Berliner Managed-Hosting-Spezialist migriert von Open VZ auf Parallels Virtuozzo Containers

Berliner Hoster Syseleven setzt auf Softwarevirtualisierung

28.08.2009 | Redakteur: Ulrich Roderer

„Bei Betriebssystem-Virtualisierung muss man die Gastbetriebssysteme nicht zusätzlich aktualisieren“, Marc Korthau, Geschäftsführer Syseleven
„Bei Betriebssystem-Virtualisierung muss man die Gastbetriebssysteme nicht zusätzlich aktualisieren“, Marc Korthau, Geschäftsführer Syseleven

Hohe Packungsdichte, schneller Rollout von virtuellen Maschinen, weitgehende Automatisierung der Verwaltungsarbeiten: der Berliner Hoster Syseleven wechselt von der Opensource-Software Open VZ zum kommerziellen Produkt Parallels Virtuozzo Containers.

Der Berliner Hoster SysEleven hat seine komplette IT-Architektur neu konzipiert. „Unsere Kunden bekommen ein sehr ausfallsicheres Setup – in der Größenordnung wie es sich vor wenigen Jahren nur große Banken leisten konnten“, sagt Marc Korthaus.

Der Geschäftsführer und Inhaber von Syseleven sieht zudem in der Skalierbarkeit einen Ansatzpunkt, um sich von Standard-Hostern zu unterscheiden: „Wir hosten zum Beispiel die Website für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin. Hier rechnen wir mit einer Million Besucher pro Tag auf der Website. Da müssen wir sehr genau überwachen, wie gesund die Maschinen sind und unter Umständen blitzschnell reagieren, indem weitere Server dazu geschaltet und über die Lastverteiler eingeklinkt werden.“

Für derartige Szenarien hat sich Korthaus eine Abkehr von früheren Konzepten überlegt. „Den alten Ansatz mit einem eigenen Root-Server für einen Kunden, der dann mit mehr Arbeitsspeicher und Festplatten aufgerüstet, oder der gar durch ein neueres System ersetzt wird – den hatten wir bereits mit unserer alten Architektur vergessen lassen. Da kam bereits Server-Virtualisierung mit IBM-Blades auf Basis von Open VZ zum Einsatz. Allerdings hatten wir noch lokale Platten den Servern zugeordnet.“

Zentrales Speicherkonzept

Die Neukonzeption macht mit dieser Architektur Schluss: „Wir haben den Speicher zentralisiert. Die IBM-Blades – die älteren HS 21, HS21 XM sowie die neu angeschafften HS 22 – verfügen über zwei Prozessoren mit je zwei oder vier Kernen. Dabei wird möglichst viel RAM auf das Blade gepackt – bis zu 48 GByte pro Blade.“

Diese Server verfügen über keine lokalen Platten mehr sondern booten in der Regel über 10GbE-Ports (10 Gigabit Ethernet) direkt aus dem Speichersystem. Nach einer langen Evaluierungen hat sich der Provider für Sun Enterprise Open Storagesystem entschieden, namentlich ein S7410C in der Cluster-Variante. Dabei setzt der Hersteller auf ZFS, viel RAM-Cache und auch SSD-Laufwerke als Zwischenspeicher ein, um die Zugriffe auf die Daten zu beschleunigen.

Die Reaktionszeit dieses Speichersystems liegt im Mikrosekundenbereich und schlägt damit andere Speicherkonzepte wie etwa ein entsprechendes Netapp-System, das die Anfragen in einer für Syseleven typischen Aufgabenstellung nur im Millisekundenbereich beantworten kann.

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