Beschleunigtes Deep Learning

Cisco stellt Server für KI- und ML-Workloads vor

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Ulrike Ostler

(Bild: Screenshot / Cisco Blog)

Mit dem neuen UCS-Server („Unified Computing System“) C480 ML M5 will Cisco Deep-Learning-Projekte auf Trab bringen. Das System wurde speziell für die Verarbeitung von KI- und Machine-Learning-Workloads (ML) entwickelt.

Bei Deep Learning handelt es sich um eine rechenintensive Form des maschinellen Lernens. Sie nutzt unter anderem neuronale Netze und große Datensätze, um KI-Systeme für komplexe Aufgaben zu trainieren. Dies stellt aber entsprechende Anforderungen an die IT-Infrastruktur und setzt Tools voraus, die große Informationsmengen in einen sinnvollen Zusammenhang bringen. Cisco will hierfür mit dem UCS-Server C480 ML M5 die passende Technik anbieten.

Nvidia-basiert und modular

Der Server ist modular aufgebaut und belegt vier Höheneinheiten im Rack. Als technische Grundlage setzt Cisco auf Elemente seiner UCS-B- und C-Serie sowie der HyperFlex-Reihe. Dual-Intel-Xeon-Prozessoren mit bis zu 28 Cores sowie maximal 3 Terabyte an Hauptspeicher in Form von 128-Gigabyte-DDR4-DIMMs stellen das Herzstück des Systems dar. Der C480-ML-M5-Server entstand in Zusammenarbeit mit Nvidia: Für die Rechenleistung sorgen bis zu acht Tesla-V100-Tensor-Core-GPUs, die dank NVLink-Unterstützung auch hohe Datendurchsätze bewältigen. NVLink erreicht etwa die zehnfache Bandbreite im Vergleich mit PCI Express und verbindet die GPUs direkt miteinander („Hybrid Cube Mesh“).

In 24 SFF-Schächten („Small Form Factor“) finden SSDs mit insgesamt maximal 182 Terabyte an Speicherkapazität Platz. Sechs dieser Laufwerkseinschübe sind NVMe-kompatibel und ermöglichen somit den Einbau besonders leistungsfähiger Speichermedien. Für die nötige Kühlung sorgen vier 92-Millimeter-Lüfter in Verbindung mit einem ausgeklügelten Heatsink- und Wärmeabfuhrdesign. Erweiterungen lassen sich über vier PCIe-3.0-Slots realisieren. Angebunden wird der Server über zwei 10-Gigabit-Ethernet-Ports.

Entwickelt für Datenwissenschaftler

Cisco sieht vor allem Data Scientists und Entwickler als Zielgruppe für den UCS C480 ML M5. Neben der leistungsfähigen Technik stellt das Unternehmen mit dem DevNet AI Developer Center und der DevNet Ecosystem Exchange auch Tools und Ressourcen für die Entwicklung neuartiger Apps bereit. Das Cloud-basierte Systemmanagement über Cisco Intersight erleichtert zudem die Arbeit der IT-Abteilung. Unter anderem ermöglicht es die Automatisierung von Richtlinien und Operationen für die gesamte Infrastruktur. Cisco nutzt Container- und Multicloud-Computing-Modelle, um Open-Source-Software in großem Maßstab auszurollen. Maschinelle Lernumgebungen und Software wie Anaconda, Kubeflow sowie Hortonworks- und Cloudera-Produkte sind für den neuen Server validiert. UCS-Kunden, die Kubeflow auf Kubernetes verwenden, können KI-Workloads direkt in der Google Kubernetes Engine implementieren und dabei sowohl On-Premise- als auch Cloud-ML-Funktionen nutzen.

Verfügbarkeit

Der Cisco UCS C480 ML M5 Rack-Server wird voraussichtlich im Laufe des vierten Quartals 2018 über die Cisco-Partner erhältlich sein. Preise nannte der Hersteller noch nicht. Das Angebot wird zusammen mit einer Reihe von KI- und ML-Support-Funktionen von Cisco Services auf den Markt kommen, die Analytik, Deep Learning und Automatisierung abdecken.

Weitere Informationen zum neuen UCS-Server sind in einem Blog-Eintrag von Cisco zu finden.

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45504427 / Server)