbelastung: Im Vergleich zu Gaming-PCs spart das Cloud-Gaming mit einem wassergekühlten RTX-Server bei einer Auslastung von 160 Spielern während einer Stunde Spielzeit über 44.000 gCO₂ (etwa 70 Prozent). Die entspricht einer Fahrt mit einem durchschnittlichen PKW von Hamburg nach Nürnberg von ungefähr 570 Kilometern.

Dominik Lauf, Program Lead Magenta Gaming, Deutsche Telekom AG, teilt die vorausgegangenen Überlegungen mit: „Eines unserer Kernüberlegungen bei der Lokalisierung unserer Gaming Datencenter war neben möglichst geringen Latenzen und Entfernungen zu den Kunden auch die Verfügbarkeit von Strom und Abwärmeleistung. Mit der Technologie von Cloud & Heat versprechen wir uns damit nochmal effizienter zu werden und vor allem natürlich einen großen Beitrag zur Umwelt zu leisten.“

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