Open-Source-Framework für das Edge- und IoT-Computing

Die Linux Foundation gründet LF Edge

| Redakteur: Ulrike Ostler

Edge-Computing hat viele Ecken und Kanten. Um diese auszugleichen, hat die Linux-Foundation LF Edge gegründet.
Edge-Computing hat viele Ecken und Kanten. Um diese auszugleichen, hat die Linux-Foundation LF Edge gegründet. (Bild: gemeinfrei - realworkhard/Pixabay / CC0)

Am Freitag der vergangenen Woche gründete die Linux Foundation „LF Edge“, eine Dachorganisation zur Schaffung eines offenen, interoperablen Framework für das Edge-Computing, das von Hardware, Silizium, Cloud und Betriebssystemen unabhängig sein soll. Die mehr als 60 Gründungsmitglieder kommen aus den Bereichen Enterprise, IoT, Telecom und Cloud.

Durch die Bildung eines Software-Stack soll LF Edge dazu einer Harmonisierung der unterschiedlichen Techniken und Ansätze beitragen, um die Bereitstellung der schnell wachsenden Anzahl von Edge-Geräten zu beschleunigen. Diese wird bis 2020 auf über 20 Milliarden geschätzt. Dafür muss der derzeit fragmentierte Edge-Markt in der Lage sein, zusammenzuarbeiten, um problematische Sicherheitsschwachstellen zu identifizieren, zu vermeiden und um eine gemeinsame Vision für die Zukunft zu entwickeln.

LF Edge besteht zunächst aus fünf Projekten, die aufkommende Edge-Anwendungen im Bereich nicht-traditioneller Video- und Verbindungstechnik unterstützen werden, die insbesondere eine geringere Latenz, schnellere Verarbeitung und Mobilität erfordern. Dazu gehören „Akraino Edge Stack“, „Edge X Foundry“ und „Open Glossary of Edge Computing“, ehemals eigenständige Projekte in der Linux Foundation.

Dazu kommt eine Initiative von Samsung Electronics; hier geht es um einen Knotenpunkt für Echtzeitdaten, die über Smart Home Devices gesammelt werden. Schließlich steuert Zededa ein Projekt bei, das eine Technik-agnostische Standard-Kantenarchitektur intendiert.

  • Bei Akraino Edge Stack handelt es sich um einen Software-Stack, der hochverfügbare Cloud-Services unterstützt, die für Edge-Computing-Systeme und -Anwendungen optimiert sind
  • Edge X Foundry konzentriert sich auf den Aufbau eines gemeinsamen offenen Frameworks für das IoT Edge Computing
  • Das „Home Edge Project“, von Samsung Electronics, ist ein Projekt, soll ein robustens, zuverlässiges und intelligentes Home Edge Computing Framework ermöglichen, eine Plattform die auf einer Vielzahl von Geräten im täglichen Leben läuft
  • Open Glossary of Edge Computing bietet eine Sammlung von Begriffen aus dem Bereich der dem Edge-Computing
  • Das Projekt Edge Virtualization Engine (EVE), das von Zededa beigesteuert wird, soll eine offene Standard-Edge-Architektur schaffen, die komplexe und vielfältige On- und Off-Prem Hardware-, Netzwerk- und Anwendungsauswahl ermöglicht.

Arpit Joshipura, General Manager, The Linux Foundation, äußert: „Wir sind begeistert von der Unterstützung bei der Einführung, mit mehr als 60 globalen Organisationen als Gründungsmitgliedern und neuen Projektbeiträgen.“ Die Marktchancen für LF Edge erstreckten sich auf Industrie-, Unternehmens- und Verbraucheranwendungen in komplexen Umgebungen. „Diese massive Unterstützung, kombiniert mit bestehenden Code- und Projektbeiträgen wie Akraino von AT&T und EdgeX Foundry von Dell EMC, bedeutet, dass LF Edge gut positioniert ist, um die Entwicklung von Edge- und IoT-Anwendungen zu verändern.“

Hier ist eine Auswahl der Unterstützer: Arm, AT&T, Baidu, Dell EMC, Dianomic Inc., Ericsson, HP Inc., HPE, Huawei, IBM, Intel, Inwinstack, Juniper Networks, Mobiledge X, Netsia, Nokia Solutions, NTT, Osisoft, Qualcomm Technologies, Radisys, Red Hat, Samsung Electronics, Seagate Technology, Tencent, Windriver, Wipro, Zededa. Dazu kommen Advantech Co., Alleantia Srl, Beechwoods Software Inc., Canonical Group Limited, Certusnet, Cloudplugs Inc., Concept Reply, Data Ahead AG, Enigmedia, Episensor, Foghorn Systems Inc., Forgerock US Inc., Foundries.io, Hangzhou EMQ Technologies Co. Ltd, IOTech Systems Ltd, Iotium, KMC, Linaro, Mainflux, Mocana und Netfoun.

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