Wofür braucht es Pods? Container-Technologie ist die Virtualisierung 2.0

Autor / Redakteur: Andrea Wörrlein* / Ulrike Ostler

Container sind bei der Entwicklung von Cloud-Applikationen unverzichtbar. VNC, führender Entwickler von Open-Source-basierten Unternehmensanwendungen, erläutert die Vorteile.

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„Ich podde jetzt“, heißt es derzeit in der Ariel-Werbung von Procter & Gamble für Flüssigwaschmittel in Gelkissen. Das Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kritisiert jedoch, dass diese Caps nicht individuell dosierbar und deshalb kaum umweltgerecht seien. Pods im Zusammenhang mit Software-Containern erlauben genau das Gegenteil: Flexibilität durch Microservices.
„Ich podde jetzt“, heißt es derzeit in der Ariel-Werbung von Procter & Gamble für Flüssigwaschmittel in Gelkissen. Das Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kritisiert jedoch, dass diese Caps nicht individuell dosierbar und deshalb kaum umweltgerecht seien. Pods im Zusammenhang mit Software-Containern erlauben genau das Gegenteil: Flexibilität durch Microservices.
(Bild: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Die Virtualisierung hat mit der logischen Trennung von Hard- und Software die IT flexibler und effizienter gemacht. Für viele Applikationen, die in Hybrid-, Cloud- und Multi-Cloud-Umgebungen betrieben werden, stößt die herkömmliche Anwendungsvirtualisierung mit Hypervisoren jedoch an ihre Grenzen. Die dabei genutzten virtuellen Maschinen sind zu groß, zu langsam und zu anspruchsvoll in ihrem Ressourcenbedarf.

Mit der Containerisierung steht jedoch die dafür prädestinierte Technologie schon bereit. Container sind mit ihren Microservices und Pods die Antwort auf die wachsende Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Sie werden für hochskalierbare Echtzeit-Applikationen wie beispielsweise Messenger oder Videokonferenzsysteme benötigt, die nur mit Container-Technologie operabel sind. Hier sind weitere Vorteile:

„Die Container-Technologie entwickelt sich mit unglaublicher Dynamik weiter“, betont Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug. „Wer jetzt nicht massiv in Kompetenz und kluge Köpfe investiert, gerät in Gefahr, bei der Software-Entwicklung den Anschluss zu verlieren.“
„Die Container-Technologie entwickelt sich mit unglaublicher Dynamik weiter“, betont Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug. „Wer jetzt nicht massiv in Kompetenz und kluge Köpfe investiert, gerät in Gefahr, bei der Software-Entwicklung den Anschluss zu verlieren.“
(Bild: VNC)

  • 1. Container benötigen weder Hypervisor noch Gastbetriebssystem: Anders als virtuelle Maschinen interagieren Container mit einer kompletten Laufzeit-Umgebung, die alle notwendigen Tools, Programmbibliotheken und Konfigurationsdateien umfasst. Sie sind gegenüber der Betriebssystemebene vollständig virtualisiert. Auch der Einsatz eines Hypervisors ist nicht mehr notwendig. Das spart Ressourcen (beispielsweise Speicherplatz), beschleunigt den gesamten Prozess und steigert die Portabilität von Anwendungen.
  • 2. Container sind klein, agil und modular: Im Gegensatz zu virtuellen Maschinen sind Container schlank und selten größer als 100 Megabyte. Dadurch sind sie schnell zu starten, steigern die Auslastung von Servern und gestatten den Einsatz von Funktionsmodulen, sogenannten Microservices, innerhalb von Pods. Das kann eine Anwendungslogik oder ein Datenbank-Service sein, die sich auch in anderen Containern einsetzen lassen und über Kubernetes verwaltet werden. Die automatisierte Lastverteilung erleichtert zudem Updates und Upgrades ohne Downtime.
  • 3. Container machen Anwendungen hochskalierbar: Container-basierte Anwendungen sind flexibel sowohl nach oben als auch nach unten skalierbar. Bei Lastspitzen, beispielsweise bei überraschend vielen Teilnehmern in einem Messaging-Tool oder einem Videokonferenzsystem, werden einfach weitere Pods gestartet. Zusätzliche notwendige Ressourcen können on-demand genutzt und anschließend wieder heruntergefahren werden – und das unabhängig von einer bestimmten Plattform.
  • 4. Container sind Provider-agnostisch: Container können unabhängig von der IT-Infrastruktur, auf der die Programme gehostet werden, und von dem Dienstleister, der sie bereitstellt, eingesetzt werden. Das ermöglicht die Nutzung von Hybrid- und Multi-Cloud-Szenarien und vermeidet einen Vendor-Lock-in, denn es eröffnet die Chance, jederzeit den Provider wechseln, oder mehrere Dienstleister hybrid einsetzen zu können.
  • 5. Container erleichtern DevOps: Die Trennung zwischen Entwicklung (Development) und Betrieb (Operations) kann mit Containern leichter überwunden werden. Da sie sowohl gegenüber der Hardware als auch dem Betriebssystem virtualisiert sind, können sie nicht nur leichter auf andere Maschinen portiert, sondern auch einfacher von Test- auf Produktionssysteme übertragen werden.

* Andrea Wörrlein ist Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug.

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