Neue 14 Nanometer für Intel-CPU

Mit Skylake bringt Intel Core-Prozessoren der Generation 6

| Redakteur: Klaus Länger

Mit den Skylake-Prozessoren will Intel alle Bereiche von Moibile- und Desktop-Rechnern abdecken: Vom Compute-Stick und Tablet bis hin zur mobilen Workstation und zum Gaming-Boliden.
Mit den Skylake-Prozessoren will Intel alle Bereiche von Moibile- und Desktop-Rechnern abdecken: Vom Compute-Stick und Tablet bis hin zur mobilen Workstation und zum Gaming-Boliden. (Bild: Intel)

Auf der IFA in Berlin hat Intel die Core-Prozessoren der sechsten Generation nun offiziell vorgestellt. Insgesamt 48 Varianten des 14-Nanometer-Prozessors mit neuer Architektur sollen in den folgenden Monaten auf den Markt kommen.

Nach dem Vorgeschmack auf die neuen „Skylake“-Prozessoren mit der Präsentation der für Spieler gedachten „Core i7-6700K“ und „i5-6600K“ auf der Spielemesse „Gamescom“ im August nutzt Intel nun die IFA in Berlin als Bühne für die Vorstellung der übrigen Modelle für Tablets, 2-in-1-Geräte, Notebooks, All-in-One-Rechner, Desktop-PCs und sogar Compute-Sticks. Nicht weniger als 48 Modellvarianten des Skylake-Prozessors sollen im Lauf der kommenden Monaten auf den Markt kommen.

Breite Modellpalette

Im Gegensatz zu „Broadwell“, dem ersten 14-Nanometer-Prozessor von Intel, soll Skylake die komplette Bandbreite der Desktop- und Mobile-Prozessoren abdecken. Dabei gliedert Intel die Modellpalette in fünf verschiedene Serien: Die „Y-Serie“ als Ablösung für die „Core-M“-Prozessoren, die „U-Serie“ für kompakte-Notebooks, Mini-PCs und portable All-in-One-Rechner, die „H-Serie“ für leistungsstarke Notebooks und schließlich die „S-Serie“ für Desktop-PCs und stationäre All-in-One-Rechner.

Die CPUs der Y-Serie werden als Core m3, m5 und m7 sowie auch als Pentium 4405Y erscheinen. Sie sind mit 4,5 Watt TDP auf eine möglichst niedrige Leistungsaufnahme getrimmt, um in Tablets oder Ultrabooks ohne Lüfter auszukommen. Intel wird diese Prozessoren auch für stärkere Compute-Sticks einsetzen. Auch die sollen im Gegensatz zu den „Atom“-Modellen der ersten Generation mit passiver Kühlung auskommen.

Die niedrigere Leistungsaufnahme der m-CPUs mit zwei Cores und Hyperthreading erreicht Intel einerseits durch eine reduzierte Taktfrequenz, andererseits durch die im Vergleich zu den U-Modellen sparsamere aber auch langsamere HD-515-GPU im Prozessor. Im Vergleich zum Core M ist der Y-Skylake mit 20 x 16,5 mm noch kleiner geworden, was beispielsweise den Einsatz größerer Akkus zulässt. Er ist als einziger Skylake-Prozessor auf die Nutzung von DDR3L oder LPDDR3 als Arbeitsspeicher beschränkt, die anderen Skylake-Serien unterstützen auch DDR4.

Für eine höhere Grafik-Leistung

Die Dual-Core-Prozessoren der U-Serie mit 15 oder 28 Watt TDP warten mit deutlich höheren Taktraten und stärkeren Grafikeinheiten auf. Die Basis-GPU mit 24 Ausführungseinheiten (EUs) trägt die Bezeichnung HD 520, daneben gibt es auch Modelle mit Grafikeinheiten, die mit 48 EUs ausgestattet sind. Erstmals wird es auch U-Prozessoren mit 15 Watt TDP und Iris-Grafik sowie 28-Watt-Modelle geben, bei denen die GPU durch 64 MB eDRAM als zusätzlichem Pufferspeicher unterstützt wird. Sie werden aber frühestens im vierten Quartal des Jahres verfügbar sein.

Die H-Modelle gibt es mit zwei (i3) oder vier Cores (i5 und i7). Die Core-i7-Prozessores verfügen zudem über einen größeren L3-Cache mit bis zu 8 MB. Im Gegensatz zu Y- und U-Serie sitzt der Chipsatz hier nicht mit mit der CPU in einem Gehäuse, sondern ist separat.

Zum Einsatz kommen die neuen Chipsätze der Serie 100 mit PCIe 3.0. Mit dem i7-6820HK gibt es erstmals eine Mobile-CPU mit offenem Multiplikator für einfacheres Übertakten. Auf die H-Modelle mit der schnellsten integrierten GT4-Grafik mit 72 EUs und 128 MB eDRAM wird man bis 2016 warten müssen. Schließlich sind die Broadwell-Modelle mit Iris Pro 6200 gerade erst auf den Markt gekommen. Eng verwandt mit der H-Serie sind übrigens die ersten Mobile-Xeon-Prozessoren von Intel, die etwa Lenovo in den mobilen Workstations „Thinkpad P50“ und „P70“ einsetzt.

Mit der S-Serie bringt Intel erstmals wieder seit Haswell eine gesockelte CPU für Desktop-Rechner. Analog zur H-Serie hat Intel auch hier i3-CPUs mit zwei Kernen sowie i5- und i7-CPUs mit vier Kernen im Angebot.

Die i7-Modelle beherrschen auch hier Hyperthreading. Mit seinem Sockel 1151 benötigen die Skylake-Modelle neue Mainboards mit Serie-100-Chipsatz. Sie sind in der Regel für DDR4 als Speicher ausgelegt. Zur S-Serie gehören auch die auf der Gamescom vorgestellten K-Modelle mit höherem Übertaktungspotenzial mit 91 Watt TDP. Gesockelte Prozessoren mit Iris- oder Iris-Pro-Grafik wird es auch bei Skylake nicht geben.

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