Behördenanforderungen bringen Oracle-Deal zu Fall Milliardenvertrag zwischen Microsoft und Oracle geplatzt

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Microsoft hat Verhandlungen über die Anmietung eines Oracle-Rechenzentrums im Wert von mehr als drei Milliarden Dollar beendet. Auslöser sollen unterschiedliche Auffassungen über Sicherheitsanforderungen für Behörden-Workloads sein.

Für Rechenzentren, die Daten von US-Bundesbehörden verarbeiten, gelten besonders strenge Sicherheits- und Zertifizierungsanforderungen. Das ist bislang über den geplatzten Microsoft-Oracle-Deal bekannt.(Bild: ©  Lamina - stock.adobe.com)
Für Rechenzentren, die Daten von US-Bundesbehörden verarbeiten, gelten besonders strenge Sicherheits- und Zertifizierungsanforderungen. Das ist bislang über den geplatzten Microsoft-Oracle-Deal bekannt.
(Bild: © Lamina - stock.adobe.com)

Microsoft hat Verhandlungen über die Anmietung eines Oracle-Rechenzentrums mit einem Volumen von mehr als drei Milliarden Dollar abgebrochen. Das berichtet das Medium „Business Insider“ unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Demnach scheiterten die Verhandlungen an unterschiedlichen Anforderungen an die Sicherheitsarchitektur des Standorts.

Laut dem Bericht verlangte Microsoft, das Rechenzentrum für besonders geschützte Daten von US-Bundesbehörden auszulegen. Oracle habe dies abgelehnt. Hintergrund sind Zertifizierungen wie das US-Programm FedRAMP (Federal Risk and Authorization Management Program), das verbindliche Sicherheitsstandards für Cloud-Dienste im Behördenumfeld definiert.

Microsoft sucht dem Bericht zufolge nun nach alternativen Kapazitäten für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Der Konzern investiert derzeit massiv in Rechenzentren, um den Bedarf für KI-Anwendungen zu decken.

Der Rückzug betrifft nach aktuellem Stand nicht die grundsätzliche Zusammenarbeit beider Unternehmen. Microsoft und Oracle gehören weiterhin zu den Partnern des „Stargate“-Projekts.

Für Oracle kommt die Entwicklung kurz nach der Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen. Das Unternehmen hatte dabei unter anderem eine umfangreiche Kapitalaufnahme angekündigt, um den Ausbau seiner Cloud- und KI-Infrastruktur zu finanzieren. Der Wegfall eines potenziellen Großauftrags könnte die Diskussion über die Auslastung neuer Rechenzentrumskapazitäten zusätzlich verstärken.

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