5G-Bereitschaft aus dem Hause VMware

VMware kauft die Dell EMC Service Assurance Suite

| Redakteur: Ulrike Ostler

Dell-EMC-Tochter VMware kauft Dell-EMC-Telco-Asset.
Dell-EMC-Tochter VMware kauft Dell-EMC-Telco-Asset. (Bild: gemeinfrei - paulbr75/Pixabay / CC0)

VMware über nimmt von Dell EMC dessen „Service Assurance Suite“, eine Software, die den Netzwerkzustand, die Leistungsüberwachung sowie die Ursachenanalyse für Kommunikationsdienstleister (CSPs) und deren Kunden umfasst. Damit erhalten Kommunikationsdienstleister eine Service-Garantie bei der Einführung neuer Services in bestehenden und 5G-Netzwerken von VMware.

Die Erweiterung des VMware Telco NFV-Portfolios um die Dell EMC Service Assurance Suite soll es CSPs ermöglichen, die Betriebszuverlässigkeit in ihren Kernnetzwerk-, Cloud- und IT-Domänen über physische und virtuelle Infrastrukturen hinweg aufrechtzuerhalten und neue Services schneller zu implementieren. Der Kauf der Dell EMC Service Assurance Suite betrifft die Technik und das zugehörige Team.

Die Telcos stehen zum einen vor derer Herausforderung ihre Services von 4G auf 5G umzustellen. Die neue Technik fördert insbesondere die IoT, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Augmented und Virtual Reality. Zugleich lösen sich die Betreiber allmählich von einem paketierten Hardware-Ansatz und bevorzugen NFV-gesteuerte, softwaredefinierte Lösungen für ihre zentralen Netzwerkumgebungen.

Mit diesen können, so VMware, zwar agile Services bereitgestellt und neue Umsatzchancen wahrgenommen werden, gleichzeitig werde jedoch die Fähigkeit der schnellen Virtualisierung durch eine ineffektive Ursachenanalyse bei Fehlfunktionen behindert. Aufgrund des sich rasant verändernden Betreibernetzes durch den Einsatz von 4G-Diensten wie Voice Over LTE (VoLTE) werde dieser Bereich jedoch noch wichtiger.

NFV als Grundlage

VMware bietet bereits „Network Functions Virtualization“-Infrastruktur (NFVI) an. Mit Abschluss des Vertrags soll die zugekaufte Service Assurance Suite Kunden mit einer End-to-End-Service-Garantie dabei unterstützen, die Bereitstellung zu beschleunigen. Das Know-how des hinzugewonnenen Teams Team wurde über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren aufgebaut. Nach Unternehmensangaben entwickeln bereits mehr als 50 CSPs, darunter auch etliche Tier-1-Betreiber, damit neue Services sowohl für Unternehmen, als auch für Bundes- und Kommunalverwaltungen.

Die Dell EMC Service Assurance Suite bietet zum einen Fehlerbehebungsfunktionen, aber auch Sicherheitsfunktionen, um Analysen zu den Auswirkungen des Service und der Ursachen sichtbar über physische und virtuelle Netzwerke hinweg bereitzustellen, zum anderen Cloud-Umgebungen, um den Verbrauch von Ressourcen und die Einhaltung von Service Level Agreements zu überprüfen. Diese Transparenz ermöglicht es CSPs, ihre Umgebungen zu visualisieren, zu analysieren und zu optimieren, um schnellere Abwicklungszeiten zu ermöglichen; die proaktive Identifizierung von Problemen führt außerdem nachweislich zu einer besseren Rentabilität von NFV- und IT-Investitionen.

Nach Abschluss der Transaktion will VMware die Plattform-Funktionen als Schlüsselkomponente in das Telco NFV-Portfolio aufnehmen und den Fokus auf die Modernisierung und intelligente Automatisierung legen. Folgenden VMware-Produkte ergänzen somit das Telco-Angebot: „VMware vCloud NFV“, „VMware vRealize Operations“, „VMware vRealize Network Insight“, „Wavefront“ und „VMware NSX SD-WAN“ von Velocloud.

Das Finanzielle

Ob der Deal auch Sinn macht, weil damit Geld in die Dell-EMC-Kassen gespült wird .... Zu Beginn des vergangenen Monats hatte die Dell Technologies Inc. (DVMT), die Company von Michael Dell, im Rahmen eines Buy Out der Aktionäre DVMT-Tracking-Aktien im Wert von 17 Milliarden Dollar gekauft. Dell nutzt für die Übernahme Barmittel und eigene Aktien.

EMC ist wiederum an VMware mit Mehrheit beteiligt. Der Rest der Aktien von VMware ist an der Börse als DVMT Tracking Stock gelistet. Damit bilden die Tracking-Aktien die Performance des Unternehmens VMware Inc. ab.

Tauschte Dell die Tracking Stocks gegen eigene Aktien und Cash aus, wäre die Folge, dass Dell-Aktien wieder an der Börse notiert und öffentlich handelbar würden.

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