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Wider den Hype in der Branche Cloud Foundry-Studie zum Einsatz von Containern

| Redakteur: Ulrike Ostler

Container sind hipp – keine Frage. Aber wie steht es um die tatsächliche Nutzung? Die „Cloud Foundry Foundation Global Perception Study“ geht der Frage nach und stellt einen verhaltenen Einsatz von Containern in produktiven Umgebungen sowie ein stärkeres Wachstum bei „Kubernetes“ als von „Apache Mesos“ und „Docker“ fest.

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Im vergangenen Jahr stellte die Cloud Foundry Foundation das erste Mal einen Bericht zur Container-Nutzung vor. In diesem Jahr nehmen die Studien-Macher auch Bezug auf die Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen.
Im vergangenen Jahr stellte die Cloud Foundry Foundation das erste Mal einen Bericht zur Container-Nutzung vor. In diesem Jahr nehmen die Studien-Macher auch Bezug auf die Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen.
(Bild: Cloud Foundry Foundation September 2017)

Trotz des anhaltenden Hypes um Container und ihr Potenzial nutzen laut der Studie von der Cloud Foundry Foundation tatsächlich lediglich 25 Prozent der Unternehmen Container-Technologie in produktiven Umgebungen. Damit stellt sie einen bescheidenen Anstieg um nur drei Prozent gegenüber dem Jahr 2016 fest. Die Foundation, Anbieter des Multi-Cloud-Branchenstandards „Cloud Foundry“, hat dafür über 540 Enterprise-Entwickler aus verschiedenen Branchen befragt.

Abby Kearns, Executive Director der Cloud Foundry Foundation, sagt: „Der Container Report 2016 belegt, dass die Begeisterung für Container und ihr Potenzial groß ist. Gedämpft wird diese Begeisterung jedoch durch die Herausforderungen, die mit der Bereitstellung, Verwaltung und Orchestrierung von Containern im Hinblick auf Skalierung einhergehen.”

Das liege 2016 vermutlich daran, dass es nur wenige Lösungen zur Verwaltung von Docker-Containern für den Einsatz in Unternehmen gab. Laut Umfrage standen wohl keine für den Unternehmenseinsatz geeigneten guten Alternativen zur Verfügung, abgesehen von dem von einem Provider verwalteten Container Service oder PaaS.

Container in der Cloud

53 Prozent der Unternehmen, die 2017 auf Container setzen, nutzen entweder einen Container Service wie „AWS EC2“, „GCE“ oder ein von einem Provider verwaltetes PaaS wie „IBM Bluemix“ oder „Microsoft Azure“. Bei nur 15 Prozent kommen selbst verwaltete Container-Orchestrierungs-Tools zum Einsatz. In dieser Gruppe setzen 27 Prozent auf „CoreOS Tectonic“, eine kommerzielle Kubernetes-Distro, gefolgt von „Hashicorp Nomad“, „Docker Swarm“ und „Mesos“ mit jeweils 20 Prozent. Bei keinem dieser Unternehmen ist Open-Source-Kubernetes im Einsatz.

Darüber hinaus aber besteht in der Technologie-Community ein wachsender Konsens darüber, dass Kubernetes de facto immer häufiger zum Einsatz kommt und die selbst verwalteten Container-Orchestrierungstools Mesos und Docker Swarm hinter sich lässt.

Ein Blick auf zweitrangige Metriken, zum Beispiel Google Trends, ist ein Indikator dafür, dass das Interesse an Kubernetes in einem Jahr um nahezu 200 Prozent zugenommen hat, während Docker Swarm einen Zuwachs von 66 Prozent zu verzeichnen hat und Mesos bei null Prozent liegt.

Die größte Herausforderung: Container-Management

Kearns sagt: „Ein Jahr später stellen wir in unserem Follow-up fest, dass das Interesse in gleichem Maße weiterhin zunimmt, aber der tatsächliche Einsatz von Containern noch immer keine Fahrt aufnimmt. Nach unserer Einschätzung spiegelt der schrittweise oder zögerliche Einsatz von Containern in produktiven Umgebungen mehr die zentrale Herausforderung wider, auf die wir im Container Report 2016 hingewiesen haben: Container-Management ist eine reale Herausforderung und spielt eine wichtige Rolle, wenn es um Skalierung geht.”

Das spielt der Cloud Foundry Foundation in die Hände. Cloud Foundry ist ein unter der Apache License 2.0 stehendes Projekt und auf Github verfügbar. Das Projekt wird von den größten Technologieunternehmen der Welt, unter anderem Cisco, Dell EMC, Hewlett Packard Enterprise, Google, IBM, Microsoft, Pivotal, SAP und Suse gefördert.

Aber auch bei so einigen Fertigungsunternehmen, Telekommunikationsanbietern und Finanzdienstleistern kommt die Plattform zum Einsatz. Nur Cloud Foundry biete die für die kontinuierliche Auslieferung (Continuous Delivery) von Anwendungen erforderliche Geschwindigkeit, um mit dem schnelllebigen Business Schritt halten zu können, heißt es von der Foundation.

Die containerbasierte Architektur von Cloud Foundry führt Applikationen in jeder Sprache in der Cloud Ihrer Wahl aus, sei es Amazon Web Services (AWS), Google Cloud Platform (GCP), IBM Cloud, Microsoft Azure, OpenStack, „VMware vSphere“ oder andere.

Anmerkung der Redaktion: Auf der Berliner Konferenz der Cloud Native Computing Foundation im vergangenen Jahr, stellten unter anderem Swisscom, Bla Bla Car, SAP und die Allianz ihre Container-Projekte vor. Dabei zeigte sind, dass große Anwendungen, auch die Kernsysteme in den Unternehmen, ein Re-Design erfahren. Das dürfte komplex sein und einige Zeit dauern und somit in der Statistik der „Cloud Foundry Foundation Global Perception Study“ noch nicht auftauchen.

Veranstaltungshinweis

Wer mehr über die Rolle von Containern in Unternehmen und ihre Beziehung zum Cloud Foundry-Ökosystem erfahren möchten, nimmt am Cloud Foundry Summit Europe 2017 teil, der vom 11. - 12. Oktober im schweizerischen Basel stattfindet.

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