Berliner Managed-Hosting-Spezialist migriert von Open VZ auf Parallels Virtuozzo Containers

Berliner Hoster Syseleven setzt auf Softwarevirtualisierung

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Softwarevirtualisierung im Vorteil

Die Frage, welche Virtualisierung für die Server zum Einsatz kommen soll, hat Marc Korthaus schnell abgehakt: „Unsere Kunden haben im Bereich der Betriebssysteme eine klare Forderung: Linux-Umgebungen sind gefragt. Auf ihnen kommen die typischen Software-Stacks mit Apache-Webserver, Tomcat-Applikationsserver, Ruby-Applikationen sowie meist noch MySQL-Datenbanken und jede Menge PHP- sowie auch Java-Code zum Einsatz. Daher sind wir mit der Betriebssystem-Virtualisierung wie sie bei Open VZ, der Opensource-Variante von Parallels Virtuozzo Containers gut bedient. Hypervisor-basierte Ansätze wie etwa die von Citrix und VMware haben hier Nachteile. Wir sind zwar VMware-Partner, sehen aber, dass die Betriebssystem-Virtualisierung viele Vorteile bietet.“

Dazu zählt er die Performance der Lösung. „Konzepte wie sie bei FreeBSD mit den Jails, bei Suns Solaris aber auch bei den Containern von Parallels Virtuozzo Containers zum Einsatz kommen, teilen den Server wie einen Kuchen auf. Dazu benötigen sie keinen Hypervisor, der seinerseits spezielle Treibern für eine Hardware-Beschleunigung braucht, damit das System einigermaßen Performance liefert – und dann doch wieder im IO-Durchsatz abfällt“, begründet Korthaus seine Entscheidung.

Ein Hypervisor benötige deutlich mehr Kontextswitches, wenn er viele Virtuelle Maschinen (VMs) mit verschiedenen Gastbetriebssystemen zu unterstützen hat. Bei Parallels Virtuozzo Containers oder Open VZ dagegen ist der richtige Kernel schon am Laufen, und die Ressourcen lassen sich elegant nach oben zur Applikation durchreichen.

Intel habe mit seinen Virtualisierungs-Erweiterungen im Rahmen der Technologie „Intel VT“ sowie mit zusätzlichen Hardware-Vorkehrungen bei der 5000er-Prozessorreihe die Sache für den Hypervisor-Einsatz etwas entschärft. Dazu hat der Prozessor-Primus das Kontextumschalten in Hardware eingebaut, das derartige Aufgaben nochmals beschleunigt. Doch auch das Thema Treiber sei bei Hypervisor-Architekturen nicht zu vernachlässigen. Dabei müsse man sich zum Beispiel beim ESX-Server auf die aktuell unterstützten Hardware-Komponenten beschränken. Und der IO-Bereich bleibe bei den heutigen Hypervisor-basierten Systemen doch noch hinter den ansonsten machbaren Werten zurück.

Containter-Technologie

Einen weiteren Vorteil für die Container-Technologie macht Korthaus im Bereich des Verwaltungsaufwands aus: „Wer die Betriebssystem-Virtualisierung verwendet, der muss die Gastbetriebssysteme in den Containern nicht zusätzlich aktualisieren. Sicherheits-Updates brauchen immer nur im Basis-Betriebssystem eingespielt werden.“ Damit spare man viel Ärger, denn auch wenn die Systeme weitgehend automatisch aktualisiert werden, sollte man doch immer zuvor getestet haben, welche Auswirkungen ein derartiges Update auf einem Produktivsystem nach sich zieht.

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