Data Centre World 2017: Doppelt doppeltsichere Stromversorgung

Daxten bietet redundante Stromversorgung zum Nachrüsten

| Redakteur: Ulrike Ostler

Daxten erweitert Transfer-Switch-Angebot um kompakte ATS-Version mit gesicherten Kabelanschlüssen.
Daxten erweitert Transfer-Switch-Angebot um kompakte ATS-Version mit gesicherten Kabelanschlüssen. (Bild: Daxten)

Das Berliner Unternehmen Daxten erweitert Transfer-Switch-Angebot um eine sehr kompakte ATS-Version mit gesicherten Kabelanschlüssen.

Gerade in historisch gewachsenen Rechenzentren finden sich oftmals produktive IT-Devices, die von Haus aus mit nur einer einzelnen Stromzuführung ausgestattet sind. Mit einer redundanten Absicherung der Stromversorgung ist oftmals Essig. Eine Störung oder komplette Unterbrechungen eines einzigen Versorgungsstranges aber kann schnell zu einer Fehlfunktion oder gar zu einem kompletten Ausfall führen.

Abhilfe schaffen Transfer-Switches, die über zwei unabhängige Kreise ihren Strom beziehen und so eine Redundanz bei der Stromversorgung für ursprüngliche Single Power-Geräte im Nachrüstverfahren bereitstellen können. Einen kompakten Micro-Transfer-Switch mit der Bezeichnung „Zonit μATS“, der null Höheneinheiten im Rack belegt und eine nachträgliche redundante Stromversorgung für ein bis zu drei IT-Geräte bietet, hatte Daxten bereits vor einiger Zeit vorgestellt.

Nun legt der Berliner Spezialist für Optimierungen von Rechenzentren nach und erweitert sein Portfolio um eine Version dieses Modells, bei dem zusätzlich alle geräte- und stromversorgungsseitigen Anschlüsse mit einer speziellen Arretierung versehen sind. Diese sollen vor einem Lockern und Lösen der Kabel schützen.

Der Transfer-Schwitch „Zonit μATS“ beansprucht keine einzige Höheneinheit.
Der Transfer-Schwitch „Zonit μATS“ beansprucht keine einzige Höheneinheit. (Bild: Daxten)

Eine Verbindung, zwei Stromkreise

Durch diese doppelte funktionale und physische Sicherung wird auch ein doppelter Beitrag zum Ausfallschutz von IT-Geräten geleistet: Zum einen sorgt μATS (Micro Automatic Transfer Switch) von Zonit dafür, dass eine ursprünglich nur mit einem Netzteil ausgelegte Komponente mit einer physischen Verbindung zu einem A- und B-Stromkreis nachgerüstet wird. Dazu wird der ATS einfach an die zentrale Stromeinspeisung eines Servers oder eines Netzwerk-Switch angeschlossen.

Die abgehenden Stromkabel stellen dann die Verbindung zum Beispiel zu zwei PDU-Stromleisten im Rack her, die jeweils über einen separaten Stromkreis versorgt werden. Anders als Produkte von Marktbegleitern verteilt das Zonit-System die Stromversorgung dann aber nicht einfach zu gleichen Teilen auf die über die beiden PDU-Stromleisten repräsentierten A- und B-Stromkreise, sondern bezieht bei normalem Betrieb den Strom für die zu speisende Komponente ausschließlich über den A-Kreis.

Fällt dieser aus, schaltet der Transfer Switch innerhalb von nur 9 bis 11 Millisekunden und unabhängig vom Phasenwinkel automatisch auf den B-Stromkreis um. Dieser führt dann die komplette Versorgung der angeschlossenen Komponente so lange aus, bis der A-Stromkreis wieder bereit für die Übernahme der vollen Last ist. Das funktioniert so gut, dass das Gerät schon vor vier Jahren mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis in der Kategorie Datacenter-Energietechnik ausgezeichnet worden ist.

Integrierte Anschlusssicherungen für alle Kabel

Der besondere Clou bei der neuen Modellvariante ist nun zum anderen, dass bei allen abgehenden Kabeln die Anschlüsse für die Geräteseite und die Stromversorgungsquellen über einen integrierten Verriegelungsmechanismus gesichert sind. Den Ausschlag für diese Funktionserweiterung gab ein in Rechenzentren weit verbreitetes Problem: Die Stromkabel der Komponenten befinden sich in der Regel auf der Rückseite der Racks.

Dort sind sie permanent Luftströmungen ausgesetzt, die die Kabel selbst und deren Anschlüsse in Bewegung setzen. Häufig lockern oder lösen sich dadurch die Kabelanschlüsse, und in der Folge kommt es zu Systemstörungen oder sogar Geräteausfällen.

Diese können ebenfalls auftreten, wenn etwa ein Techniker Konfigurations- oder Wartungsarbeiten an der Rack-Rückseite durchführt. Unbeabsichtigt kann dabei, zum Beispiel über eine Armbewegung, Zug auf ein Stromkabel ausgeübt werden, wodurch sich die ungesicherten Anschlüsse am Gerät oder an der Stromquelle lösen.

Kein Lockern oder Abreißen

Das passiert von nun an nicht mehr bei IT-Geräten, bei denen der μZonit ATS das Bindeglied zwischen IT-Gerät und Stromversorgungsquelle bildet: Das Kabelende für den Geräteanschluss ist durch eine Arretierung gesichert, die automatisch beim Herstellen der Verbindung fest einrastet. Auf Seiten der A- und B-Stromversorgung lassen sich die Kabelanschlüsse über einen Drehverschluss verriegeln. Bewegungen, Vibrationen und Zug an den Kabeln beeinträchtigen so nicht mehr länger die Stabilität der Verbindungen, und der Strom kann zuverlässig und redundant gesichert verteilt werden.

Auch IT-Geräte, die ab Werk für eine redundante Stromversorgung ausgelegt sind, können von der Technik profitieren. Bei solchen Devices muss auf einen beidseitigen Anschlussschutz beim Stromkabel nicht verzichtet werden. Die über Daxten erhältlichen „zLock“-Stromkabel in den Ausführungen „C13“ auf „C14“, „C19“ auf „C20“ und „C15“ auf „C14“ ersetzen einfach das von Haus aus mitgelieferte Kabel und sorgen für allseits gesicherte Verbindungen.

Besuch auf der Data Center World 2017

Zu sehen und in die Hand zu nehmen ist die Neuheit μZonit ATS sowie weitere Lösungen zur Optimierung der Stromverteilung am 28. und 29. November 2017 am Daxten-Stand 330 auf der „Data Centre World 2017“ (DCW) in Frankfurt.

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