Neue Generation ICE X HPC-Blade-Cluster

Der schnellste SGI-Supercomputer wird noch schneller

| Redakteur: Ulrike Ostler

Es gibt zwei Blade-Modelle: Sie basieren auf der Prozessorfamilie Intel Xeon E5 sowie mehrere FDR-Netzwerkoptionen. (Bild: SGI)
Es gibt zwei Blade-Modelle: Sie basieren auf der Prozessorfamilie Intel Xeon E5 sowie mehrere FDR-Netzwerkoptionen. (Bild: SGI)

SGI, Spezialist im Technical Computing, hat vergangene Woche „SGI ICE X“ vorgestellt, eine neue Generation der Blade-Server-Produktreihe ICE für High Performance Computing (HPC). Es geht hierbei um Multi-Petascale-Supercomputing.

Die SGI-ICE Plattform lässt sich nach Auskunft des Anbieters ohne Ausfallzeiten aufrüsten, wodurch sich die Verfügbarkeit signifikant erhöht. Durch integrierte Infiniband-Switch-Blades ist das Produkt SGI ICE X in punkto Durchsatz, Leistung und Zuverlässigkeit für technische Berechnungen optimiert.

Durch die Blade-Bauweise des Systems können Kunden einfach und kostengünstig in den Petascale-Bereich wachsen. Dank des integrierten Single- oder Dual-Plane FDR Infiniband Backplane-Anschlusses unterstützt das System die Topologien Hypercube, Enhanced Hypercube, All-to-All und Fat-Tree, um auch spezielle Bedürfnisse der Kunden erfüllen zu können.

Die offene x86-Architektur des Systems ermöglicht den Einsatz von kommerziellen und kundenspezifischen und Open-Source-Anwendungen ohne Änderungen an den Original-Betriebssystemen Suse Linux Enterprise Server oder Red Hat Enterprise. Darüber hinaus kann die ICE-Plattform vergleichsweise kostengünstig aufgerüstet werden – von einem halben Rack bis hin zu Hunderten von Racks.

Enge Zusammenarbeit mit Intel

Praveen K. Mandal, Senior Vice President Engineering bei SGI. Äußert sich zur Zusammenarbeit mit Intel: „Dies ist unser erster vollständig abgestimmter Entwicklungszyklus der neuen SGI mit Intel, bei dem die neue Romley-Architektur von Intel auf den Markt gebracht wird. Wir erwarten, unseren Marktanteil bei Groß-Clustern mit der neuen SGI ICE X erheblich zu erhöhen, da sie für gute Skalierbarkeit, Geschwindigkeit und Dichte entwickelt wurde.“

Rajeeb Hazra, General Manager der Abteilung Technical Computing bei Intel, setzt hinzu: „HPC-Kunden brauchen ständige Innovationen und neueste Technologien, um die zunehmend komplexeren und datenintensiveren Berechnungen durchführen zu können.“ Die Serie ICE X setze die Leistung der Prozessorfamilie „Intel Xeon E5“ wirksam ein, zusammen mit Entwicklungen wie der neuen Blade-Bauweise.

Gegenüber älteren ICE-Generationen weist die aktuelle Produkt-Generation erhebliche Verbesserungen auf. Darunter sind neue Kühlmöglichkeiten auf Knoten-Ebene und einen höheren Dichte-Formfaktor durch die einzigartige Blade-Bauweise, die bis zu 2.304 Prozessorkerne pro Rack unterstützt.

Infiniband spielt eine große Rolle

Das ICE X-System unterstützt auch individuell skalierbare Leistung auf Gehäuse-Ebene basierend auf 56 Gigabit pro Sekunde FDR Infiniband-, mit Optionen für Single-Port, Dual-Port und Dual Single-Port Mellanox ConnectX-3 Infiniband HCA Mezzanine-Karten.

Die Norwegische Universität für Wissenschaft und Technik (NTNU) und das Norwegische Meteorologische Institut (met.no) arbeiten seit mehr als 20 Jahren im Bereich Hochleistungsrechensysteme für Forschung und numerische Wettervorhersagen zusammen. Roar Skalin, Direktor für Informationstechnologie bei met.no, zeigt sich auch von der neuen Generation angetan. „Mit der neuesten SGI ICE X erhöhen sich die verfügbaren Rechenressourcen für unsere numerische Wettervorhersage um den Faktor 20, ohne dass dabei mehr Platz im Rechenzentrum benötigt wird.“

Supercomputing-Benchmark-Historie

SGI ICE X ist die fünfte Generation der ICE-Plattform. Diese Plattform hält weltweit den Benchmark-Rekord für SPECmpiL_2007, mit einem Ergebnis von 51,3 für den SGI ICE 8400. Damit wurde der vorherige, von „SGI ICE 8200“ aufgestellte Rekord von 43,3 übertroffen.

Darüber hinaus ist nach Herstellerangaben ICE auch die weltweit schnellste Cluster-Plattform für die Berechnung von Strömungsdynamik. Sie erreicht mit der Software „SGI Open Foam Rekordergebnisse.

Vollständig integrierte Umgebung

Ein umfangreiche Softwarepaket für System- und Performance-Management ist für alle Modelle der SGI ICE X erhältlich und bietet ein einheitliches Benutzer-Interface. Zu dem Paket gehören die „SGI Performance Suite“ und die „SGI Management Suite“, zusätzlich zur Wahl zwischen den Betriebssystemen Suse Linux Enterprise Server oder Red Hat Enterprise Linux.

„SGI Infinite Storage“-Systeme bieten eine große Bandbreite von unterschiedlichen Speichermöglichkeiten für einen Hochleistungszugriff auf Datei- und Blockebene. Dazu gehört die Unterstützung von „Lustre“ und die Integration in „SGI DMF Storage Tier Virtualization“, sowie einer Auswahl an Speicherplattformen wie „SGI IS5000“ und „IS5500“, bietet SGI kostengünstige Optionen für eng verknüpfte Rechen- und Speicherumgebungen.

Einheitliches Gehäuse für Blades

Die Hardware-Architektur von SGI ICE X basiert auf zwei identischen Blade-Enclosures je Rack, die jeweils mit bis zu 36 Einzel- oder Doppel-Nodes pro Enclosure bestückt werden können. Die Switch-Blades können mit zwei Typen konfiguriert werden:

Standard: Single 36 Port FDR Infiniband ASIC mit 18 externen Ports für hochwertige Skalierung und

Premium: Dual 36 Port FDR Infiniband ASIC mit 48 externen Port für maximale Skalierbarkeit und Leistung

Darüber hinaus gibt es zwei Blade-Modelle.
Diese umfassen die Prozessorfamilie Intel Xeon E5 sowie mehrere differenzierte FDR-Netzwerkoptionen:

  • P-113 Single Node Blade: Prozessorfamilie Dual Intel Xeon E5 CPUs mit 16 DDR3 DIMM Slots (8 je CPU-Sockel) und
  • IP-115 Twin Node Blade: Prozessorfamilie Dual Intel Xeon E5 CPUs mit 16 DDR3 DIMM Slots je Twinblade (4 je CPU-Sockel)
  • Verfügbarkeit von SGI ICE X

    • Die SGI ICE X mit Prozessorfamilie Intel Xeon E5 ist ab sofort bestellbar.
    • Das IP-113 Single Node Blade ist ab Ende des vierten Quartals 2011 lieferbar.
    • Das IP-115 Twin Blade kommt voraussichtlich im ersten Quartal 2012.

    Die Preise fürSGI ICE X können auf Anfrage mitgeteilt werden.

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