Back-portiert im Minor-Release 6.7

VMware bringt Update 2 für vSphere 6.5

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Zurück in die Zukunft mit dem VMware-Update 2 für „vSphere 6.5“ - Hier gibt es eine Rückportierung des „Enhanced Link Mode“ für „vCenter“.
Zurück in die Zukunft mit dem VMware-Update 2 für „vSphere 6.5“ - Hier gibt es eine Rückportierung des „Enhanced Link Mode“ für „vCenter“. (Bild: gemeinfrei - dtavres/Pixabay / CC0)

Anfang Mai hatte VMware rund eineinhalb Jahre nach Veröffentlichung von „vSphere 6.5“ ein überraschend umfassendes Minor-Release 6.7 seiner marktführenden Server-Virtualisierungsplattform veröffentlicht. Auf dessen Basis hat das Unternehmen aus Palo Alto bereits wenige Tage später ein Update 2 für vSphere 6.5 nachgeschoben.

Offenbar hält VMware die Verbesserungen in vSphere 6.7 für so wichtig, dass das Unternehmen schon kurz nach der Vorstellung on vSphere 6.7 das Update 2 für vSphere 6.5 nachreichte.

Eine neue Deployment-Option erlaubt in einer SSO-Domäne bis zu 15 Instanzen der VCSA über den Enhanced Link Mode (ELM) zu verknüpfen.
Eine neue Deployment-Option erlaubt in einer SSO-Domäne bis zu 15 Instanzen der VCSA über den Enhanced Link Mode (ELM) zu verknüpfen. (Bild: VMware/ Thomas Drilling)

Die wichtigste Neuerung besteht in der Rückportierung des „Enhanced Link Mode“ für „vCenter“ auf die Version 6.5. Demnach nutzt VMware mit dem Update 2 für vSphere 6.5 die Chance, einige der beschriebenen Neuerungen der Version 6.7 auch für 6.5-Anwender bereit zu stellen, wie den erwähnten Enhanced Linked Mode (ELM), eine Deployment-Option, mit der sich bis zu 15 Instanzen der „vCenter Server Appliance“ (VCSA) auch ohne externen PSC verknüpfen lassen. Somit stellt jede Installation der VCSA immer sämtliche Services einschließlich PSC zur Verfügung, führt also jeweils ihren eigenen eingebetteten PSC aus.

Mit der Funktion lassen sich insbesondere große vCenter-Umgebungen deutlich einfacher bereitstellen, da beispielsweise zur Gewährleistung einer PSC-Hochverfügbarkeit kein Load Balancer mehr erforderlich ist. Allerdings unterstützt VMware das Feature nur für so genannte Greenfield-Installationen, so dass die Funktion gerade für vSphere 6.5 wohl nur für wenige Anwender in Frage kommt.

Weitere Neuerungen

Neben der Rückportierung von ELM auf vSphere 6.5 bringt das Update 2 weitere kleinere Neuerungen.

  • So funktioniert die Migration von Windows vCenter auf VCSA jetzt auch dann, wenn die Windows-Installation andere als die Standard-Ports für HTTP und HTTPs verwendet.
  • Darüber hinaus bietet das Update 2 eine verbesserte Unterstützung für „vMotion“ und erlaubt die Migration von ausgeschalteten VMs zwischen unterschiedlichen vCenter-Versionen, beginnend bei 6.0 U3. Das gilt auch für die neue VMware Cloud on AWS.
  • Ebenfalls neu ist, dass das Utility für die TLS-Konfiguration nun auch SSL-Tunnel auf Port 8089 einrichten kann.
  • Generell lassen sich jetzt alle standardmäßigen Ports für den HTTP Reverse Proxy über die GUI oder Kommandozeile während der Installation der VCSA anpassen.
  • Ferner gibt es IPv6-Support für den Key Management Service für die VM-Verschlüsselung.

Der einzige Wehmutstropfen besteht darin, dass das vSphere 6.5 U2 vorerst kein direktes Upgrade auf die Version 6.7 erlaubt. Laut VMware ist dies aber keine Einschränkung für die Ewigkeit. Spätestens die Version vSphere 6.7 U1 soll einen solchen Upgrade-Pfad unterstützen.

*Der Autor Thomas Drilling ist IT-Berater und schreibt IT-Fachartikel sowie auf DataCenter-Insider seinen eigenen Blog: „Drillings Open-Source-Eck“. Seine Workshops, die er für DataCenter-Insider verfasst, finden sich auf unserem Youtube-Kanal.

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