Leistungssteigerung um das Fünffache Die Insurtech-Firma Tractable tauscht Nvidia-GPU- gegen IPU-Server von Graphcore aus

Redakteur: Ulrike Ostler

Die Computer-Vision-Technologie des französischen Insuretech-Unternehmens Tractable ermöglicht die genaue und effiziente Bewertung von Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden. Nun setzt die Firma, die wie ihr Lieferant Unicorn-Status hat, auf auf Graphcore, um die KFZ-Schadenbewertung mit KI zu beschleunigen.

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KI-Berechnungen, die auf GPU-Rechnern eine Woche benötigten, kann Tractable mit den IPU-Systemen von Graphcore jetzt an nur einem Tag durchführen.
KI-Berechnungen, die auf GPU-Rechnern eine Woche benötigten, kann Tractable mit den IPU-Systemen von Graphcore jetzt an nur einem Tag durchführen.
(Bild: © Copyright of Nick Rochowski)

Mittels der KI-gestützten Bildanalyse von Tractable können Versicherungsgesellschaften KFZ- und Gebäudeschäden automatisch erfassen und bewerten. Die Analyse-Anwendung kommt bereits für die Bewertung und Abwicklung von Versicherungsschäden in Höhe von jährlich 2 Milliarden Dollar zum Einsatz. Die Tractable-Lösung ermöglicht derzeit bei über 20 der weltweit führenden Versicherungsunternehmen deutlich schnellere Schadenbewertungen. Zu den Kunden zählen französischen Marktführer Covéa, die Nr. 4 in den USA Geico sowie die polnische Talanx-Tochter Warta.

Razvan Ranca, Mitgründer und CTO von Tractable, erläutert: „Die Tractable-Systeme lernen aufgrund der Fülle von eingehenden Daten praktisch rund um die Uhr. Das bedeutet, dass unsere KI-Modelle ständig trainiert und weiterentwickelt werden."

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Nun hat der Versicherungsdienstleister seine Nividia-GPU-basierte Hardware gegen KI-Systeme ausgetauscht, die auf den Intelligent Processing Units (IPUs) von Graphcore basieren. Nach Unternehmensangaben erzielt Tractable damit das Fünffache der Leistung im Vergleich mit der zuvor eingesetzten GPU-basierten Lösung.

Durch diese enorme Leistungssteigerung können die Tractable-Entwickler das Training der KI-Modelle schneller iterieren, um mehr Fahrzeugtypen abzudecken und eine breitere Palette von Richtlinienkriterien zu berücksichtigen. Das bedeutet, Die Software lässt sich schneller verbessern und optimieren. KI-Berechnungen, die auf GPUs eine Woche benötigten, kann Tractable mit den IPUs jetzt an nur einem Tag durchführen.

„Die höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit, die wir beim Computer-Vision-Training auf der Graphcore-IPU erzielen, stellt für Tractable einen echten Wettbewerbsvorteil dar“. so Ranca. „Tasks, die früher eine Woche in Anspruch genommen haben, können jetzt an einem Tag erledigt werden. So können wir Skalierungen schneller vornehmen und weiterhin ein hohes Maß an Genauigkeit beibehalten.“

Für die Installation der „IPU-POD“-Systeme arbeitete Tractable mit dem Cloud Computing Provider Iomart und dem Graphcore Channel-Partner Boston zusammen.

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Über Graphcore

Graphcore hat mit seiner Intelligence Processing Unit (IPU) den weltweit leistungsstärksten Mikroprozessor auf den Markt gebracht, der speziell für KI-Workloads der aktuellen und der nächsten Generation entwickelt wurde.

Die IPU-POD Systeme von Graphcore für vertikal und horizontal skalierte Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) bieten die Möglichkeit, große KI-Modelle über mehrere IPUs laufen zu lassen oder die Rechenressourcen zwischen verschiedenen Benutzern und Workloads zu teilen.

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat Graphcore mehr als 730 Millionen Dollar an Kapital angeworben. Zu den Investoren gehören Sequoia Capital, Microsoft, Dell, Samsung, BMW iVentures, Robert Bosch Venture Capital sowie führende KI-Innovatoren wie Demis Hassabis (Deepmind), Pieter Abbeel (UC Berkeley) und Zoubin Ghahramani (Google Brain).

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Bristol, Großbritannien, und verfügt über Niederlassungen in Cambridge und London, Großbritannien; Peking, China, Oslo, Norwegen; Palo Alto, Kalifornien; München, Deutschland; Paris, Frankreich; Seoul, Korea und Tokio, Japan.

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