CeBIT 2016: Hochtemperatur-Flüssigkühlung

Thomas-Krenn AG zeigt Server-Kühlung mit Hot Fluid Computing

| Redakteur: Ulrike Ostler

Hochtemperatur-Flüssigkühlung in Verbindung mit der Gebäudetechnik - einen Prototypen für das Verfahren stellt die Thomas-Krenn AG zur CeBIT vor.
Hochtemperatur-Flüssigkühlung in Verbindung mit der Gebäudetechnik - einen Prototypen für das Verfahren stellt die Thomas-Krenn AG zur CeBIT vor. (Bild: Oliver Boehmer-Bluedesign/Fotolia.com)

Die Thomas-Krenn AG präsentiert auf der CeBIT 2016 den Prototyp eines neuen Verfahrens zur Server-Kühlung. Die Hochtemperatur-Flüssigkühlung in Verbindung mit der Gebäudetechnik weist ein hohes Einsparpotenzial auf.

Wäre das Internet ein Land, so hat es Greenpeace vorgerechnet, hätte es den sechsthöchsten Energieverbrauch des Planeten. Auch in Deutschland steigt laut Untersuchungen des gemeinnützigen Borderstep Instituts der Stromverbrauch von Rechenzentren seit 2012 kontinuierlich an. Deutsche Server und Rechenzentren wandelten 2014 insgesamt zehn Terawattstunden elektrische Energie in Wärme um. Das entspricht dem Energieverbrauch von 2,3 Millionen Privathaushalten.

Die Die Thomas-Krenn AG zeigt auf der CeBit ein Verfahren, das einzelne Server-Systeme und ganze Rechenzentren wesentlich Energie-effizienter und leiser machen kann als herkömmliche Kühlungen. Der deutsche Server-Hersteller gewann im Februar 2015 eine bundesweite Ausschreibung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Thema „Hot Fluid Computing – Hochtemperatur-Flüssigkeitsentwärmung für RZ-Serverkomponenten“, gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi).

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21.01.16 - Im Jahr 2015 stiegen die Investitionen für Rechenzentrums-Infrastruktur um zehn Prozent. Trotz weiterer Effizienzfortschritte nahm jedoch auch der Stromverbrauch der deutschen Rechenzentren im Jahr 2015 wieder merklich zu. lesen

„Hot Fluid Computing“ kühlt Serverkomponenten direkt dort, wo die Wärme entsteht. Am Gemeinschaftsstand des BMWi wird die Thomas-Krenn AG auf der CeBIT 2016 einen Prototypen des Systems demonstrieren und detaillierte Kennziffern über die erzielbaren Energie-Einsparungen bekannt geben.

Zweimal sparen

Das Flüssigkühlsystem wird mit der Gebäudetechnik integriert, so dass die Abwärme der Server nahezu vollständig beispielsweise zur Heizung oder Warmwasserbereitung nutzbar wird. Der Aufwand für zusätzliche Kühlung oder Klimatisierung entfällt ganz oder lässt sich drastisch reduzieren.

Klimatisierung und Kühlung sind derzeit für den größten Teil des Energieverbrauchs von Rechenzentren verantwortlich. „Hot Fluid Computing“ trägt also doppelt zur Energie-Einsparung bei: einerseits durch das Recycling der Server-Abwärme und andererseits durch den Wegfall zusätzlicher Kühlung. Letzteres führt auch dazu, dass die Server vollkommen lautlos arbeiten und fehleranfällige mechanische Teile eingespart werden können. Das System eignet sich sowohl für den Einsatz in Rechenzentren als auch in Stand-Alone-Servern, etwa in Büros.

Gemeinschaftsstand des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) auf der CeBIT: Halle 6, Stand C38.

Hinweis:

Auf DataCenter-Insider können jeder, der Interesse an Rechenzentren hat, über den Online-Publikumspreis den Deutschen Rechenzentrumspreis abstimmen.
Auf DataCenter-Insider können jeder, der Interesse an Rechenzentren hat, über den Online-Publikumspreis den Deutschen Rechenzentrumspreis abstimmen. (Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

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