Der IT-Freelancer als Wirtschaftsfaktor

Konzerne mögen Freiberufler, Mittelständler das Systemhaus vor Ort

| Redakteur: Ulrike Ostler

Oft sollen IT-Freiberufler dort helfen, wo IT-Projekte drohen auszutrocknen, weil Kow-how oder Personal-Ressourchen fehlen.
Oft sollen IT-Freiberufler dort helfen, wo IT-Projekte drohen auszutrocknen, weil Kow-how oder Personal-Ressourchen fehlen.

IT-Freelancer bleiben wichtig für den IT-Projektmarkt. Das zeigt eine aktuelle Lünendonk-Marktsegmentstudie 2012. Insbesondere profitieren Unternehmen des gehobenen Mittelstandes und große Unternehmen ab 5000 Mitarbeiter. Mit 43,9 Prozent der Umsätze sind sie die größte Kundengruppe.

Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk GmbH, erläutert, warum dieses Zusammenspiel von großen Unternehmen und Freiberuflern so erfolgreich ist: „Die großen Unternehmen gewinnen durch die Zusammenarbeit mit IT-Beratungsunternehmen und IT-Freelancern wichtige Flexibilität, um Veränderungen der Unternehmensprozesse zu realisieren.“ Kleinere Firmen hingegen beauftragten eher das regionale Systemhaus, das eine Komplettlösung aus Hardware, Software und Implementierung liefere, so Lüerßen weiter.

Auch sei bei mittelständischen Unternehmen die Direktbeauftragung aus dem persönlichen Netzwerk noch weiter verbreitet als bei Großunternehmen oder Konzernen. Diese beauftragten die IT-Freelancer immer häufiger ausschließlich über Anbieter von Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung freiberuflicher IT-Experten.

Die zweitgrößte Kundengruppe der IT-Freiberufler sind große Unternehmen, die 3.000 bis 4.999 Mitarbeiter beschäftigen. Durchschnittlich erzielen die von Lünendonk analysierten Studienteilnehmer mit diesen Kunden 21,6 Prozent ihrer Umsätze.

Die Vermittler

Der gehobene Mittelstand mit 1.000 bis unter 3.000 Mitarbeitern stellt die drittwichtigste Kundengruppe dar. Der Umsatzanteil, den die führenden Anbieter mit dieser Kundengruppe durchschnittlich erzielen, liegt bei 16,0 Prozent.

Die führenden Anbieter von Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung freiberuflicher IT-Experten verfügen über umfangreiche Profildatenbanken, die oft 50.000 und mehr Profile enthalten. Die durchschnittliche Pool-Größe der in der Marktsegment-Studie analysierten Unternehmen lag 2011 bei 41.444 Kandidaten.

Die Zahl der aktiven freiberuflichen IT-Experten ist mit durchschnittlich 10.926 dagegen deutlich geringer. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sich viele dieser aktiven IT-Freelancer nur teilweise über eine Agentur vermarkten lassen. Abhängig vom jeweiligen Projektangebot arbeiten sie auch mit mehreren verschiedenen Agenturen zusammen.

Bindung an eine oder mehrere Agenturen?

„Um die hohen Wachstumsraten halten zu können, kommt es für die Anbieter darauf an, die Zahl der aktiven IT-Freelancer sowie deren Bindung an die Agentur zu erhöhen“, sagt Mario Zillmann, Head of Professional Services der Lünendonk GmbH. „Damit erhält eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den freiberuflichen IT-Experten eine zentrale Bedeutung.“

Die detaillierte Lünendonk-Marktsegmentstudie 2012 „Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung freiberuflicher IT-Experten in Deutschland“ ist ab sofort bei der Lünendonk GmbH zum Preis von 1.400 Euro (PDF) zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer erhältlich.

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