Strategische Auswege für CIOs VMware-Migration in fünf Schritten

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Die Übernahme von VMware durch Broadcom hat zu erheblichen Änderungen im Produktangebot und den Lizenzmodellen geführt. Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur auf VMware stützen, stehen vor Herausforderungen und potenziellen Störungen. Kubermatic-CEO Sebastian Scheele zeichnet fünf strategische Wege für eine mögliche VMware-Migration auf.

Um die Betriebsstabilität und Kosteneffizienz aufrechtzuerhalten und sich gleichzeitig auf mögliche zukünftige Änderungen ihrer Technologiestrategien vorzubereiten, sollten CIOs aktiv auf die Veränderungen reagieren.(Bild:  Happy Lab - stock.adobe.com / KI-generiert)
Um die Betriebsstabilität und Kosteneffizienz aufrechtzuerhalten und sich gleichzeitig auf mögliche zukünftige Änderungen ihrer Technologiestrategien vorzubereiten, sollten CIOs aktiv auf die Veränderungen reagieren.
(Bild: Happy Lab - stock.adobe.com / KI-generiert)

Mit Wirkung zum 11. Dezember 2023 hat Broadcom den Verkauf von unbefristeten Lizenzen für VMware-Produkte eingestellt und alle Kunden auf ein Abonnement-Modell umgestellt. Diese Umstellung hat zu Bedenken hinsichtlich höherer Kosten und geringerer Flexibilität geführt. Betroffene CIOs müssen seitdem eine gründliche Bestandsaufnahme der bestehenden VMware-Infrastruktur durchführen, um die finanziellen und betrieblichen Auswirkungen dieser Lizenzänderung zu verstehen.

Broadcom hat die OEM-Vereinbarungen von VMware mit Anbietern wie Dell, HPE und Lenovo gekündigt und durch ein neues Programm ersetzt, das alte Rabatte abschafft. Darüber hinaus wurden die Partnerprogramme von VMware umstrukturiert, wobei einige Vertriebspartner ihren Reseller-Status verloren haben.

Unternehmen müssen sich mit Broadcom und ihren Channel-Partnern in Verbindung setzen, um die Auswirkungen dieser Änderungen auf ihre bestehenden Verträge zu verstehen und entsprechend zu planen. Viele Unternehmen haben erhebliche Kostensteigerungen gemeldet, wobei einige Steigerungen von 2- bis 5-fachen Kosten für VMware-Verlängerungen verzeichnen. Dies ist teilweise auf die Umstellung auf Abonnement-basierte Lizenzen und Änderungen bei den Produktpaketen zurückzuführen.

CIOs sollten mit Broadcom oder autorisierten Partnern verhandeln, um mögliche Rabatte oder flexible Zahlungsoptionen zu prüfen, insbesondere für große Bereitstellungen.

VMware-Migration in fünf Schritten

Um die infolge der Übernahme von VMware durch Broadcom verursachten Änderungen zu bewältigen, sollten CIOs die folgenden strategischen Maßnahmen in Betracht ziehen:

1. Kontakt zu Broadcom und Channel-Partnern aufnehmen
CIOs sollten Kontakt zu den Broadcom-Kundenbetreuern und Channel-Partnern aufnehmen, um ein gegenseitiges Verständnis der Risiken, Ziele und Erwartungen zu gewährleisten. Dieser Kontakt ist entscheidend, um günstige Konditionen auszuhandeln und die vollständigen Auswirkungen der Übernahme auf Ihr Unternehmen zu verstehen.

2. Die VMware-Infrastruktur bewerten und optimieren
Ebenso sollten CIOs eine umfassende Bewertung ihrer VMware-Infrastruktur durchführen, um nicht ausgelastete Ressourcen und Ineffizienzen zu identifizieren. Durch die Optimierung und Anpassung ihrer VMware-Umgebung lassen sich die mit den neuen Lizenzmodellen verbundenen Kosten senken. So können CIOs die Dichte der virtuellen Maschinen erhöhen und die Auslastung der aktuellen Cluster optimieren, um die Kosten effektiv zu verwalten, insbesondere angesichts der neuen Abonnementlizenzen, die pro CPU-Core berechnet werden.

3. Alternative Lösungen prüfen
CIOs sollten alternative Hypervisoren und Virtualisierungsplattformen wie Microsoft Hyper-V, Linux KVM oder Citrix Xen evaluieren und prüfen, ob diese eine kostengünstigere oder strategisch vorteilhaftere Lösung für ihr Unternehmen bieten. Zu erwägen ist die Migration zu Containerplattformen oder Cloud-nativen Infrastrukturdiensten als Teil einer umfassenderen IT-Modernisierungsstrategie. Dieser Ansatz kann langfristig mehr Flexibilität und Kosteneinsparungen bieten.

4. Den Übergang und die Zukunftssicherheit planen
Ebenso gilt es, einen robusten Übergangsplan für die Umstellung von unbefristeten Lizenzen auf Abonnementmodelle zu entwickeln und diesen Übergang auf das Ende des Lebenszyklus der Server- und Speicherhardware abzustimmen, um zukünftige Anschaffungen zu optimieren. CIOs sollten zudem die potenziellen Auswirkungen der Änderungen von Broadcom auf ihre Fähigkeit bewerten, skalierbare, ausfallsichere und kostengünstige Unternehmensservices bereitzustellen. Diese Bewertung sollte eine Analyse der aktuellen Partnerschaften und Beschaffungsstrategien umfassen, um sicherzustellen, dass diese weiterhin mit den strategischen Zielen des Unternehmens übereinstimmen.

5. Community- und Branchenforen nutzen
Die Teilnahme an Branchenforen und Benutzergruppen wie der VMware User Group (VMUG) ist sinnvoll, um Erfahrungen und Strategien mit Kollegen auszutauschen. Dieser kollektive Ansatz kann wertvolle Erkenntnisse liefern und möglicherweise die Verhandlungsposition gegenüber Broadcom stärken.

Aktiver Ansatz für das Management der IT-Strategien

Um die Veränderungen nach der Übernahme von VMware durch Broadcom erfolgreich zu bewältigen, müssen CIOs einen vorausschauenden Ansatz für das Management ihrer IT-Strategien verfolgen. Durch die Bewertung aktueller Abhängigkeiten, die Untersuchung alternativer Technologien und die Optimierung der bestehenden Infrastruktur können Unternehmen potenzielle Störungen minimieren.

Sebastian Scheele, CEO und Gründer von Kubermatic.(Bild:  Kubermatic)
Sebastian Scheele, CEO und Gründer von Kubermatic.
(Bild: Kubermatic)

Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, sich über Markttrends und neue Technologien, die eine echte Alternative zu VMware darstellen könnten, auf dem Laufenden zu halten. Eine regelmäßige Überprüfung Ihrer strategischen Planungsannahmen trägt dazu bei, dass diese mit der sich entwickelnden Branchendynamik Schritt halten und Unternehmen sich effektiv an neue Herausforderungen und Chancen anpassen können.

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