Global Server Hardware and Server OS Reliability

Höchste Zuverlässigkeit bei IBM und Lenovo, schlechteste Werte bei Oracle und HPE

| Autor: Ulrike Ostler

Zuverlässige Systeme können ungeplante Downtime verhindern. Das zeigt die Befragung von Information Technology Intelligence Consulting deutlich. Die Studie ermittelt nicht nur, welches System sich empfiehlt und von welchem die Unternehmen die Finger lassen sollten, sondern auch warum.
Zuverlässige Systeme können ungeplante Downtime verhindern. Das zeigt die Befragung von Information Technology Intelligence Consulting deutlich. Die Studie ermittelt nicht nur, welches System sich empfiehlt und von welchem die Unternehmen die Finger lassen sollten, sondern auch warum. (Quelle: Information Technology Intelligence Consulting (ITIC))

Alljährlich befragt Information Technology Intelligence Consulting Corp. (ITIC) 800 Organisationen weltweit zur Zuverlässigkeit ihrer Server und Server-Betriebssysteme. Um möglichst unvoreingenommene Ergebnisse zu präsentieren zu können, akzeptiert das Unternehmen kein Sponsoring von Anbietern. Auch im Report 2017/2018 liegen IBM und Lenovo vorne – zum zehnten Mal hintereinander – Oracle und „HPE Proliant“ nicht.

Nach Ergebnissen des „2017 – 2018 Global Server Hardware and Server OS Reliability“ liefern die „Power“-Systeme 7 und 8 von IBM und die „X6“-x86-Server von Lenovo im Vergleich zu 14 Hardware-Konkurrenzsystemen, 18 Betriebssystemen sowie elf verschiedenen Hardware-Virtualisierungsplattformen eine 17 bis 18 Mal höhere Betriebszeit und Zuverlässigkeit als so manches System, mit denen ITIC sie verglichen hat.

Insgesamt kamen sie im Schnitt auf gerade einmal 2,1 Minuten ungeplante Ausfallzeit pro Jahr. Am schlechtesten kamen die Systeme von Oracle sowie die „HPE Proliant“-Rechner weg. Außerdem zeigt die Untersuchung, dass überhaupt nur 1 Prozent der Power-Systeme und der Lenovo-Server mehr als vier Stunden ungeplanter Downtime pro Jahr aufweisen.

Eine Klasse für sich

Gefragt hat ITIC auch nach den Mainframes von IBM: „Eine Klasse für sich“, urteilt der Report. „System Z“ kommt im Schnitt auf weniger als 10 Sekunden ungeplanter Ausfallzeit pro Monat. Auf mehr als vier Stunden ungeplanter Downtime pro Jahr kommt gerade einmal ein halbes Prozent der befragten Mainframe-Nutzer.

Ebenfalls gut im Rennen lagen „Cisco UCS“, „Fujitsu Primequest“, „HPE Integrity“ und „Huawei Kunlun“. Insbesondere Server von Dell EMC, HPE und Oracle, die älter als drei Jahre sind, zeigen zunehmende Schwächen. So fielen 16 Prozent der HPE-Proliant- und der „Poweredge“-Server von Dell EMC jährlich mehr als vier Stunden ungeplant aus.

Die Verfügbarkeit der IT-Systeme wird zunehmend ein kritischer Faktor. Hardware, Virtualisierungsplattformen und Betriebssysteme dürften eigentlich gar nicht ausfallen, tun sie aber.
Die Verfügbarkeit der IT-Systeme wird zunehmend ein kritischer Faktor. Hardware, Virtualisierungsplattformen und Betriebssysteme dürften eigentlich gar nicht ausfallen, tun sie aber. (Quelle: Information Technology Intelligence Consulting (ITIC))

Weiterhin gab kein einziger der Befragten an, dass bei den Lenovo- und IBM-Systemen die Verfügbarkeit unter 99,9 Prozent gelegen habe, während nur gerade einmal 1 Prozent der HP(E)-Server-Nutzer eine Drei-Neuner-Uptime (99,9 Prozent) bestätigen konnte – das entspricht einer Server-Downtime von 8,76 Stunden pro Server und Jahr. Etwa 6 Prozent der Oracle-Server und 10 Prozent der Dell(EMC)-Systeme erreichen die 99,9 Prozent.

Die Betriebssysteme

Die jüngste Umfrage unterstreiche auch die Zuverlässigkeit der Linux-Betriebssysteme, so der ITIC-Report. Denn sowohl IBM als auch Lenovo nutzen das Open-Source-Betriebssystem: In 88 Prozent der IBM Power Systems und 87 Prozent der Lenovo-X-System sind die Rechner, mit Red Hat Linux Enterprise (RHLE), Suse Linux Enterprise (SLES) oder Ubuntu laufen, verlässlicher. In Gänze setzen die meisten Power-Kunden „AIX“ ein.

Zu den Bedingungen, die sich ITIC genauer angeschaut hat, sind die Herausforderungen, die die Maschinen und ihre Ausstattungen für die neuen Anwendungen erfüllen müssen: Datenanalysen, Künstliche Intelligenz (KI), Maschinelles Lernen (ML) sowie Security und Management. zum Beispiel haben die Studienmacher nach dem Patch-Management gefragt. Denn die steigende Komplexität der IT, verlangt nach einfacherer Handhabung der Systeme. Immerhin sind auch nach der ITIC-Befragung hauptsächlich menschliche Fehler, Sicherheit und Komplexität die Hauptgründe für die ungeplanten Ausfälle. Die Hersteller der zuverlässigsten Systeme hätten in die genannten Bereiche heftigst investiert.

Erfreulich gute Noten in punkto Verfügbarkeit bekommen auch Fujitsu Primequest und der Newcomer Huawei Kunlun. Eine gute Entwicklung sieht das Beratungsunternehmen ITIC aber auch für Cisco UCS und HPE Integrity Superdome. Denn diese Systeme schneiden bei jeder Nutzerbefragung besser ab. So zeigten 2 Prozent der Primequest- und drei Prozent der UCS-, Integrity und Kunlun-Server mehr als vier Stunden ungeplante Auszeit pro Jahr.

Ungeplante Ausfälle kommen bei Oracle- und HPE-X86-Rechnern 17 beziehungsweise 18 Mal häufiger vor und dauern länger.
Ungeplante Ausfälle kommen bei Oracle- und HPE-X86-Rechnern 17 beziehungsweise 18 Mal häufiger vor und dauern länger. (Quelle: Information Technology Intelligence Consulting (ITIC))

Abwärts

Dagegen geht es abwärts mit HP Proliant und Orcale Sparc- und x86 Hardware sowie mit der Zuverlässigkeit von „Solaris“ – und zwar das sechste Jahr in Folge. Jedes der Systeme verursachte 33 beziehungsweise 37 Minuten Downtime im Jahr. Bei Oracle spielt eine Rolle, dass die Systeme relativ alt sind und die Kunden einen Wechsel zu anderen Plattformen verweigern.

Die komplette Studie „Global Server Hardware and Server OS Reliability“ gibt es auf der Website der Information Technology Intelligence Consulting Corp. zur Ansicht.

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Lenovo ist halt genial .  lesen
posted am 12.01.2018 um 07:37 von Unregistriert


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