On-Premises, Cloud, Multi-Cloud oder hybrides Recovery nutzen Das Shared-Responsibilty-Modell ignorieren viele Unternehmen

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Thomas Joos

Das einfache Auslagern von Diensten in die Cloud stellt noch kein Recovery-Konzept dar. Beim Buchen von Cloud-Ressourcen müssen Unternehmen das Shared-Responsibilty-Modell beachten. Der Cloudanbieter stellt die Infrastruktur zur Verfügung und betreibt sie auch. Er sichert aber keinerlei Daten. Für die Sicherung der Daten ist der Kunde verantwortlich.

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Automatisierung im Datencenter (Bild von kewl auf Pixabay )
Automatisierung im Datencenter (Bild von kewl auf Pixabay )
(Automatisierung im Datencenter (Bild von kewl auf Pixabay ))

Auch die Erstellung eines eigenen Wiederherstellungskonzeptes ist ein sinnvoller Weg, auch wenn bei Ausfällen der Cloudanbieter natürlich versucht so schnell wie möglich die Infrastruktur wiederherzustellen. Wie schnell auch die Rechenzentren bei Cloudanbietern ausfallen können, zeigt der Fall bei OVH. Aus diesem Grund sollten sich Unternehmen auf alle Eventualitäten vorbereiten, die starke wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Immer mehr Unternehmen und Organisationen betreiben Workloads im lokalen Rechenzentrum (On-Premises) parallel zu Diensten in der Cloud in hybriden Netzwerken. In der Studie Hybrid IT 2021 von IDG Research gaben 70 Prozent der befragten Unternehmen an bereits produktiv auf Lösungen aus der Cloud parallel zu den Workloads On-Premises zu setzen. Dabei kommen Planung für den Datenschutz, Backup und die Kontinuität des Geschäftsbetriebs oft zu kurz, der Trend für die Einbindung der Cloud in die Infrastruktur ist aber nicht zu leugnen.

Backups reichen nicht aus, um die Kontinuität des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten

Aktuelle Angriffe zeigen, dass Organisationen sich bereits vor Angriffen gründlich vorbereiten sollten, um sicherzustellen, dass im Notfall das Rechenzentrum wieder in Betrieb genommen werden kann und auch die Daten maximal sicher zur Verfügung stehen. Ein einfaches Backup reicht nicht mehr aus, um den Anforderungen an Sicherheit, Betrieb und Datenschutz in 2022 entgegenzustehen.

Fällt die Infrastruktur aus, bringt eine Datensicherung zunächst nichts. Ohne vorhandene Infrastruktur können die Daten nicht genutzt werden. Dazu kommt die große Zeitdauer bis eine komplette Datensicherung wiederhergestellt ist. Unternehmen sollten sich optimal auf die verschiedenen Szenarien vorbereiten, um den Herausforderungen der nächsten Jahren gewachsen zu sein.

Wie können sich Unternehmen auf die Herausforderungen vorbereiten?

Um sich auf die Herausforderungen der nächsten Jahre vorzubereiten, sollten Unternehmen Pläne erstellen, wie der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden kann, wenn die lokale IT-Infrastruktur zum Teil oder komplett aus welchen Gründen auch immer ausfällt. Erfolgreiche Angriffe von Ransomware auf Netzwerken werden jährlich wahrscheinlicher und Virenscanner alleine schützen schon lang nicht mehr zuverlässig.

Bei den Plänen kann es sich um gespiegelte Rechenzentren handeln, was für viele Organisationen zu hohe Investitionen bedeuten würde, oder das Auslagern von Infrastrukturen in die Cloud. Auch ein hybrider Ansatz ist denkbar in verschiedenen Gewichtungen, genauso wie Multi-Cloud-Umgebungen. Hier muss jede Organisation für sich planen, und dabei auch berücksichtigen welche Auswirkungen der Ausfall eines Rechenzentrums für mehrere Tage bedeutet. Die Kosten, die dabei entstehen sind häufig sehr viel höher, als planbare und sinnvoll Vorbereitungen auf ein solches Szenario. Nicht zu unternehmen und zu planen ist in jedem Fall fahrlässig und wird Unternehmen hochwahrscheinlich in der Zukunft vor große Probleme stellen.

 

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