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Wassergekühlte Standard-Server-Hardware Die ersten Thomas-Krenn-Server mit Flüssigkühlung sind da

| Redakteur: Ulrike Ostler

Beim deutschen Serverhersteller Thomas-Krenn AG sind unter der Bezeichnung „RI2208-LCS“ ab sofort Standard-Server mit Heißwasser-Direktkühlung erhältlich. Entwickelt wurde die Kühltechnik in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Unternehmen Cloud & Heat Technologies, welches entsprechende modulare Micro Datacenter als Trägersystem anbietet.

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Der abgebildete, mit einer Heißwasser-Direktkühlung ausgestattete Dual-CPU-Server der Thomas-Krenn AG passt auf zwei Höheneinheiten.
Der abgebildete, mit einer Heißwasser-Direktkühlung ausgestattete Dual-CPU-Server der Thomas-Krenn AG passt auf zwei Höheneinheiten.
(Bild: Thomas-Krenn AG)

Bei den wassergekühlten Servern handelt es sich um eine modifizierte Variante des Dual-CPU-Systems „RI2208“, das zu den meistverkauften Modellen von Thomas-Krenn gehört und für typische Workloads in Unternehmen und Rechenzentren, Virtualisierung und Cloud Computing geeignet ist. Die Server sind mit Kühlmittelanschlüssen für den Einbau in die wassergekühlten Micro Datacenter von Cloud & Heat vorbereitet.

Mainboard-Komponenten wie CPU, Chipsätze und Spannungswandler, die besonders stark zur Wärmeproduktion beitragen, sind mit Kühlkörpern ausgestattet. Auch der RAID-Controller des Systems ist in den Kühlkreislauf eingebunden. Abgesehen davon unterscheidet sich die Hardware-Ausstattung des Servers RI2208-LCS nicht von der Basisvariante.

Die Serverausstattung

Das Herzstück des Servers bildet ein Supermicro-Mainboard mit „LGA3647“-Sockel und „C622“-Chipsatz. Somit können bis zu 1 Terabyte Arbeitsspeicher zwei CPUs aus der „Intel Xeon-Scalable“-Serie unterstützen. Das Gehäuse mit zwei Höheneinheiten bietet Platz für acht Datenträger.

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Auch die wassergekühlte Version ist vielseitig konfigurierbar. Als Storage-Medien sind eine Vielzahl SSDs möglich. Zusatzkarten können individuell durch Cloud & Heat mit Kühlkörpern ausgestattet werden. Aktuell stehen bereits für 100-Gigabit-Netzwerkkarten Kühlkörper zur Verfügung.

Bei den modularen Micro Datacenter Trägersystemen von Cloud & Heat handelt es sich um 19-Zoll-Racks, welche neben den flüssig gekühlten Servern auch alle Komponenten enthalten, die für den Betrieb notwendig sind: Hydraulik zur Kühlmittelverteilung, Wärmeüberträger, Steuerungs- und Überwachungstechnik, sowie Netzwerktechnik und Stromverteilung.

Vorteile der wässerigen Serverkühlung

Das Prinzip der Heißwasser-Direktkühlung führt zu beträchtlichen Energie und CO2-Einsparungen gegenüber herkömmlicher Luftkühlung: Die Server selbst verbrauchen weniger Strom, da Onboard-Lüfter teilweise oder komplett entbehrlich werden. Der Aufwand für externe Kühlung und Klimatisierung wird deutlich reduziert und nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, die Serverabwärme für Gebäudeheizung oder ähnliche Zwecke zu nutzen.

Weitere Vorteile der direkten Flüssigkühlung von Cloud & Heat sind die große Leistungsdichte, die für hohe IT-Kapazitäten auch bei beengten Platzverhältnissen sorgt. Außerdem wirkt sie sich positiv auf die Lebensdauer der Serverkomponenten aus, da sie für einen Dauerbetrieb im optimalen Temperaturbereich sorgt und lokale Überhitzungen (Hot Spots) vermeidet.

Durch die Cloud&Heat Micro Datacenter in Kombination mit der Standard-Servertechnik von Thomas-Krenn kommen diese Vorteile schon bei kleineren Installationen ab einem einzelnen Rack und für klassische virtualisierte Server- Workloads zum Tragen. Die Lösung kann auch in bereits bestehende Rechenzentren, unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, installiert werden.

Das Servicepaket

Flankiert wird das Angebot durch ein gemeinsames Service-Komplettpaket beider Unternehmen.. Es umfasst die Planung und Installation der erforderlichen Infrastruktur durch Cloud & Heat Technologies sowie Beratung und Support über den gesamten Lebenszyklus der Produkte durch beide Partner.

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