Quantencomputing

Natwest testet Digital Annealer von Fujitsu

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Digital Annealing Unit (DAU) von Fujitsu
Die Digital Annealing Unit (DAU) von Fujitsu (Bild: Fujitsu)

Die Bank Natwest will den „Digital Annealer“ (DAU) von Fujitsu etwa dazu nutzen, den Mix aus liquiden Mitteln wie Anleihen, Bargeld und Staatsanleihen zu optimieren. Mithilfe von Annealer werden Qubits - die Grundeinheiten des Quantencomputings, die in der Lage sind, sowohl 1 als auch 0 gleichzeitig darzustellen - in einer digitalen Schaltung emuliert.

Fujitsus Digital Annealer wurde 2016 angekündigt und seit Mai dieses Jahres kommerziell als Cloud-Service verfügbar, zusammen mit spezialisierter Software, die vom kanadischen Startup 1Qbit entwickelt wurde (siehe: Die disruptive Kraft von Quantencomputing, 2018 ist das entscheidende Jahr für Quantencomputer).

Im Gegensatz zu echten Quantencomputern, die Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt (-273,15°C) erfordern, lässt sich der Digital Annealer von Fujitsu bei Raumtemperatur verwenden. Die aktuelle Iteration des Systems verwendet 1.024 Bit, die über eine vollständige Bonding-Konnektivität verfügen.

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Im Moment plant Natwest den Einsatz des Dgital Annealer nur in einem Proof of Concept (PoC). Doch laut Fujitsu ist die Optimierung des Finanzanlagenmixes einer Bank bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung eines akzeptablen Risikoniveaus eine komplexe Aufgabe, die in der Regel erhebliche Investitionen in Zeit und Geld erfordert. Ein Digital Annealer könne solche Workloads bis zu 300 mal schneller als herkömmliche Server und mit einem höheren Maß an Genauigkeit verarbeiten.

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