End-to-End-Visibilität in Storage-Netzen

Brocade Analytics Monitoring Plattform analysiert SANs

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die „Brocade Analytics Monitoring Plattform“ soll durchgängige Transparenz und einen besseren Einblick in die Performance von Applikationen ermöglichen.
Die „Brocade Analytics Monitoring Plattform“ soll durchgängige Transparenz und einen besseren Einblick in die Performance von Applikationen ermöglichen. (Bild: Brocade)

Brocade will mit der „Analytics Monitoring Plattform“ durchgängige Transparenz und einen besseren Einblick in die Performance von Applikationen ermöglichen. Dadurch können Anwender die Latenz ihrer Speichernetzwerke um bis zu 70 Prozent senken.

Unternehmen, die die digitale Transformation durchlaufen, setzen Virtualisierung, Cloud-Technologien und Automation ein, um Applikationen schneller als je zuvor bereitstellen zu können. Allerdings wird das Rechenzentrum auf Grund der wachsenden Leistungserwartung der Endnutzer immer komplexer. Oft mangelt es vielen Unternehmen an den nötigen Tools und der Übersicht, um sich in dieser Komplexität zurechtzufinden und festzustellen, welche Geräte für leistungsbezogene Probleme verantwortlich sind.

Mithilfe der Brocade Analytics Monitoring Plattform könnten leistungsbezogene Probleme um bis zu 70 Prozent reduziert werden, indem Veränderungen im Leistungsverhalten schnell identifiziert und Problemursachen präzise lokalisiert werden können, noch bevor die Nutzer real betroffen sind.

Denn laut der Gartner-Studie „Storage Monitoring: Move From a Fragmented Visibility Toward an Integrated Approach” vom Juli des vergangenen Jahres haben „die Größe von Datenblocks, Read/Write-Ratio, Kompressions- und Deduplikations-Ratios sowie die Virtual Machine (VM) Density“ auf einem Server starken Einfluss auf die Gesamtleistung von Speichergeräten. Diese Parameter unterscheiden sich von Applikation zu Applikation.

Nur ein Tool anstelle von vielen

Architekten müssen diese Parameter also evaluieren und genau aufeinander abstimmen, um die Leistung zu optimieren und die Service Level Agreements (SLAs) zu erfüllen. Diese Maßnahmen müssen zudem durchgehend auf Konfigurationsveränderungen überprüft werden. „Die Investition in Storage-Monitoring-Tools, die helfen, diese Metriken in der gesamten Applikationsumgebung zu aggregieren, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Gartner-Analysten.

Jack Rondoni, Vice President of Storage Networking bei Brocade, hebt den Wert des eigenen Tool wie folgt hervor: „Durch die Brocade Analytics Monitoring Plattform ist es nicht länger notwendig, mehrere Lösungen auf verschiedenen Endgeräten zu implementieren. Die Plattform ermöglicht einen genauen Einblick in die Server-, Storage- und Netzwerk-Performance“, sagt er.

Neue Monitoring-Funktionen der Brocade Analytics Plattform

Die Plattform ist eine speziell angefertigte SAN-Anwendung, die die I/O-Performance auf Applikations- und Device-Ebene misst und das Traffic-Verhalten in Brocade Gen 6- und Gen 5-Fibre-Channel-Netzwerken analysiert. Die Software versorgt Administratoren mit dedizierten Informationen, durch die sie die Applikationsleistung verbessern können. Durch die Verwendung der „Brocade Fabric Vision“- Technik ist die Brocade Analytics Monitoring Plattform nicht-invasiv und unterbrechungsfrei zu implementieren und bietet End-to-End-Performance-Daten, um den Zeitaufwand für Störungsbehebungen erheblich zu senken.

Die neuen Funktionen der Brocade Analytics Monitoring Plattform bieten:

  • Größere Flexibilität von Monitoring und Alerting mit Flow Collections. Diese Funktion ermöglicht Nutzern, Monitoring-Levels für Geräte und Applikationen oder andere eindeutig definierte Gruppen von Datenflüssen individuell anzupassen.
  • Die Fähigkeit, logische Gruppen von hochgranularen Flow-Informationen zu erstellen, vereinfacht die Fehlerbehebung, beschleunigt Planungsprozesse und bietet einfache aber dennoch flexible Monitoring-Optionen für Nutzer.

Verbesserte User-Workflows im „Brocade Network Advisor“ für die Analytics Monitoring Plattform ermöglichen Anwendern, Problemverhalten umgehend zu identifizieren und schnell eine Ursachenanalyse durchzuführen. Ein neuer Investigationsmodus bietet einen intuitiven Einblick in alle Details, die für das Verständnis von komplexem Verhalten und korrelierenden Ereignissen notwendig sind.

Eine Flow-Filtering-Funktion ermöglicht Nutzern, kritische Informationen selbst in komplexen und virtuellen Umgebungen mit Tausenden Geräten und Flows zu ermitteln. Individualisierbare Reporting-Funktionen setzen Metriken und Events in Beziehung, fassen Trends für die Verhaltensanalyse zusammen und dokumentieren die Einhaltung von Performance-SLAs. Eine neue Datenbankarchitektur in „Brocade Network Advisor“ ermöglicht eine dynamische Nutzererfahrung und verbesserte Skalierbarkeit für große Umgebungen. Eine nutzerfreundliche Dashboard-Oberfläche und modernes Hardwaredesign.

Funktionsausblick

Unternehmen, die die Brocade Analytics Monitoring Plattform in Brocade Gen 6 oder Gen 5 Fibre Channel SANs nutzen, sind darüber hinaus in der Lage, „VM Insight“ einzusetzen, um einen durchgängigen Einblick in die Applikationsleistung einzelner VMs zu erhalten. Brocade plant, „VM Insight 2017“ als Teil der Fabric Vision Technik zu veröffentlichen.

VM Insight wird es Nutzern ermöglichen, ihre VM-Leistung und die Verfügbarkeit in virtualisierten Rechenzentren zu verbessern. Dabei verwendet VM Insight standardbasiertes VM-Tagging für das Monitoring von VM-Level Applikationsleistungsverhalten. Storage-Administratoren können mit diesen Informationen einen Grundwert für die Applikationsleistung festlegen und Anomalien identifizieren, um die Infrastruktur genau einzustellen und Service-Level-Vorgaben zu erfüllen.

Lee Caswell, Vice President, Storage & Availability bei VMware, zeigt sich mit den Brocade-Plänen einverstanden: „Die Grenzen zwischen operativen und Business-Applikationen verschwimmen immer mehr. Deshalb ist es wichtig, in der Lage zu sein, Tools einzuführen, die es IT-Unternehmen ermöglichen, tiefgreifende Informationen über jeden Aspekt ihres Rechenzentrums zu erhalten.“,

Erfahrung, Verfügbarkeit, Präsentation

Jean Luc Aslan, Data Center Architect bei Swisscom, setzt das Brocade-Tool bereits ein: „Seit wir die Brocade Analytics Monitoring Plattform verwenden, haben wir eine bessere Einsicht in unsere gesamte SAN-Umgebung. Dadurch sind wir in der Lage, Probleme besser zu beheben. Die Zeit, die wir für die Fehlerbehebung benötigen, hat sich dadurch von Wochen auf Tage verkürzt.“

Die neuen Funktionen der Brocade Analytics Monitoring Plattform werden erstmals präsentiert auf der VMworld 2016 US, die noch bis zum 1. September läuft, am Brocade Stand #935. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für das vierte Quartal 2016 geplant. Auch VM Insight wird auf der VMworld 2016 präsentiert.

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