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Strategische Akquisition von AMD – Zielmarkt: Cloud-Rechenzentren Intel inside: AMD kauft Server-Hersteller Seamicro

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Prozessorhersteller und Intel-Konkurrent AMD übernimmt das Startup Seamicro Dessen Micro-Server basieren auf den Intel-Chip-Sets „Atom“ und „Xeon“. AMD kündigt an, auf „absehbare Zeit“ den Searmicr-Bestandskunden weiterhin solche Server anzubieten.

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Bald im Besitz von Prozessorhersteller AMD: die im Sommer 2010 vorgestellt Rechner-Familie "SM 10000" von Seamicro
Bald im Besitz von Prozessorhersteller AMD: die im Sommer 2010 vorgestellt Rechner-Familie "SM 10000" von Seamicro
(Bild: Seamicro)

Der Kaufpreis für die Übernahme von Seamicro gibt der Prozessorhersteller AMD mit 334 Millionen Dollar an. Die Akquisition ist insofern ungewöhnlich als Prozessorhersteller in der Regel keine eigenen Computer-Systeme bauen. Schließlich treten sie damit in Konkurrenz zur eigenen Kundschaft.

Rory Read indes, ein früherer Lenovo-Manager, der im August 2011 Chef von AMD wurde, erläuterte jedoch, dass die Ziele andere seine. Er spricht davon, dass „unkonventionelle Methoden“ nötig seien, um gegen einen viel größeren Konkurrenten zu bestehen.

Insbesondere die Supercompute-Fabric-Technik weckt Begehrlichkeiten. Diese ist in der Lage, Tausende Prozessorkerne und Speicher zu verbinden sowie den entsprechenden Input/Output-Traffic zu regeln. Die Seamicro-Fabrics unterstützen verschiedene Processor Instruction Sets.

Faszinierende Connectivity-, Energie- und Compute-Technik

Zudem sei Seamicro ein Pionier in punkto Server Technologie mit geringem Energiebedarf bei gleichzeitig hoher Computing-Power-Dichte und großer Bandbreite, sagt Read. Die aus AMD- und Seamicro-Technik kombinierten Server-Produkte würden insbesondere in Cloud-Rechenzentren gebraucht, das derzeit am schnellsten wachsende Marktsegment, so Read.

Im vergangenen Sommer 2010 hatte Seamicro mit „SM10000“ einen Rack-Einschub von knapp 45 Zentimetern Höhe vorgestellt, indem über 500 Intel-Atom-Prozessoren untergebracht waren. Die CPUs waren über ein eigenes Netz verbunden, das auch 64-Gigabit-Ports für Ethernet bediente.

Die für Rechenanwendungen gedachten Server sollten nur ein Viertel der Leistungsaufnahme von vergleichbaren x86-Maschinen erreichen. Seamicro begann seinen genannten Server sofort auszuliefern.

Ein Unikum: AMD-Server mit Intel-Prozessoren

Dennoch sagt Lisa Su, die erst kürzlich als Senior Vice President und General Manager für Global Business bei AMD angefangen hat: „Wir wollen nicht mit unseren Kunden konkurrieren.“ Aber AMD plane, die Seamicros-Server für einen noch nicht definierten Zeitraum weiterhin zu vermarkten, also mit den Intel-Chips.

Erst für die zweite Jahreshälfte sollen Seamicro-Server mit Opteron-Chips auf den Markt kommen.

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