Standortentwicklung Philippsburg 700 MW Anschlussleistung – Aus AKW-Standort soll Rechenzentrum werden

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Woher soll der Strom für neue Hyperscale-Rechenzentren kommen? In Philippsburg ist die Energie-Infrastruktur bereits vorhanden. Ein Projektentwickler plant dort einen Campus mit bis zu 700 Megawatt Anschlussleistung.

Der Rückbau des Kernkraftwerks schafft Platz für neue digitale Infrastruktur. In Philippsburg soll ein Hyperscale-Campus entstehen, der auf einer außergewöhnlich leistungsfähigen Stromanbindung aufbaut.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Der Rückbau des Kernkraftwerks schafft Platz für neue digitale Infrastruktur. In Philippsburg soll ein Hyperscale-Campus entstehen, der auf einer außergewöhnlich leistungsfähigen Stromanbindung aufbaut.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Während freie Netzkapazitäten für neue Rechenzentren vielerorts knapp werden, verfügt Philippsburg über einen Standortvorteil: Nach Angaben der Projektbeteiligten stehen auf dem ehemaligen Werksgelände des Reifenherstellers Goodyear bis zu 700 Megawatt Anschlussleistung zur Verfügung.

Die Voraussetzungen gehen auf den ehemaligen Kernkraftwerksstandort zurück. Nach dem Rückbau der Kühltürme entstand auf dem Gelände ein Konverter für die Gleichstromtrasse „Ultranet“. Sie transportiert Windstrom aus Norddeutschland nach Baden-Württemberg. Dadurch verfügt der Standort heute über einen leistungsfähigen Netzanschluss.

Energieversorgung und Redundanz

Auch die Redundanz sei gegeben: Nach Angaben der Stadt laufen in Philippsburg Stromleitungen aus mehreren Richtungen zusammen.

Neben dem Netzanschluss entsteht in Philippsburg auch ein Großbatteriespeicher. Die von Enbw geplante Anlage soll 800 Megawattstunden Speicherkapazität bieten und überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen aufnehmen sowie bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen.

Neben der Energieversorgung bietet das frühere Industrie-Areal rund 26 Hektar Fläche für den geplanten Campus. Laut Projektentwickler interessieren sich mehrere Unternehmen aus Deutschland und Europa für das Vorhaben. Eine Entscheidung über den Investor soll noch in diesem Jahr fallen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2030 vorgesehen.

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