Mit gleichen IT-Mitteln wesentlich mehr leisten - die Erfolgsfaktoren

Der Mittelstand holt beim Virtualisieren kräftig auf

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Am Anfang muss eine Kosten-Nutzen-Betrachtung stehen

Gerade weil das Thema Kosteneinsparungen von KMU so hoch bewertet wird, lohnt es sich, vorab eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchzuführen. Wenn Kostensenkungen der einzige Grund für ein Virtualisierungsprojekt sind, dann könnten die Erwartungen möglicherweise enttäuscht werden.

Wie lautet das Ziel? Bevor die IT-Archtiekten beginnen, die Welt zu virtualisieren, sollte die Kosten-Nutzen-Bterachtung stehen.
Wie lautet das Ziel? Bevor die IT-Archtiekten beginnen, die Welt zu virtualisieren, sollte die Kosten-Nutzen-Bterachtung stehen.
(Bild: vege/Fotolia.com)

Denn den Einsparungen bei Energie und Hardware stehen auf der anderen Seite Infrastruktur- und Lizenzkosten für die Virtualisierungsumgebung gegenüber. Mittelständler sollten daher unbedingt ihre aktuellen IT-Prozesse und die ganzheitlichen IT-Kosten im Vorfeld analysieren.

Ein erfahrener Implementierungspartner kann anschließend die Verbesserungspotenziale bei Prozessen und IT-Kosten benennen und genau beziffern. Mit den entsprechenden Zahlen lassen sich die Einführungs- und Folgekosten eines Virtualisierungsprojekts bewerten und der konkrete Nutzen ableiten.

Wo sich Mittelständler schwer tut

Die Erfahrung zeigt, dass IT-Abteilungen in KMU sich schwer tun, eine ganzheitliche Betrachtung aus dem täglichen Betrieb heraus alleine zu stemmen. Es ist daher ratsam, sich für die Wirtschaftlichkeitsberechnung unabhängige Expertise ins Haus zu holen. Bei alledem bleibt zu betonen, dass Virtualisierung jenseits von Kostensenkungen zahlreiche weitere Vorteile mit sich bringt, die – jeder für sich genommen – häufig schon ein geplantes Virtualisierungsprojekt rechtfertigen.

Wenn abschließend geklärt ist, dass eine virtuelle Infrastruktur realisiert werden soll und auch die Ziele definiert sind, geht es darum, das konkrete Projekt zu planen. Dazu sollten IT-Verantwortliche zunächst eine Virtualisierungsstrategie erarbeiten, die alle Komponenten der IT-Landschaft umfasst.

Die Reihenfolge ist nicht beliebig

Auf die Strategie folgt dann die konkrete Planung für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Im Idealfall nutzt ein Mittelständler das Gesamtprojekt dazu, zeitgleich oder im Vorfeld der Virtualisierung die eigene IT-Landschaft zu konsolidieren.

Ergänzendes zum Thema
Erfolgsfaktoren für Virtualisierungsprojekte im Mittelstand
  • Langfristig planen: Virtualisierungsprojekte erfordern erst einmal einen höheren Aufwand in der IT-Abteilung, bevor sich mit der vollständigen Abarbeitung der Virtualisierungsstrategie entsprechende Erfolge einstellen. Planen Sie deshalb langfristig und erwarten sie keine schnellen Lösungen.
  • Den „Faktor Mensch“ berücksichtigen: Mit der Entscheidung für eine Virtualisierung wandeln sich auch die Aufgaben des einen oder anderen Mitarbeiters. Fachwissen lässt sich in entsprechenden Schulungen und über die Nutzung von Demo- und Laborumgebungen erwerben. Zusätzlich ändern sich aber auch eingespielte Abläufe und Kompetenzen. Der Aufbau eines professionellen Change Managements hat sich in solchen Projekten deshalb bewährt. Besonders wichtig ist es, die Mitarbeiter in alle Veränderungsprozesse einzubinden.
  • Ganzheitlich denken und handeln: Virtualisierungsprojekte bringen nur den erwünschten Erfolg, wenn Unternehmen ihre Virtualisierungsstrategie vollständig umsetzen. Wenn Sie eine moderne virtualisierte Infrastruktur aufbauen, aber die Hälfte der alten Systeme weiterbetreiben müssen, weil eine Fachabteilung bestimmte Legacy-Anwendungen weiterhin benötigt oder das Budget nicht ausreicht, dann wird ein solches Projekt nicht erfolgreich. Analysieren Sie deshalb bereits in der Strategie- und Planungsphase Ihre Infrastruktur auf mögliche „Showstopper“ hin.

Bei der Umsetzung beginnt man klassischerweise mit den Servern. Parallel dazu sollte auch das Netzwerk virtualisiert werden – mindestens aber die Server-nahen Komponenten.

Desktops lassen sich erst virtualisieren, wenn bereits eine virtuelle Infrastruktur existiert. Zusätzlich bringt die Desktop-Virtualisierung noch einmal neue und andere Herausforderungen mit sich, die sich nur mit einem soliden Virtualisierungs-Know-how lösen lassen.

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