Mini-, Micro- oder sogar Nano-Service-Applikationen und andere Größenordnungen Micro Focus zu den Micro- und Maxi-Trends für 2021

Redakteur: Ulrike Ostler

Das Jahr 2021 steht ganz im Zeichen von Transformationsprozessen, die vor allem durch die besondere Situation 2020 in Gang gesetzt wurden. Allerdings sind viele Veränderungen bereits seit mehreren Jahren auf den Agenden der IT-Abteilungen und variieren von Micro-Veränderungen, die sich auf das große Ganze auswirken, bis zu Maxi-Veränderungen, die Einfluss auf kommende Generationen von Mitarbeitern haben werden.

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Keine Prognose für 2021 ohne Einbezug der COVID-19-Auswirkungen. Micro Fokus zieht darüber hinaus ganz eigene Schlüsse.
Keine Prognose für 2021 ohne Einbezug der COVID-19-Auswirkungen. Micro Fokus zieht darüber hinaus ganz eigene Schlüsse.
(Bild: iXimus auf Pixabay)

Vier Experten von Micro Focus geben einen Einblick in unterschiedlich große Trends, die im Jahr 2021 warten.

1. Nano: Micro-Zertifizierungen und Continuous Complianc

In der sich schnell wandelnden Arbeitsumgebung sowie einer wechselnden Belegschaft müssen Compliance- und Governance-Teams sich um verschiedene Zertifikate für bestimmte Zugriffsrechte kümmern. Auch Point-in-Time-Zertifikate führen sie immer häufiger aus, um Zugriff nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu ermöglichen. Damit ist auch sichergestellt, dass ehemalige Mitarbeiter keinen Zugang zu Unternehmensdaten behalten. Gerade bei zahlreichen Mitarbeitern können IT-Teams so sicherstellen, dass ihre Unternehmen jederzeit Compliance-konform bleiben und den kommenden Audit-Anforderungen immer einen Schritt voraus sind.
Rob MacDonald, Director Solutions Strategy, Micro Focus

2. Micro: API-orientierte Architekturen sind entscheidend für den Unternehmenserfolg

Unternehmen erleben einen internen Wandel von großen, monolithisch aufgebauten Applikationen hin zu Mini-, Micro- oder sogar Nano-Service-Applikationen. Dieses Modell, Applikationen in kleinere Teilleistungen aufzugliedern, wird von vielen agilen Unternehmen bevorzugt, um kleinere, inkrementelle Änderungen bereitzustellen.

All diese als 'x-service'-definierten Anwendungsmodelle basieren häufig auf dem gleichen Interaktionsmodell – (RESTful-) APIs. Das Aufbrechen einer API in einer monolithischen Anwendung kann problematisch sein. Das Aufbrechen einer API, die von mehreren anderen Diensten in einer x-Service-Modell-Anwendung verwendet wird, kann hingegen die gesamte Anwendung offline schalten.

Die Versionsverwaltung von Anwendungs-APIs ist ein Ansatz zur Behandlung von Service-Interaktionen. Zu bedenken bleibt jedoch, dass API-Abhängigkeitsmodelle oder eine AoA (API-oriented Architecture) bei zunehmender Größe schnell sehr komplex werden können. Der zusätzliche Einsatz von Microservices erhöht den Grad der Anwendungskomplexität mitunter noch.

Dennoch sind APIs ein wertvolles Hilfsmittel für die interne IT-Struktur. Die Frage, mit denen sich IT-Teams im nächsten Jahr beschäftigen müssen ist nun, wie man in Zukunft mit AoAs verfahren sollte und wie man sie bestmöglich zum Einsatz bringen kann?
Julian Fish, Director of Product Management, Micro Focus

3. Milli: Shift-Left-Multiplikator-Effekt

Der Shift-Left-Ansatz erfreut sich bei der Produktentwicklung immer größerer Beliebtheit: Testings werden bereits zu Beginn des Entwicklungsprozesses durchgeführt, um Problemen bereits vor dem Release auf die Schliche zu kommen. Für eine langfristige Kundenbindung sind ein sicherer, problemloser Betrieb und eine nahtlose Bereitstellung von Updates essentiell. Denn Verbraucher sind immer weniger nachsichtig und schauen sich schneller nach Alternativen um, die sich als zuverlässiger erweisen.

Mit Beginn des Jahres 2021 werden die Entwicklungsteams einen einheitlicheren Ansatz für Shift-Left-Testprozesse anwenden, die Funktions-, Performance- sowie Applikationssicherheit in die agile Entwicklungsumgebung integrieren.
Malcolm Isaacs, Head of Product Marketing, Functional Testing and SAP Modernization, Micro Focus

4. Mega: Die berufliche Zukunft des „Abschlussjahrgangs 2021“ unterstützen

Auch im kommenden Jahr werden Hochschulabsolventen ihre Reise auf dem Arbeitsmarkt beginnen. Diese laufen jedoch ernsthaft Gefahr, völlig abgekoppelt zu werden: Einstellungsstopps aus Kostengründen sorgen leider dafür, dass sie mitunter nicht nahtlos ins Berufsleben einsteigen können.

Gerade die Technologieindustrie muss jungen Menschen als Mentor zur Seite stehen und ihnen helfen, die entsprechenden Fertigkeiten zu erwerben, die sie für eine Zukunft in diesem Sektor brauchen. Wenn Vollarbeitsplätze nicht angeboten werden können, sollten Unternehmen trotzdem virtuelle Arbeitserfahrungen und bezahlte Praktika anbieten, um ihnen den Einstieg ins Berufsleben und ihre ersten Berufsjahre zu erleichtern.
Sarah Atkinson, Director, Corporate Social Responsibility at Micro Focus

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