Mit Power8 stellt IBM den Open-Source-Prozessor und eigene neue Server vor

Open-Server-Innovationsmodelle analysieren Daten im Rekordtempo

| Redakteur: Ulrike Ostler

IBM stellt Power-8-basierte Systeme vor; im Bild: "S812L" (oben) und "S824"
IBM stellt Power-8-basierte Systeme vor; im Bild: "S812L" (oben) und "S824" (Bild: IBM)

Mit Scale-Out-Modellen von unter 7.000 bis 150.00 Euro will IBM mit seiner jüngsten Power-basierten Server-Generation der x86-Konkurrenz endlich die Stirn bieten können. Prozessor- und Rechner-Design sind auf Cloud-Computing und Big Data ausgerichtet, die Plattform „Open Power“ offen.

„Mit Power8, erläutert Ingolf Wittmann, Technical Director bei IBM in Deutschland, „haben wir das Prozessor-Design offen gelegt. IBM baut die Recheneinheit nur noch.“ Ist das also ein entscheidender Schritt zur Open-Source-Hardware? Wittman sagt: „Einen ersten White-Label-Server gibt es schon – von Tyan“.

Er gibt weiter zu bedenken, Samsung sei Mitglied in der Open Power Foundation und China sei bis vor kurzem, vor dem NSA-Skandal, ein großer Markt für Power-Systeme gewesen und überrasche immer wieder mit eigenen Produkten. Zudem hoffe man bei IBM auf die großen Provider wie Google, die ohnehin eigene Rechner bauten. Google habe erst einen großen Benchmark-Test zu Power-Prozessoren abgeschlossen. Außerdem sei Power8 auch für Partner wie Bull eine gute Wahl.

OpenPower - offene Innovationen

Zur Erklärung: In einem Schritt, der in Kontrast zu den proprietären Geschäftsmodellen anderer Chip-und Server-Hersteller steht, gab IBM durch die OpenPower-Foundation detaillierte technische Spezifikationen für seine Power8 Prozessoren bekannt. Somit sind Entwicklungsunternehmen und Mitbewerber eingeladen, Innovationen auf der Prozessor- wie auch Server-Ebene einzubringen.

Vorgestellt wurden die OpenPower-Fortschritte jetzt auf dem „Open Innovation Summit“ durch die OpenPower Foundation. Dieses ist eine offene Entwickler-Community, die sich für technologische Innovation in Rechenzentren auf Basis offener Hardware-Konzepte einsetzt.

Als Organisation im Dezember 2013 gegründet, von Google, IBM, Mellanox Technologies, Nvidia und Tyan, stellt die Foundation Power-Hardware und -Software für offene Entwicklung zur Verfügung und macht Power-bezogenes geistiges Eigentum (IP) für andere Hersteller lizenzseitig verfügbar. Das Bestreben von OpenPower: Die Organisation, die mittlerweile auf mehr als zwei Dutzend Mitglieder angewachsen ist, darunter globale Hardware- und Software-Vordenker, erweitert damit sein Ökosystem und gibt der Anbietern und Nutzern von Informationstechnologie einen echten Mehrwert durch offene Innovation.

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