Grundlagen: Backup von virtuellen Maschinen

Backup-Technologien zum Schutz von virtuellen Maschinen

10.09.2008 | Autor / Redakteur: DataCenter-Insider.de / Ulrich Roderer

VMware Consolidated Backup ermöglicht das Backup virtueller Maschinen ohne Agenten.
VMware Consolidated Backup ermöglicht das Backup virtueller Maschinen ohne Agenten.

Mit dem Wachstum der virtualisierten Server werden der Schutz und das Sichern zunehmend zu einem Problem. Es reicht nicht, wenn Administratoren einfach jeden virtuellen Server und die Daten über ein Backup sichern. Der Schutz ist auch für die Images des virtuellen Servers notwendig – seinem Betriebssystem, seiner Konfiguration und seinen Einstellungen – und seinen Metadaten auf dem physikalischen Server, der die Beziehung des virtuellen Servers zur vernetzten Storage-Infrastruktur definiert.

Eine Herausforderung für IT-Administratoren ist die Wahl der richtigen Lösung aus der Vielfalt von Angeboten für virtuelle Server:

  • Traditionelle agentenbasierte Backup-Software, die einen Software-Agenten auf jeder virtuellen Maschine installiert, um sie zu sichern.
  • Serverless Backup oder Consolidated Backup, das die Backup-Verarbeitung von den virtuellen Maschinen auf einen separaten physikalischen Server auslagert.
  • Erstellen von Snapshots oder Cloning von virtuellen Maschinen mit Software-Lösungen des Virtualisierungsherstellers beziehungsweise mit mitgelieferter Software, die Daten und Images sichert.
  • Eigene Skripts schreiben, die die virtuellen Maschinen stilllegen (um die Anzahl von laufenden Prozessen zu reduzieren), den Inhalt sichern und die virtuelle Maschine wieder in Betreib nehmen.
  • Eine Kombination aus agentenbasierter Software und Klonen.

Jeder Ansatz für das Backup von virtuellen Maschinen hat seine Vorteile und Nachteile. Hauptargument unter den Nachteilen ist die Auswirkung auf Netzleistung und Anwendungen.

Während Virtualisierung zu einer besseren Auslastung der Serverressourcen führen kann, kann das gleichzeitige Sichern der neu geschaffenen virtuellen Maschinen eines physikalischen Servers zur Folge haben, dass das Netz überlastet und die Performance der Anwendungen auf den virtuellen Maschinen erheblich eingeschränkt wird.

Da durch die Virtualisierung von physikalischen Maschinen die Anzahl von Servern auf einem einzelnen Bus steigt, empfiehlt Chris Wolf, führender Analyst der Burton Group, den Anwendern, nur physikalische Server für die Virtualisierung zu verwenden, die einen PCI-Express-Bus (PCI e) enthalten.

Das Problem bei der Virtualisierung liegt besonders darin, dass die gemeinsame Nutzung des Ein/Ausgabe-Kanals für alle PCI-Geräte einen erheblichen Einfluss auf die Bandbreite des Busses hat.

Traditionelle PCI-Geräte können zu schwerwiegenden Leistungseinbußen führen, wenn sich etwa sechs bis zehn virtuelle Maschinen denselben Bus teilen. Es sollte daher ein PCI-Express-Bus für alle neuen Virtualisierungsprojekte eingesetzt werden, da er eine Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 16 Gbit/s im Full-Duplex-Modus anbietet, im Gegensatz zu PCI Extended, der einen Maximaldurchsatz von nur 4 Gbit/s erreicht.

Ein anderer zu berücksichtigender Faktor sind die Kosten, die beim Einsatz einer agentenbasierten Backup-Software in virtuellen Umgebunden entstehen. Da die meisten Anbieter von Backup-Software eine separate Lizenz für jede virtuelle Maschine, sowie auch für die benötigten physikalischen Maschinen verlangen, können die Lizenzkosten schnell ausufern.

Der Vorteil der agentenbasierten Backup-Software ist, dass IT-Administratoren mit ihnen vertraut sind, nachdem sie diese seit vielen Jahren eingesetzt haben, um ihre physikalischen Maschinen in der Infrastruktur zu sichern.

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2014236 / IT-Services)