Das Daxten-Sicherungssystem für IT-Schränke

Der Türsteher für Rechenzentren

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Aufnahme zeigt das Verriegelungssystem TZ Slide Handle in einem Rack-Korridor eines Rechenzentrums.
Die Aufnahme zeigt das Verriegelungssystem TZ Slide Handle in einem Rack-Korridor eines Rechenzentrums. (Bild: Daxten)

Wer Zugang zur IT-Hardware im Rack hat und wer nicht, regelt die TZ-Türverriegelung, jedenfalls wenn es nach Daxten geht. Das Berliner Unternehmen, das Produkte für die Rechenzentrumsklimatisierung, Stromverteilung, das Monitoring und Management der aktiven Komponenten in Rechenzentren bietet, erweitert sein Portfolio um ein nachrüstbares Sicherungssystem für IT-Schränke gängiger Hersteller.

Wer sensible Unternehmensdaten schützen will, darf das Augenmerk nicht nur auf Cyber-Bedrohungen richten. Ein ganz entscheidender Schutzwall muss auch über die physische Sicherung innerhalb eines Rechenzentrums hochgezogen werden.

Hierbei spielt die Kontrolle darüber, wer Zugang zu den Racks und damit Zugriff auf die darin untergebrachten Server- und Netzwerkgeräte hat, eine maßgebliche Rolle: Sicherzustellen, dass sich die Rack-Türen nur für berechtigte Personen öffnen, ist mit einer der Königswege, um IT-Geräte und die darüber laufenden Daten vor unbefugtem Zugriff, Manipulationen, Diebstahl oder gar Vandalismus zu schützen.

Hierfür bietet Daxten nun ein nachrüstbares Verriegelungssystem: „TZ Slide Handle“ lässt sich in die Rack-Türen von Server-Schränken verschiedener gängiger Hersteller integrieren. Die Verriegelung eignet sich zur Anbringung an bestehenden Schränken mit Schwingtüren, die über einen Ein- oder Mehrpunkt-Schließmechanismus verfügen.

Abnutzung und Monitoring

Um für eine jahrelange, hohe mechanische Beanspruchung gerüstet zu sein, besteht die systemeigene Verriegelungsmimik aus einem speziellen Metall mit Formgedächtnislegierung (SMA). Das Öffnen und Schließen wird über einen integrierten Sensor am Türgriff elektronisch initiiert.

Mehrfarbige LEDs signalisieren den jeweiligen Verriegelungsstatus der Rack-Türen.
Mehrfarbige LEDs signalisieren den jeweiligen Verriegelungsstatus der Rack-Türen. (Bild: Daxten)

Ein LED-Band am TZ-Gehäuse zeigt zudem den Verriegelungsstatus für jede Rack-Tür an. Bis zu einer Entfernung von 30 Metern sehr gut sichtbar signalisieren die LED-Farben, ob die Tür verriegelt (rot), entriegelt (grün) oder bereit ist, entriegelt zu werden (oranges Blinken). Im Falle einer Unterbrechung der Stromversorgung lassen sich die Rack-Türen auch manuell entriegeln und öffnen.

Im Zusammenspiel mit den Überwachungseinheiten „TZ Praetorian“ und wahlweise „TZ Centurion“ kann der Verriegelungsstatus aller Racks, die mit dem System ausgestattet sind, aus der Ferne – entweder über eine Cat-Strecke oder via IP – kontrolliert werden. Auch das Entriegeln und Verriegeln von Türen ist mithilfe dieser Erweiterungen remote möglich. Zudem wird protokolliert, welche Rack-Tür für wie lange geöffnet und wann wieder geschlossen worden ist.

„Du kommst hier nicht ´rein... “

Darüber hinaus steuern diese Komponenten laut Hersteller ein weiteres Plus an Sicherheit bei: Bereits im Einsatz befindliche oder neue RFID-, Smartcard- oder biometrische ID-Systeme lassen sich integrieren, so dass eine Türentriegelung erst nach erfolgter Authentifizierung und über den automatischen Abgleich mit entsprechenden Zugangsrechten erfolgen kann. Bestehen derartige Freigaben nicht, wenn etwa jemand versucht ein Rack zu öffnen, für das derjenige keine Rechte hat oder das generell nicht zur Entriegelung freigegeben worden ist, lösen die Türkontakt-Sensoren Warnmeldungen per SNMP aus. Zur übergreifenden Rechteverwaltung kann zum Beispiel das TZ-Praetorian-System mit bestehenden Zugangskontrolllösungen für Gebäude zusammenarbeiten.

Ergänzt wird das Angebot über die Integrationsmöglichkeit von I/O-Modulen von Drittherstellern sowie durch optionale TZ-Sensoren, die die Überwachung von Temperatur, Feuchte und Wasserkontakt für jedes Rack ermöglichen.

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