Die Datacenter Fabric von Extreme

Aktive Netzwerktechnik für das Rechenzentrum und bis zum Edge

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Das Management-Team von Extreme Networks auf der EMEA Partner Conference 2019 in Athen.
Das Management-Team von Extreme Networks auf der EMEA Partner Conference 2019 in Athen. (Bild: Dietmar Müller)

Die Akquisition hat alles verändert. Für rund 272 Millionen Dollar hatte sich der Switching-Spezialist Extreme Networks im Sommer mit dem praktisch gleichgroßen Experten für über die Cloud gemanagte Netze Aerohive Networks verstärkt. Die damit ans Bord geholten Edge-Fähigkeiten sollen Extreme Networks zu einem Komplettanbieter für Netze „vom Rand des IoT bis hinein ins Rechenzentrum“ machen.

Speziell für den Rechenzentrumsbetrieb hat Nabil Bukhari, Chief Product and Engineering Officer bei Extreme, auf der Extreme Partnerkonferenz in Athen neuen Soft- und Hardware für die Netzwerkautomatisierung, Integrationen und Bereitstellung von Ressourcen angekündigt. Konkret handelt es sich um neue Leistungsmerkmale der SoftwareExtreme Fabric Automation“. Die Lösung automatisiert im Rahmen von „Extreme Data Center Fabric“ das Management von Validierung, Test und Betrieb von Fabric-Netzwerken in Rechenzentren.

Extreme Fabric Automation

„Beim Onboarding eines neuen Partners erleben wir häufig, wie anspruchsvoll es sein kann, ein Rechenzentrumsnetzwerk einzurichten“, berichtet Nick Barron, Chief Technology Officer des Anwenderunternehmens Harbor Solutions aus der Praxis. „Der Prozess ist sehr komplex, die Wartung kann kostspielig sein und im Anschluss an die Implementierung sind bisweilen zusätzliche Ressourcen erforderlich. Extreme Fabric Automation löst diese Probleme sehr effektiv, indem es einen einfachen und zuverlässigen Einrichtungsprozess bereitstellt. Zur Konfiguration müssen nur die Switches verkabelt und einige einfache Befehle eingegeben werden.“

Die Fabrics sollen die Switch-Automatisierung „dank sofortiger Infrastrukturbereitstellung und Deployment von Mandaten und Services“ innerhalb eines Tages erlauben. IT-Teams könnten ein Fabric sogar in „Sekundenschnelle“ bereitstellen, sobald die Geräte verkabelt, die Switches eingeschaltet und Extreme Fabric Automation auf einem beliebigen Spine- oder Leaf-Switch der SLX-Familie gestartet worden ist.

Extreme Fabric Automation lässt sich in Orchestrierungssoftware wie OpenStack, „VMware vCenter“ und „Microsoft SCVMM“ integrieren. Jede Integration beruht auf einem separaten Mikroservice und nutzt die Fabric-Awareness der Anwendung. „Extreme Fabric Automation basiert auf einer originären Cloud- Architektur mit einem erweiterten Funktionsspektrum für Fabric-Orchestrierung und -Management.

Die Software macht mit ihrer einfachen Bedienung manuelle Switch-by-Switch-Konfigurationen überflüssig. So können sich IT-Teams im Tempo ihres Unternehmens bewegen – mit Cloud-Geschwindigkeit“, so Abby Strong, Vice President of Product Marketing, Extreme Networks im Gespräch mit DataCenter Insider.

„Unser IT-Team steht ständig vor der Aufgabe, mit weniger Mitteln mehr zu erreichen. Dank Extreme Fabric Automation können wir unsere Netzwerke in wenigen Minuten einrichten, ohne zusätzliche, teure Server-Infrastruktur beschaffen zu müssen. Die Technologie von Extreme bietet ‚Plug-and-Play‘. Sie verkürzt die aufwendige Netzwerkadministration und -bereitstellung von Stunden auf Sekunden und bietet darüber hinaus neue flexible Optionen“, berichtete Darren Elsom, Director des Anwenderunternehmens Trunk Networks.

Leaf Switch SLX 9150 und Spine Switch SLX 9250.

Darüber hinaus gab Extreme die Verfügbarkeit von zwei neuen Hochleistungs-Switches mit integrierter Gast-VM für Rechenzentren bekannt: den Leaf-Switch „SLX 9150“ und den Spine-Switch „SLX 9250“. Extreme Fabric Automation wird auf der Gast-VM der Switches gehostet.

Beide Switches sind TAA-konform und unterstützen FIPS 140-2, Common Criteria (CC), USGv6 und DoDIN APL ab dem 1. Quartal des Geschäftsjahres 2020. Die Produkte können ab sofort vorbestellt werden, sodass Kunden und Partner den Evaluierungszyklus für Beschaffung und Bereitstellung starten können.

Die neuen Switches basieren übrigens auf den Trident 3 Switch ASICs von Broadcom. Sie bieten somit dieselben Telemetriefunktionen, die auch die Hyperscaler nutzen.

IDC und Gartner

„Unternehmen fordern für ihre Rechenzentrumsnetzwerke eine höhere Agilität, und zwar architektonisch wie operativ. Es geht ihnen dabei um eine bessere Abstimmung auf Cloud-Betriebsmodelle und die digitale Transformation. Moderne Rechenzentrumsnetzwerke müssen konsequent auf variierende Workload-Anforderungen reagieren können, die zunehmend über Multi-Cloud-Umgebungen verteilt sind. In diesem Kontext haben sich Mikroservices als Schlüsselfaktor für die automatisierte Netzwerkagilität und eine optimierte Vereinfachung erwiesen. Das gilt vom Zeitpunkt der Bereitstellung bis über den gesamten Netzwerklebenszyklus hinweg“, erläuterte Brad Casemore, Research Vice President, Datacenter Networks bei IDC.

„Mit Extreme Fabric Automation trägt Extreme Networks dazu bei, das komplexe Fabric-Management zu vereinfachen. Kunden können damit allein und ohne die Unterstützung externer Berater ihre Rechenzentrumsnetzwerke innerhalb von Minuten statt Tagen in Betrieb nehmen.“

Auch Gartner spendete das zweite Jahr in Folge seinen Segen und erklärte Extreme zu einem der drei führenden Anbieter von Datcenter Networking auch im Jahr 2019. Basierend auf Feedback und Bewertungen von Anwendern wurde den Extreme-Rechenzentrumslösungen „Extreme Switching“, „Extreme Management Center“ und dem oben beschriebenen Extreme Fabric Automation die Auszeichnung "Gartner Peer Insights Customers' Choice" verliehen.

„Für uns bestätigt dieses Ranking die führende Position von Extreme im Rechenzentrumsmarkt und unsere Fähigkeit, die digitale Transformation in Unternehmen in allen Branchen voranzutreiben“, jubelte erwartungsgemäß Ed Meyercord, Präsident und CEO von Extreme Networks. „Unsere Kunden stehen im Mittelpunkt unseres Atier-Centers. Sie prägen unsere Produktentwicklung, ziehen uns in neue Märkte und fordern uns heraus, zu wachsen und innovativ zu sein. Von den Endbenutzern erkannt zu werden, ist die größte Anerkennung, die wir verlangen können.“

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