Höhere Übertragungssicherheit bei Glasfaser bei Dätwyler

Multimode-Fasern nur noch in biegeoptimierter Ausführung

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Faserkategorien OM2, OM3 und OM4 gibt es bei Dätwyler nur noch in Ausführungen, die als unempfindlich für Biegungen gelten. (Bild: Dätwyler)
Die Faserkategorien OM2, OM3 und OM4 gibt es bei Dätwyler nur noch in Ausführungen, die als unempfindlich für Biegungen gelten. (Bild: Dätwyler)

Dätwyler bietet die Faserkategorien OM2, OM3 und OM4 nur noch als biege-unempfindliche G50/125µm-Multimode-Fasern an.

Biege-unempfindliche Fasern im LAN und im Datacenter bieten eine höhere Sicherheit für die optische Übertragung. Sie reduzieren das Risiko zusätzlicher Dämpfungen, die durch typische Nutzungsfehler und mechanischen Stress entstehen können. Die Umstellung soll ohne Preiserheuung stattfinden.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Steckverbindungen zwischen biegeunempfindlichen und herkömmlichen Multimode-Fasern vollständig kompatibel sind und dass die neue Fasergeneration keinen Einfluss auf die Einfügedämpfung von Lichtwellenleiter (LWL) -Verbindungen oder auf die Bandbreite der Übertragungsstrecken hat.

Bei Standard-Multimode-Kabeln, bei denen die Dämpfungsbudgets mit steigenden Datenraten ohnehin immer knapper bemessen sind, können Nutzungsfehler oder mechanischer Stress die Dämpfung einer Glasfaserstrecke schnell so weit erhöhen, dass reduzierte Übertragungsraten oder sogar Ausfälle die Folgen sind. Auslöser sind häufig kleinere installationsbedingte Zusatzdämpfungen, die durch Mikro- und Makrobeding entstehen und die zunächst unauffällig sind.

Ursachen für zu viel Dämpfung

Der für einen Link maximal zulässige Dämpfungswert wird dann überschritten, wenn auf der Strecke zusätzliche Dämpfungen entstehen. Beispiele dafür sind Verschmutzungen und Abnutzungserscheinungen der optischen Steckverbindungen oder auch Patches, bei denen der Biegeradius des LWL-Patchkabels unterschritten wird.

Der Einsatz biegeunempfindlicher G50/125µm-Multimode-Fasern reduziert diese Risiken erheblich. Selbst bei mehreren vollständigen 360-Grad-Windungen der Fasern bleibt die zusätzlich auftretende Dämpfung vergleichsweise gering.

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