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Ausblick ins kommende Jahr von Abby Kearns, Cloud Foundry Komplexe Clouds erfordern einfachere Lösungen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Ulrike Ostler

Auf dem vergangenen „Cloud Foundry Summit“ war viel von Entwicklern die Rede, doch nicht weil man vom Infrastruktur-Business auf Entwicklung-Tools umgestiegen wäre. sondern weil die Infrastruktur den Entwicklern freie Bahn lässt für Multicloud-Anwendungen. So sieht Abby Kearns, Executive Director der Cloud Foundry Foundation (CFF), für 2020 einen Trend zu simplifizierter Anwendungsentwicklung und -bereitstellung.

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Abby Kearns, Executive Director der Cloud Foundry Foundation (CFF), hat die Arbeitserleichterungen für Entwickler im Blick.
Abby Kearns, Executive Director der Cloud Foundry Foundation (CFF), hat die Arbeitserleichterungen für Entwickler im Blick.
(Bild: Cloud Computing Foundation )

Entwickler suchen laut der Expertin Wege, um ihre Workflows zu vereinfachen und die Produktivität zu erhöhen. Kearns berichtet, dass eine aktuelle Studie der CFF diese Hypothese bestätigt: Demnach stieg der Einsatz von Platform-as-a-Service von 41 Prozent im Februar auf 47 Prozent im Juli.

Zusätzlich nahm die Anzahl der Teams, die serverless-Technologien evaluieren, seit Februar um sechs Prozentpunkte auf 42 Prozent zu. Letztlich bevorzugen Entwickler höhere Abstraktionsebenen und damit mehr Kontrolle über die Tools, die sie zur Anwendungsbereitstellung und zum Erreichen ihrer Geschäftsziele nutzen.

Die Cloud ist Alltag

Kearns betont außerdem, dass Cloud-basierte Technologien mittlerweile fast allgegenwärtig sind. Laut der CFF-Forschung bezeichnen fast drei Viertel (72 Prozent) aller IT-Entscheider die Cloud als zunehmend standardisiert – ein Trend, der auch im kommenden Jahr anhalten wird. Gleichzeitig schreitet auch die Konsolidierung im Markt voran, der sich um einige bestimmte Technologien gruppiert. Laut der Expertin werden dies im Jahr 2020 vor allem Kubernetes und allgemein die Cloud sein.

Kubernetes bringt mehrere Cloud-native Ökosysteme mit Unternehmensportfolios zusammen, ist aber nicht gerade entwicklerfreundlich. Deshalb erwartet Kearny für die Zukunft das verstärkte Auftreten von Innovationen rund um Entwicklerwerkzeuge für Kubernetes. Zudem werden Developer auch anderweitig nach höheren Abstraktionsebenen Ausschau halten.

Quelloffen in die Zukunft

Laut der Expertin setzen auch große Unternehmen verstärkt auf Open-Source-Technologien und engagieren sich in den entsprechenden Communities. Diese Entwicklung soll auch im kommenden Jahr anhalten und sich sogar noch verstärken.

Abschließend geht Kearns auch von immer mehr Regeln und Regulierung im Jahr 2020 aus. Da sich die Technik in den vergangenen Jahren geradezu explosionsartig verbreitet hat, sind weitere Kontrollmechanismen nur ein logischer Schritt.

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