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Am Anfang muss eine Kosten-Nutzen-Betrachtung stehen
Gerade weil das Thema Kosteneinsparungen von KMU so hoch bewertet wird, lohnt es sich, vorab eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchzuführen. Wenn Kostensenkungen der einzige Grund für ein Virtualisierungsprojekt sind, dann könnten die Erwartungen möglicherweise enttäuscht werden.

Denn den Einsparungen bei Energie und Hardware stehen auf der anderen Seite Infrastruktur- und Lizenzkosten für die Virtualisierungsumgebung gegenüber. Mittelständler sollten daher unbedingt ihre aktuellen IT-Prozesse und die ganzheitlichen IT-Kosten im Vorfeld analysieren.
Ein erfahrener Implementierungspartner kann anschließend die Verbesserungspotenziale bei Prozessen und IT-Kosten benennen und genau beziffern. Mit den entsprechenden Zahlen lassen sich die Einführungs- und Folgekosten eines Virtualisierungsprojekts bewerten und der konkrete Nutzen ableiten.
Wo sich Mittelständler schwer tut
Die Erfahrung zeigt, dass IT-Abteilungen in KMU sich schwer tun, eine ganzheitliche Betrachtung aus dem täglichen Betrieb heraus alleine zu stemmen. Es ist daher ratsam, sich für die Wirtschaftlichkeitsberechnung unabhängige Expertise ins Haus zu holen. Bei alledem bleibt zu betonen, dass Virtualisierung jenseits von Kostensenkungen zahlreiche weitere Vorteile mit sich bringt, die – jeder für sich genommen – häufig schon ein geplantes Virtualisierungsprojekt rechtfertigen.
Wenn abschließend geklärt ist, dass eine virtuelle Infrastruktur realisiert werden soll und auch die Ziele definiert sind, geht es darum, das konkrete Projekt zu planen. Dazu sollten IT-Verantwortliche zunächst eine Virtualisierungsstrategie erarbeiten, die alle Komponenten der IT-Landschaft umfasst.
Die Reihenfolge ist nicht beliebig
Auf die Strategie folgt dann die konkrete Planung für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Im Idealfall nutzt ein Mittelständler das Gesamtprojekt dazu, zeitgleich oder im Vorfeld der Virtualisierung die eigene IT-Landschaft zu konsolidieren.
Bei der Umsetzung beginnt man klassischerweise mit den Servern. Parallel dazu sollte auch das Netzwerk virtualisiert werden – mindestens aber die Server-nahen Komponenten.
Desktops lassen sich erst virtualisieren, wenn bereits eine virtuelle Infrastruktur existiert. Zusätzlich bringt die Desktop-Virtualisierung noch einmal neue und andere Herausforderungen mit sich, die sich nur mit einem soliden Virtualisierungs-Know-how lösen lassen.
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