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HP-Studie zu Infrastrukturausgaben Voll auf die Bremse: Die Bereitstellung von IT-Ressourcen ist ein Stop-and-Go

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Ulrike Ostler

Eine flexible IT-Infrastruktur ist unerlässlich, um dem schwankenden Bedarf an Rechen- und Speicherkapazitäten zu entsprechen. Das ist die Theorie. Denn die Firmen werden von verspäteten Kapazitätsanpassungen belastet, wie eine aktuelle Studie zeigt. Tendenz: steigend.

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Der Bedarf an IT-Nachrüstungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
Der Bedarf an IT-Nachrüstungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
(HP Deutschland / TechConsult)

Fast 40 Prozent aller deutschen Unternehmen haben mit sprunghaft ansteigendem Bedarf an Speicher- und Rechenkapazitäten zu kämpfen. Entsprechende Kapazitätserweiterungen dauern aber im Schnitt drei Monate und erfordern ein Investitionsvolumen von 347.000 Euro für IT-Infrastruktur und Arbeitskosten.

Die Folgekosten von derart verspäteten Anpassungen belaufen sich durchschnittlich auf 71.000 Euro, bei 13 Prozent der befragten Firmen war sogar der Geschäftsbetrieb in Gefahr. Das zeigt eine aktuelle Studie von Techconsult, die im Auftrag von HP den hiesigen Markt für die IT-Dienstleistung „HP Flexible Capacity“ analysiert.

Unvorhersehbare Abweichungen

Laut Studie schwankt bei 76 Prozent der Unternehmen grundsätzlich der Kapazitätsbedarf im Jahresverlauf. Knapp die Hälfte dieser Schwankungen lässt sich nicht vorhersehen.

Der konkrete Anpassungsbedarf hat sich in den vergangenen fünf Jahren vervielfacht: 2009 mussten nur 14 Prozent der befragten Firmen mindestens einmal im Jahr nachrüsten, 2013 waren es schon 58 Prozent und durchschnittlich knapp vier Erweiterungen pro Jahr.

Inhouse-Betrieb bevorzugt

Von den befragten Firmen betreiben 67 Prozent ihre IT-Infrastruktur selbst. Als wichtigste Voraussetzungen zum Erfüllen der Geschäftsanforderungen nannten die Studienteilnehmer gute Servicequalität, gewährleistete Verfügbarkeit und eine flexible Infrastruktur.

Der steigende Bedarf an Rechen- und Speicherkapazität wird vor allem auf neue Projekte, veränderte interne Prozesse sowie höhere und sich schnell verändernde geschäftliche und technische Anforderungen zurückgeführt.

„Unsere Studie belegt einen kontinuierlich steigenden Bedarf nach flexiblen Anpassungen der IT-Infrastruktur. Die lange Dauer der IT-Erweiterungen steht dem aber im Weg. Die Folge können Qualitätseinbußen, Systemausfälle oder unzufriedene Kunden sein“, erläutert Bertrand Humel van der Lee, Leiter des Technologie-Support-Geschäfts bei HP Deutschland.

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