Unkalkulierbare Kosten und Risiken

Studie untersucht indirekte Nutzung von SAP-Lizenzen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Unter den SAP-Kunden herrscht Verwirrung: Auf diese Frage haben 52 Anwender geantwortet.
Unter den SAP-Kunden herrscht Verwirrung: Auf diese Frage haben 52 Anwender geantwortet. (Bild: Securintegration)

Eine Mehrzahl der SAP-Bestandskunden schätzt das finanzielle Risiko durch SAP-Forderungen im Bereich „indirekte Nutzung“ als möglich bis sehr wahrscheinlich ein. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter SAP-Kunden und DSAG-Mitgliedern.

„Indirekte Nutzung“ bedeutet, dass Drittsysteme auf SAP-Anwendungen zugreifen, beispielweise wenn bei einer Bestellung aus einem Shop-System in der SAP-Lagerliste geprüft wird, ob ein Produkt lieferbar ist. Die SAP-Preis- und -Konditionenliste (PKL) sieht hierfür ein zusätzliches Nutzungsrecht vor, für die entsprechende Gebühren anfallen.

Das Thema ist komplex, rechtlich umstritten und intransparent, zumal es in vielen SAP-Anwenderunternehmen unterschiedliche PKLs gibt und die große Mehrzahl der Kunden über ihre aktuellen Vertragskonditionen im Unklaren sind. Die potenziellen Nachlizenzierung-Forderungen stellen SAP-Kunden vor ein unkalkulierbares finanzielles Risiko.

Insgesamt haben 61 Unternehmen Fragen zu ihren bisherigen Erfahrungen und zur Risiko-Einschätzung für eine Studie geliefert, die die von Securintegration erhoben wurde. Im Bereich der indirekten Nutzung bietet das seit 2010 zur USU-Gruppe gehörende Unternehmen den Service „Advanced Compliance Check“ an. Dieser umfasst die kaufmännische Analyse der SAP-Verträge, die technische Nutzungsanalyse bezüglich indirekter Nutzung, die Bedarfsanalyse und die rechtliche Prüfung der SAP-Forderungen.

Securintegration gehört zu USU

Guido Schneider, Geschäftsführer von Securintegration, erläutert die Idee: „Mit dieser transparenten Datenlage gehen wir zusammen mit unseren Kunden in die SAP-Vertragsverhandlungen. Ziel ist es, für unsere Kunden die beste und für beide Seiten eine akzeptable wirtschaftliche Lösung zu finden. Unsere Services im Bereich der indirekten Nutzung sind aktuell stark nachgefragt.“

Der Evaluationsprozess von Securintegration.
Der Evaluationsprozess von Securintegration. (Bild: Securintegration)

Securintegration, ein Schwesterunternehmen von Aspera, Anbieter von Software-Lizenz-Management, wurde 2001 gegründet und beschäftigt aktuell 15 Mitarbeiter. Zum namhaften Kundenkreis gehören Unternehmen wie Continental, Dätwyler und AMAG.

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