Effizientere virtuelle Festplatten im Microsoft-Betriebssystem

Windows Server 2012 mit neuen Storage-Features

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Microsoft Windows Server 2012 bietet neue Wege und Formate, um das Speichern einfacher zu gestalten und die Grenzen auszudehnen.
Microsoft Windows Server 2012 bietet neue Wege und Formate, um das Speichern einfacher zu gestalten und die Grenzen auszudehnen. (Bikd: styleuneed/Fotolia.com)

Mit „Windows Server 2012“ veröffentlicht Microsoft auch das neue VHDX-Format für virtuelle Festplatten in „Hyper-V“. Diese bieten nicht nur die Möglichkeit größere Festplatten zu erstellen, sondern sind auch stabiler, sicherer und schneller.

Während der Erstellung von virtuellen Festplatten haben Administratoren in Windows Server 2012 die Möglichkeit, neben VHD-Dateien auch VHDX-Dateien zu erstellen. Das neue Dateiformat ermöglicht Festplatten mit einer Größe von bis zu 64 Terabyte. Mit VHD-Dateien hingegen lassen sich nur Festplatten bist 2 Terabyte erstellen!

Zudem ist das neue Dateiformat wesentlich unempfindlicher als der Vorgänger VHD. Zum Beispiel, wenn ein Host abstürzt. VHD-Dateien wesentlich schneller beschädigt.

4-KB-Festplatten - Advanced Format Technology

Das neue Festplattenformat für 4 Kilobyte-Festplatten trägt die Bezeichnung „Advanced Format Technology“. Es ermöglicht physische Festplatten mit einer Sektorgröße von 4 Kilobyte.

Bisher nutzen Festplatten eine Größe von 512 Byte. Die erhöhte Sektorgröße ist notwendig, damit Hersteller Festplatten mit höherer Speicherkapazität herstellen können. Daher muss auch Hyper-V das neue Format unterstützen.

Davon profitiert auch das Betriebssystem, da Windows Server 2012 auch 4 KB große Speichereinheiten nutzt. Das heißt logische Sektoren passen in einen einzelnen physischen Sektor und ist nicht mehr verteilt.

Unterstützung für das Format 512e

Das heißt: Administratoren können virtuelle Festplatten effizient auf 4-Kilobyte-Festplatten erstellen. Zusätzlich jedoch unterstützt Hyper-V 3.0 virtuelle Festplatten, die auf „512e“-physische Festplatten erstellt wurden.

Da nicht alle Software und Hardware das neue Format unterstützen, melden sich viele Festplatten mit 512 Bit-Emulation am System an, auch 512e genannt. Die Firmware der Festplatte speichern ankommende Datenpakete dann entsprechend in den tatsächlich vorhandenen 4 Kilobyte-Sektoren. Auch bei diesen Vorgängen ist Windows Server 2012 wesentlich schneller.

Beim Umgang mit diesen Festplatten ist es wichtig, dass die verwendeten Sektoren des Betriebssystems teilbar durch die vorhandenen physischen Sektoren sind. Ist das nicht der Fall liegt ein logischer Sektor des Betriebssystems auf mehreren physischen Sektoren verteilt. Darunter kann enorm die Leistung des Systems leiden.

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