Mit gleichen IT-Mitteln wesentlich mehr leisten - die Erfolgsfaktoren

Der Mittelstand holt beim Virtualisieren kräftig auf

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Vertikal integrierte Systeme werten auf

Insgesamt können KMU in hohem Maße von einer virtuellen Infrastruktur profitieren. Und mit der neuen Generation vertikal integrierter Systeme (VIS) kommt zu den bereits genannten Vorteilen noch ein weiteres Nutzenargument hinzu.

"Fearless" heißt nicht nur ein neues Parfüm von Victoria’s Secret; der Mittelstnd braucht die Virtualisierung nicht zu fürchten; Erfahrungen gibt es zahlreiche. Doch vielleicht sucht man sich einen kompetenten Partner
"Fearless" heißt nicht nur ein neues Parfüm von Victoria’s Secret; der Mittelstnd braucht die Virtualisierung nicht zu fürchten; Erfahrungen gibt es zahlreiche. Doch vielleicht sucht man sich einen kompetenten Partner
(Bild: Victoria’s Secret /Imageportal)

Dabei handelt es sich um vorkonfigurierte und vorab integrierte Systeme, die binnen kurzer Zeit und mit wenig Aufwand in Betrieb genommen werden können. Sie spielen in Virtualisierungsprojekten eine zunehmend wichtige Rolle.

Zum einen ist die Server-Virtualisierung ein grundlegendes Prinzip dieser vertikal integrierten Systeme. Denn VIS machen nur Sinn, wenn deren Server virtualisiert laufen. Andernfalls läuft auf jedem einzelnen Host eine Anwendung oder ein Service und die physischen Kapazitäten der Server werden nur zu einem geringen Teil genutzt.

Konvergenz und Hyper-Convergence

Zum anderen unterstützen diese Systeme wiederum die zentrale und einheitliche Bereitstellung von virtuellen Umgebungen und erleichtern deren Verwaltung. Denn sie verbinden die verschiedenen Komponenten von IT– sowohl Hardware wie Rechnersysteme, Plattenspeicher, Netzwerke als auch Software wie Betriebssysteme, Virtualisierung, Middleware oder Anwendungen – bereits „ab Werk“.

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Erfolgsfaktoren für Virtualisierungsprojekte im Mittelstand
  • Langfristig planen: Virtualisierungsprojekte erfordern erst einmal einen höheren Aufwand in der IT-Abteilung, bevor sich mit der vollständigen Abarbeitung der Virtualisierungsstrategie entsprechende Erfolge einstellen. Planen Sie deshalb langfristig und erwarten sie keine schnellen Lösungen.
  • Den „Faktor Mensch“ berücksichtigen: Mit der Entscheidung für eine Virtualisierung wandeln sich auch die Aufgaben des einen oder anderen Mitarbeiters. Fachwissen lässt sich in entsprechenden Schulungen und über die Nutzung von Demo- und Laborumgebungen erwerben. Zusätzlich ändern sich aber auch eingespielte Abläufe und Kompetenzen. Der Aufbau eines professionellen Change Managements hat sich in solchen Projekten deshalb bewährt. Besonders wichtig ist es, die Mitarbeiter in alle Veränderungsprozesse einzubinden.
  • Ganzheitlich denken und handeln: Virtualisierungsprojekte bringen nur den erwünschten Erfolg, wenn Unternehmen ihre Virtualisierungsstrategie vollständig umsetzen. Wenn Sie eine moderne virtualisierte Infrastruktur aufbauen, aber die Hälfte der alten Systeme weiterbetreiben müssen, weil eine Fachabteilung bestimmte Legacy-Anwendungen weiterhin benötigt oder das Budget nicht ausreicht, dann wird ein solches Projekt nicht erfolgreich. Analysieren Sie deshalb bereits in der Strategie- und Planungsphase Ihre Infrastruktur auf mögliche „Showstopper“ hin.

Vertikal integrierte Systeme ermöglichen damit out-of-the-box eine viel höhere Automatisierung bei Prozessen der IT-Leistungserstellung. Davon können insbesondere Mittelständler profitieren, weil sie – anders als Konzerne – keine organisatorische Trennung zwischen den Bereichen für Server, Storage, Netzwerk kennen und vertikal integrierte Systeme deshalb sehr viel einfacher einführen können.

Nicht jeder muss ein Trendsetter sein

Letztlich sollten auch solche Nutzenaspekte in die Gesamtbetrachtung einfließen. Denn Mittelständler realisieren durch Virtualisierung nicht nur unmittelbare Vorteile durch reduzierte Kosten, höhere Flexibilität und mehr Sicherheit, sondern erschließen sich zugleich auch die Möglichkeit zur Nutzung weiterer Zukunftstechnologien, die ihrerseits wieder für messbare Verbesserungen sorgen.

(Bild: DSAG)

Manchmal zahlt es sich also aus, nicht immer in allen Bereichen zu den Trendsettern zu gehören. Der Mittelstand kann heute bei der Umsetzung seiner Virtualisierungsprojekte auf vieles zurückgreifen, was große Konzerne bereits erprobt haben. Und er profitiert dabei von Technologien, die noch vor wenigen Jahren gar nicht auf dem Markt waren und die das Thema Virtualisierung noch einmal deutlich aufwerten.

* Ronny Zimmermann ist Sprecher der „Arbeitsgruppe Virtualisierung und Cloud Computing“ bei der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG)

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